- Behandlung
Stimmt die Diagnose Neuropathie?
2 Minuten

Neben der durch Diabetes ausgelösten peripheren Polyneuropathie gibt es noch sehr vielfältige anderswirkende Neuropathie-Formen.
Die Frage: Mein Steckbrief in Kürze: Dieses Jahr werde ich 80; mein linker Unterarm ist amputiert; Typ-2-Diabetes; kein Insulin, sondern Tabletten; Blutzuckerlangzeitwert HbA1c bei 5,1 Prozent; Blutdruck vor kurzem noch 140/80, jetzt 164/78 mmHg; ich wiege 66 kg bei 169 cm Größe; Cholesterin 178 mg/dl; Kreatinin 1,01 mg/dl; Nichtraucher. Mein Zucker ist also insoweit in Ordnung, aber die Polyneuropathie (mit einem Stimmgabel-Testergebnis von 8/8) macht mir Sorgen; ich habe das Gefühl, dass sie von den Füßen in die Beine aufsteigt.
Ich habe einen ziemlich unsicheren Gang und eine Schwäche in den Oberschenkeln, aber auch Arthrose in vielen Gelenken. Meine Fragen: 1. Kann die Neuropathie auch an anderen Körperteilen auftreten, wozu kann das letzten Endes führen? 2. Gibt es neben Tabletten und Infusionen, die mir nicht richtig geholfen haben, weitere Behandlungsmöglichkeiten?
Prof. Petzoldt: Zunächst muss ich Ihre Selbstdiagnose “Neuropathie” in Frage stellen. Denn mit “8/8” wäre das Ergebnis der Stimmgabelprüfung völlig normal; und auch Ihre Beschwerdeschilderung passt nicht so recht zu der häufig ja beidseitig auftretenden Neuropathie an den Füßen.
Wegen dieser Unsicherheiten und weil es ja auch sehr vielfältige anderswirkende Neuropathie-Formen gibt, rate ich Ihnen sehr zu einer fachneurologischen Abklärung und Behandlung. Berichten Sie dem Neurologen über die Art Ihrer Beschwerden; besprechen Sie mit ihm nach der Untersuchung die möglichen unterschiedlichen Ursachen für Ihre Beschwerden und die dazu möglichen Behandlungsversuche. Auch bei einer gesicherten Neuropathie gibt es bisher nur Behandlungsversuche; ich wünsche Ihnen Erfolg damit.
… dann schreiben Sie ihm per Post oder E-Mail:
Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt
Schubertstraße 6, 32545 Bad Oeynhausen
E-Mail: brpetzoldt@t-online.de
Beantwortete Fragen veröffentlichen wir im Diabetes-Journal sowie hier auf diabetes-online.de – natürlich anonym.
von Prof. Dr. med. R. Petzoldt
ehem. Direktor des Diabeteszentrums am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (9) Seite 42
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße