Serie „HAUT-Sache Typ-1-Diabetes“ – Teil 2: Die Haut richtig pflegen und schützen

3 Minuten

Serie „HAUT-Sache Typ-1-Diabetes“ – Teil 2: Die Haut richtig pflegen und schützen | Foto: fotoduets – stock.adobe.com
Foto: fotoduets – stock.adobe.com
Serie „HAUT-Sache Typ-1-Diabetes“ – Teil 2: Die Haut richtig pflegen und schützen

Die Haut schützt uns u.a. vor Keimen, Schmutz, Kälte und Hitze. Damit diese Schutz-Funktion erhalten bleibt, ist das regelmäßige und richtige Pflegen beim Tragen von Diabetes-Technologie besonders wichtig. Worauf es beim Schützen der Haut ankommt, erfahren Sie im zweiten Teil der Serie „HAUT-Sache Typ-1-Diabetes“.

Diabetes-Technologie ist eine große Erleichterung im Alltag und gleichzeitig eine Belastungsprobe für die Haut. Sensor, Katheter und Pod (Insulinpumpe ohne Schlauch) müssen mittels Pflaster befestigt werden. Die unterschiedlich lange Tragedauer sowie Inhaltsstoffe der verschiedenen Kleb- und Kunststoffe können die Haut jedoch an ihre Grenzen bringen.

Deshalb sind eine gezielte Hautpflege und Vorsorge wichtig für eine gesunde Haut (Abbildung 1), auch wenn das anstrengend sein kann. Die Arbeitsgemeinschaft Insulinpumpentherapie (AGIP) der DGPAED hat dafür 2024 ein Schulungsblatt entwickelt, dessen Inhalte im Folgenden erläutert werden.

Abb. 1: Gesunde Haut am Oberarm. | Foto: UKSH
Abb. 1: Gesunde Haut am Oberarm. | Foto: UKSH
Abb. 2: Reibeisenhaut am Oberarm. | Foto: UKSH
Abb. 2: Reibeisenhaut am Oberarm. | Foto: UKSH

Die Basis: Haut-Barriere schützen

Dass regelmäßige Hautpflege das Auftreten von Wunden deutlich verringert, konnte eine Studie aus Dänemark zeigen. Eine intakte Haut-Barriere schützt zudem vor Entzündung. Im Gegensatz dazu erhöht eine gestörte Haut-Barriere durch rissige, trockene Haut und Reibeisenhaut (Abbildung 2) das Risiko für Allergien gegen Inhaltsstoffe von Kleb- und Kunststoffen um das Zwei- bis Fünffache. Juckreiz unter den und um die Klebe-Stellen ist ein Warnsignal und sollte rasch mit dem Diabetes-Team besprochen werden.

Um die Haut-Barriere zu schützen, sollten rückfettende, parfüm- und konservierungsmittel-freie Waschlotionen und Pflege-Produkte genutzt werden. Diese müssen nicht teuer sein und sind in der Drogerie erhältlich. Die Haut-Areale, die für Sensor oder Katheter bzw. Pod genutzt werden, sollten täglich gepflegt werden.

Je röter die Haut ist, desto Feuchtigkeits-spendender sollte die Pflege sein, z. B. durch Glycerin, Harnstoff (Urea; Vorsicht, kann Juckreiz verursachen), Hyaluronsäure oder Panthenol. Bei Juckreiz helfen z.B. Cremes mit Polidocanol oder Menthol. Nach dem Duschen sollte die Haut abgetupft und nicht gerubbelt werden.

Dieser Text steht nur eingeloggten Community-Mitgliedern zur Verfügung.

Melde dich jetzt kostenlos an, um diesen Beitrag lesen zu können.

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

„HAUT-Sache Typ-1-Diabetes“ – Teil 3: Was tun, wenn Haut-Veränderungen auftreten?
Beim Nutzen von Diabetes-Technologie können Haut-Veränderungen auftreten. Zum Vorbeugen ist eine gute Pflege wichtig. Im dritten Teil der Serie „HAUT-Sache Typ-1-Diabetes“ erklären wir, was man tun kann, wenn Haut-Veränderungen vorhanden sind.
„HAUT-Sache Typ-1-Diabetes“ – Teil 3: Was tun, wenn Haut-Veränderungen auftreten? | Foto: shangarey – stock.adobe.com

4 Minuten

Kontinuierliche Glukose-Messung (CGM) im Fokus: Genaue Werte, Platzierung, Alarme
Systeme für die kontinuierliche Glukose-Messung (CGM) bieten viele Vorteile. Um sie nutzen zu können, ist es wichtig, den Umgang mit diesen Systemen zu beherrschen und ein paar Tipps und Hinweise zu kennen – etwa die korrekte Platzierung und die Einstellungen für Alarme, um genaue Werte zu erhalten.
Kontinuierliche Glukose-Messung (CGM) im Fokus: Genaue Werte, Platzierung, Alarme | Foto: mariamontoyart – stock.adobe.com

3 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • lena-schmidt postete ein Update vor 2 Wochen

    Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/

  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße