- Behandlung
Schlaganfallsymptome: Aufklärungsvideo von Ralph Ruthe
3 Minuten
Gesichtslähmung, Sprachstörungen und Lähmung in den Armen – das sind die wichtigsten Symptome eines Schlaganfalls. Doch nur etwa ein Fünftel der Europäer kennt eines davon. Um dafür zu sensibilisieren, hat der bekannte Cartoonist Ralph Ruthe am Tag gegen deb Schlaganfall einen Video Clip herausgegeben.
Ein Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall. Nach Ansicht von Experten ist eine stärkere Aufklärung über die Erkrankung dringend notwendig: Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Jedes Jahr erkranken hierzulande etwa 260.000 Menschen daran. „Doch trotz zahlreicher Aufklärungsaktionen kennen viele die wichtigsten Symptome nicht“, sagt Professor Dr. med. Wolf Schäbitz, Pressesprecher der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und Chefarzt der Klinik für Neurologie am Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) in Bielefeld.
Schlaganfall-Symptome einfach und verständlich vermittelt
Der neue Video-Clip von Ralph Ruthe, der vom EvKB in Auftrag gegeben wurde, verfolgt einen neuen Ansatz in der medialen Aufklärungsarbeit – denn vergleichbare Aktionen zur Schlaganfall-Prävention gibt es bisher hierzulande noch nicht. Das Besondere daran: Die Symptome des Schlaganfalls werden mit einem kurzen Cartoon-Film einfach und verständlich vermittelt.
Die Schirmherrschaft für dieses Projekt hat die DSG übernommen. Das Video wurde heute (10. Mai) zum Tag gegen den Schlaganfall auf der Facebookseite von Ralph Ruthe, seinem Youtube-Kanal sowie als Stream bei Spotify veröffentlicht.
Das Musik-Label Universal Music stellt den Song darüber zhinaus als Download bei iTunes zur Verfügung. Der Erlös kommt der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zu Gute. Der Video-Clip soll über die modernen Kanäle des Web 2.0.wie Netflix, Youtube, Facebook oder Snapchat verbreitet werden und vor allem junge Menschen ansprechen.
Zahl der jüngeren Schlaganfallpatienten wächst
Dieses ist besonders bedeutsam, da eine aktuelle amerikanische Studie einen dramatischen Anstieg von Krankenhausbehandlungen bei jüngeren Schlaganfallpatienten im Alter von 18 bis 54 Jahren zeigt. Die Rate an Klinikaufenthalten aufgrund eines akuten ischämischen Schlaganfalls bei Männern wie auch Frauen im Alter zwischen 18 und 54 Jahren ist seit 1995 signifikant angestiegen. Bei Männern im Alter zwischen 35 und 44 Jahren war von 2003 bis 2012 sogar ein Anstieg um 41,5 Prozent, bei Frauen immerhin noch um 30 Prozent zu verzeichnen.
Parallel dazu verdoppelte sich das Auftreten von drei oder mehr der fünf häufigsten Schlaganfall-Risikofaktoren (Hypertonie, Fettstoffwechselstörung, Diabetes, Rauchen, Adipositas) für Frauen und Männer der Altersgruppe 18 bis 64 Jahre. (Quelle: JAMA Neurology, 10. April 2017).
FAST-Test: „Lächeln – Sprechen – Hände hoch“
Die Grundlage für den Film mit dem Titel „Lächeln – Sprechen – Hände hoch“ bildet der sogenannte FAST (Face, Arms, Speech, Time) -Test, mit dem sich die meisten Schlaganfälle innerhalb weniger Minuten mit fast 100 prozentiger Empfindlichkeit feststellen lassen. „Der Test gehört mittlerweile auch in Deutschland zur Grundausbildung des Rettungspersonals“, so Professor Dr. med. Martin Dichgans, 1. Vorsitzender der DSG und Direktor des Instituts für Schlaganfall- und Demenzforschung (ISD) am Klinikum der Universität München.
„Der erste Schritt besteht darin, den Betroffenen um ein Lächeln zu bitten. Wenn das Gesicht dann einseitig verzogen ist, deutet das auf eine Halbseitenlähmung hin.“ Anschließend sollte die Person die Arme nach vorne strecken und dabei die Handflächen nach oben drehen. Bei einer Lähmung können nicht beide Arme gehoben werden, sondern ein Arm sinkt ab und bei dem anderen Arm kann die nach oben gehaltene Handinnenfläche nicht in dieser Position gehalten werden, so dass sich langsam der Handrücken nach oben dreht. Dieses ist dann auch ein Zeichen für eine Halbseitenlähmung, die auch den Arm betrifft.
Schnelle Reaktion ist bei einem Schlaganfall besonders wichtig
In einem nächsten Schritt sollte der potentiell Erkrankte gebeten werden, einen einfachen Satz nachzusprechen. „Falls er das nicht kann und die Stimme verwaschen klingt, liegt vermutlich eine Sprachstörung vor“, erläutert Schäbitz. „Wenn sowohl Lähmungen als auch Sprachschwierigkeiten festgestellt wurden, sollten Beobachter sofort die Notrufnummer 112 wählen und die Symptome schildern.“
Eine schnelle Reaktion ist bei einem Schlaganfall besonders wichtig – in Akutsituationen zählt jede Minute. Je weniger Zeit zwischen den ersten Symptomen und dem Beginn der Behandlung liegt, desto günstiger ist die Prognose für den Patienten – und desto größer die Hoffnung auf ein Leben ohne bleibende Schäden.
Quelle: Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. | gh
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wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 11 Stunden, 8 Minuten
Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!
Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.
Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.
LG Wolfgang
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Tag, 6 Stunden
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 1 Tag, 4 Stunden
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 1 Tag, 1 Stunde
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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wolfgang65 antwortete vor 11 Stunden, 35 Minuten
Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.
Gruss Wolfgang
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michatype3 antwortete vor 11 Stunden, 11 Minuten
Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.
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vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 16 Stunden
Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀

