Übergewicht: Fett ist nicht gleich Fett

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Übergewicht: Fett ist nicht gleich Fett

Deutschen Forschenden ist es gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem das Fettgewebe auf Zellebene untersucht werden kann. Sie erhoffen sich dadurch ein besseres Verständnis, welchen Einfluss das stoffwechselaktive Fettgewebe auf bestimmte Krankheiten, wie beispielsweise Diabetes, hat.

Bei Säuglingen bestehen die Speckröllchen überwiegend aus braunem Fettgewebe. Dieses schützt vor Kälte, indem es unter Wärmefreisetzung Energie verbrennt. Erwachsene weisen diesen Fetttyp dagegen kaum noch auf, ihr Fettgewebe ist nahezu ausschließlich weiß. Zu mehr als 99 Prozent besteht es aus sogenannten Speicherfetten, hauptsächlich Triglyceriden, die in der Zelle in Form von Fett-Tröpfchen gespeichert werden und als Fettpolster in Erscheinung treten.

Braunes Fett befindet sich unter dem Schlüsselbein, am Hals, im Nacken oder entlang der Wirbelsäule. Anders als herkömmliche weiße Fettzellen speichert braunes Fett keine Energie, sondern verbrennt sie in zelleigenen „Kraftwerken“, den Mitochondrien.

Von weißem und braunem Fettgewebe

Mit der neuentwickelten Technologie können nun zahlreiche Fettmoleküle bestimmt und ihre Rolle auf den Stoffwechsel untersucht werden. Durch ein sogenanntes Extraktionsverfahren werden dabei die vorherrschenden Triglyceride von den übrigen Fetten, die in der Zelle vorliegen, getrennt. So kann ein Bluttfettmuster (Lipidom) erstellt werden.

Das Wissenschaftlerteam untersuchte nun gewebespezifische und diätabhängige Unterschiede im weißen und braunen Fettgewebe. Bei letzterem beobachteten sie, dass es aus vielen verschiedenen Fetten aufgebaut ist. Es zeigte sich, dass sich durch eine fettreiche Ernährung die Fettzusammensetzung von braunem in Richtung unerwünschtem weißem Fettgewebe verschiebt.

Ferner stellte das Wissenschaftlerteam fest, dass bei starkem ernährungsbedingtem Übergewicht (Adipositas) das Fettgewebe ein ungünstiges Profil an Fetten aufweist, die auf ein beginnendes metabolisches Syndrom hinweisen können.

Laut den Studienautoren kann das neue Verfahren nicht nur in allen Arten von Fettgewebe, sondern auch in fettreichen Organen genutzt werden. Die Methode habe das Potenzial, Erkrankungen wie Diabetes, die mit Fettleibigkeit in Zusammenhang stehen, besser zu verstehen. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Zeitschrift „Molecular Metabolism“ veröffentlicht.


Quelle: Diabetesinformationsdienst München

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße