Risiko-Schwangerschaft intensiv betreuen!

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Risiko-Schwangerschaft intensiv betreuen!

Das Risiko für das Kind hängt vor allem davon ab, ob und wie erfolgreich der Diabetes der Mutter von Anfang an behandelt wird.

Frage: Bei mir wurde Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert. Besteht da Gefahr für mein Baby, dass es behindert wird?


Prof. Petzoldt: Ist Schwangerschaftsdiabetes eine Gefahr für das Kind? Man sollte eher von einem Risiko sprechen. Das machen die statistischen Auswertungen der Befunde deutlich: Sie bestätigen, was allgemein bekannt ist – dass in kleiner Zahl auch bei gesunden Müttern Kinder mit Missbildungen zur Welt kommen; statistisch gesprochen besteht für Kinder von gesunden Müttern ein geringes Missbildungs-Risiko.

Dieses statistische Risiko ist für Kinder von Müttern mit Schwangerschaftsdiabetes oder mit länger bestehendem Diabetes etwas höher. Man spricht deshalb im Zusammenhang mit einem Diabetes auch von einer Risiko-Schwangerschaft, die, sobald der Diabetes bekannt ist, von Anfang an besonders intensiv durch Diabetologen und Geburtshelfer betreut werden sollte. Denn das Risiko für das Kind hängt vor allem davon ab, ob und wie erfolgreich der Diabetes der Mutter von Anfang an behandelt wird.

Neben der konsequenten Schwangerschaftsbetreuung durch den Gynäkologen/Geburtshelfer ist die konsequente, erfolgreiche Behandlung des Diabetes (auch des Schwangerschaftsdiabetes) entscheidend; am besten können dabei Diabetologen helfen. Sie kennen die Behandlungsstandards der Deutschen Diabetes Gesellschaft bei Schwangerschaft und Diabetes. Diabetologen können persönlich für jede Schwangere mit Diabetes entscheiden, welche Maßnahmen und Ziele der Behandlung nötig sind, um das Risiko so gering wie bei Schwangeren ohne Diabetes zu halten.

Haben auch Sie eine medizinische Frage an Prof. Petzoldt?

… dann schreiben Sie ihm per Post oder E-Mail:

Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt​
Schubertstraße 6, 32545 Bad Oeynhausen
E-Mail: brpetzoldt@t-online.de

Beantwortete Fragen veröffentlichen wir im Diabetes-Journal sowie hier auf diabetes-online.de – natürlich anonym.


von Prof. Dr. med. R. Petzoldt
ehem. Direktor des Diabeteszentrums am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (7) Seite 42

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  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Stunden, 32 Minuten

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  • tako111 postete ein Update vor 4 Tagen, 3 Stunden

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  • hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 6 Tagen

    Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

    • Hallo hexle,
      ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
      Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
      Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”

      Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.

      Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.

      Beste Grüße

    • PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.

    • Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.

    • @ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.

    • @schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….

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