- Behandlung
Schwarzer Fuß und schwarzer Peter
2 Minuten

In unseren Zeitschriften – vor allem in den Ärztezeitschriften – sehe ich manchmal erschreckende Bilder von schlecht heilenden Wunden am Fuß, von abgestorbenem Gewebe, von tiefen Hautgeschwüren. Meistens blättere ich dann schnell weiter.
Hätte die Amputation verhindert werden können?
Doch nun sitzt da die freundliche Frau S. vor mir auf ihrem Krankenhausbett, neben ihr ein Rollstuhl. Ihr fehlt ein Bein, und es stellt sich heraus, dass sie hier ist, weil ihr anderer Fuß ganz schwarz ist. Das bedeutet, dass das Gewebe dort nicht mehr mit Blut versorgt wird und abgestorben ist. In den nächsten Tagen wird ihr der Fuß abgenommen werden.
Frau S. hat Diabetes. Angefangen hat alles mit einem Schwangerschaftsdiabetes, der bald wieder verschwand. Aber fortan war klar: Sie hat ein hohes Risiko, später Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Das, so sagt sie, hat sie nicht gewusst. Wer hätte sie warnen können? Was hätte sie getan, wenn sie Bescheid gewusst hätte? Und warum ist es nicht gelungen, ihr den diabetischen Fuß und die Amputation zu ersparen? Hat jemand Schuld? Was hätte sie selbst tun können?
Schneller Überblick über die Zusammenhänge
Meine Gedanken wandern zu dem Krankenkassen-Kärtchen in meinem Portemonnaie, das heutzutage eine elektronische Gesundheitskarte ist. Noch kann diese Karte nicht sehr viel, doch sie hat es in sich: Auf ihr können medizinische Informationen gespeichert werden – allerdings nur, wenn der Patient zustimmt. Der Vorteil: Alle Gesundheitsdaten sind hübsch beisammen, der Arzt bekommt schnell einen Überblick und sieht die Zusammenhänge.
Es gibt datenschutzrechtliche Bedenken gegen die Nutzung der Möglichkeiten, die die elektronische Gesundheitskarte bietet. Aber vor mir sitzt Frau S., und bald wird sie ihren zweiten Fuß verlieren. Ich glaube schon, dass diese Karte helfen könnte, besser den Überblick zu behalten, Behandlungen zu koordinieren und vielleicht: einen Fuß nicht schwarz werden zu lassen.
Gesundheitskarte: Einfürhung verzögert sich
Nun wurde aber bekannt, dass es bei den Tests für die Online-Anwendungen der Karte zu Verzögerungen kommen wird – dabei sollen die Praxen die ersten Anwendungen ab 1. Juli 2016 ausführen können. In der Frage, wer daran schuld ist, schieben sich die ärztliche Selbstverwaltung und die beteiligten Unternehmen nun gegenseitig den schwarzen Peter zu.
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lena-schmidt postete ein Update vor 2 Tagen, 5 Stunden
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Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im August – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße