Stimmt die Diagnose Neuropathie?

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Stimmt die Diagnose Neuropathie?

Neben der durch Diabetes ausgelösten peripheren Polyneuropathie gibt es noch sehr vielfältige anderswirkende Neuropathie-Formen.

Die Frage: Mein Steckbrief in Kürze: Dieses Jahr werde ich 80; mein linker Unterarm ist amputiert; Typ-2-Diabetes; kein Insulin, sondern Tabletten; Blutzuckerlangzeitwert HbA1c bei 5,1 Prozent; Blutdruck vor kurzem noch 140/80, jetzt 164/78 mmHg; ich wiege 66 kg bei 169 cm Größe; Cholesterin 178 mg/dl; Kreatinin 1,01 mg/dl; Nichtraucher. Mein Zucker ist also insoweit in Ordnung, aber die Polyneuropathie (mit einem Stimmgabel-Testergebnis von 8/8) macht mir Sorgen; ich habe das Gefühl, dass sie von den Füßen in die Beine aufsteigt.
Ich habe einen ziemlich unsicheren Gang und eine Schwäche in den Oberschenkeln, aber auch Arthrose in vielen Gelenken. Meine Fragen: 1. Kann die Neuropathie auch an anderen Körperteilen auftreten, wozu kann das letzten Endes führen? 2. Gibt es neben Tabletten und Infusionen, die mir nicht richtig geholfen haben, weitere Behandlungsmöglichkeiten?


Prof. Petzoldt: Zunächst muss ich Ihre Selbstdiagnose “Neuropathie” in Frage stellen. Denn mit “8/8” wäre das Ergebnis der Stimmgabelprüfung völlig normal; und auch Ihre Beschwerdeschilderung passt nicht so recht zu der häufig ja beidseitig auftretenden Neuropathie an den Füßen.

Wegen dieser Unsicherheiten und weil es ja auch sehr vielfältige anderswirkende Neuropathie-Formen gibt, rate ich Ihnen sehr zu einer fachneurologischen Abklärung und Behandlung. Berichten Sie dem Neurologen über die Art Ihrer Beschwerden; besprechen Sie mit ihm nach der Untersuchung die möglichen unterschiedlichen Ursachen für Ihre Beschwerden und die dazu möglichen Behandlungsversuche. Auch bei einer gesicherten Neuropathie gibt es bisher nur Behandlungsversuche; ich wünsche Ihnen Erfolg damit.

Haben auch Sie eine medizinische Frage an Prof. Petzoldt?

… dann schreiben Sie ihm per Post oder E-Mail:

Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt​
Schubertstraße 6, 32545 Bad Oeynhausen
E-Mail: brpetzoldt@t-online.de

Beantwortete Fragen veröffentlichen wir im Diabetes-Journal sowie hier auf diabetes-online.de – natürlich anonym.


von Prof. Dr. med. R. Petzoldt
ehem. Direktor des Diabeteszentrums am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (9) Seite 42

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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