- Begleit-Erkrankungen
„HAUT-Sache Typ-1-Diabetes“ – Teil 3: Was tun, wenn Haut-Veränderungen auftreten?
4 Minuten

Beim Nutzen von Diabetes-Technologie können Haut-Veränderungen auftreten. Zum Vorbeugen ist eine gute Pflege wichtig. Im dritten Teil der Serie „HAUT-Sache Typ-1-Diabetes“ erklären wir, was man tun kann, wenn Haut-Veränderungen vorhanden sind.
Menschen, die Diabetes-Technologie nutzen, berichten teilweise von Juckreiz, Rötung und Schmerzen unter den Pflastern. Es ist wichtig, solche Symptome ernst zu nehmen und zeitnah mit dem Diabetes-Team zu besprechen. Meist handelt es sich um ein irritatives Kontaktekzem, also eine entzündliche Reaktion der Haut durch die Verwendung von Sensoren, Kathetern oder Pods (Insulinpumpen ohne Schlauch) und deren Pflaster.
Basis-Therapie ist immer die Pflege und Vorbereitung der Haut (siehe Diabetes-Anker 4/2026), auch wenn das einige Zeit in Anspruch nimmt. Kommt es trotz regelmäßiger Pflege zu einem irritativen Kontaktekzem, können zusätzliche Barrieren zwischen Pflaster und Haut helfen.
Zusätzliche Barrieren schützen die Haut
Solche Barrieren gibt es als ersten Schritt in flüssiger Form: Verschiedene Hautschutz-Sprays und Sprüh-Pflaster können vor dem Legen des Sensors bzw. des Katheters oder Pods auf die Haut aufgetragen werden. Ihre Wirkdauer beträgt allerdings maximal 72 Stunden, was beim Nutzen von Sensoren oft nicht ausreicht.
Hier sind dünne Barrieren wie Klebe-Mullverbände, Viskose-Mullverbände, aber auch Folien-Verbände sinnvoll, die unter das Device geklebt werden (Abbildung 1). Meist wird dabei auf ein Loch für Sensor-Messfaden bzw. Katheter verzichtet. So kann allerdings Fremd-Material (Pflaster) unter die Haut gelangen, was eine Allergie begünstigen kann.
Behandlung bei Entzündungen
Wenn diese Maßnahmen nicht helfen, kann eine entzündungshemmende Creme sinnvoll sein. Das sollte vorher mit dem Diabetes-Team besprochen werden. Empfohlen werden niedrig dosierte Kortison-Cremes wie Methyl-Prednisolon-Aceponat 0,1 %. Die Creme sollte nur ein paar Tage angewendet werden und ist nicht für die dauerhafte Behandlung geeignet.
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lena-schmidt postete ein Update vor 17 Stunden
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 4 Wochen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße





