Typ-1-Diabetes: Früher erkennen, später erkranken

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Typ-1-Diabetes: Früher erkennen, später erkranken | Foto: aleksandrbs – stock.adobe.com
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Typ-1-Diabetes: Früher erkennen, später erkranken

Zwischen dem Start der Immunreaktion und der eigentlichen Diagnose liegt oft ein langer Zeitraum – und genau dieser kann heute medizinisch genutzt werden. Wie man einen Typ-1-Diabetes früher erkennen kann, um dadurch Maßnahmen einzuleiten, damit Betroffene später erkranken, erklären Dr. Felix Reschke und Dr. Ann-Kristin Frerking.

Ein Kind wirkt gesund, treibt Sport, geht zur Schule. Niemand merkt, dass im Körper bereits ein Erkrankungs-Prozess begonnen hat: Das Immunsystem richtet sich gegen die Insulin-produzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse. Dieser autoimmune Vorgang besteht oft über Jahre.

Erst wenn ein Großteil der Beta-Zellen zerstört ist, kommt es zu den typischen Symptomen des Typ-1-Diabetes: häufiges Wasserlassen, steter Durst, Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit. Die Forschung der letzten Jahrzehnte hat gezeigt, dass der Krankheits-Prozess frühzeitig erkennbar ist – lange bevor sich Symptome zeigen. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten, den Verlauf aktiv zu beeinflussen.

Typ-1-Diabetes verläuft in Stadien

Typ-1-Diabetes verläuft in mehreren Phasen. Fachleute teilen die Erkrankung heute in drei Stadien ein. Diese Einteilung hilft dabei, den Verlauf besser zu verstehen und gezielt frühzeitig einzugreifen.

  • Stadium 1: Der Autoimmun-Prozess hat begonnen, aber noch bemerkt niemand etwas davon. Im Blut lassen sich bestimmte Antikörper nachweisen, die auf einen beginnenden Angriff des Immunsystems hinweisen. Der Blutzucker ist noch normal, Beschwerden gibt es nicht.
  • Stadium 2: Die Zahl der Insulin-produzierenden Zellen nimmt weiter ab. Der Körper kann den Blutzucker nicht mehr ganz so gut regulieren, es kommt zu ersten Auffälligkeiten. Typische Symptome wie häufiges Wasserlassen oder ständiger Durst fehlen jedoch meist weiterhin.
  • Stadium 3: Jetzt wird der Typ-1-Diabetes sichtbar. Die eigene Insulin-Produktion reicht nicht mehr aus, eine Therapie mit Insulin ist notwendig.
Schematische Darstellung der Stadien des Typ-1-Diabetes und der Früherkennung. | Foto: AUF DER BULT

Diese Einteilung zeigt: Zwischen dem Start der Immunreaktion und der eigentlichen Diagnose liegt oft ein langer Zeitraum – und genau dieser kann heute medizinisch genutzt werden.

Andere Therapien kommen zum Einsatz, wenn der Autoimmun-Prozess bereits begonnen hat, also in Stadium 1 oder 2. Ziel ist es dann, den Übergang zum klinischen Typ-1-Diabetes (Stadium 3) möglichst lange hinauszuschieben. Studien zeigen, dass dies um mehrere Jahre gelingen kann.

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 1 Monat

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße