Valentinstag – Sabotage durch das Diabetes-Monster

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Valentinstag – Sabotage durch das Diabetes-Monster

Mein Diabetes hat manchmal einen sehr schwarzen Humor, und nicht im Mittelpunkt zu stehen, findet er von Zeit zu Zeit auch total langweilig. Dann tut er alles, um meine ungeteilte Aufmerksamkeit zu bekommen, koste es, was es wolle. Und einmal, da kostete es uns einen wirklich schönen Valentinstag, aber fangen wir von vorne an.

Mein Freund beschloss, am Valentinstag ein wunderbares Abendessen für mich zu zaubern. Drei Gänge selbst gekochtes italienisches Essen. Vom Feldsalat über Bandnudeln mit Scampi bis hin zum selbstgemachten Tiramisu.

Zuvor ahnte ich zwar, dass etwas im Busch war, hatte aber keine Idee, was mich abends erwarten würde. Heute glaube ich, mein Diabetes hatte im Gegensatz zu mir eine Vorahnung.

Gedankenblase oben

Diabetes: „Wahrscheinlich überrascht uns Peter zu Hause mit einem Essen. Dann turteln die beiden rum, schlagen sich die Mägen voll, ohne auf mich zu achten, und womöglich gibt es auch noch Wein dazu. Ehrlich gesagt habe ich da heute keine Lust drauf. Heute Abend möchte ich nicht wie Luft behandelt werden. Schließlich geht es heute doch um die Liebe. Und ich gehöre noch viel mehr zu Lisa als Peter. Also ist es auch unser Abend. Ich glaube, ich habe eine Idee…“

Diabetes Gedankenblase

Kurz bevor ich zu meinem Freund kam, fiel mein Blutzucker ganz unerwartet ins Bodenlose. Ich weiß bis heute nicht, was diese Unterzuckerung verursacht hat. Jedenfalls bekam ich eine riesige Heißhungerattacke und stopfte alles in mich hinein, was auch nur im Entferntesten essbar war. Nach nur kürzester Zeit war mir leicht übel, und mein Bauch tat weh. Aber die Unterzuckerung war bekämpft.

Als ich dann die Wohnung betrat, kam mir schon ein unglaublich leckerer Duft entgegen – und mein Freund mit einer Kochschürze, zerzausten Haaren und beschlagener Brille.

„Oh, das riecht aber lecker!“, versuchte ich mich zu freuen. Doch ich war immer noch so pappsatt, dass sich mein Magen fast umdrehte.

Dennoch versuchte ich, von jeder Portion etwas zu naschen. Es wäre viel zu schade um dieses schöne Essen, und schließlich hat er sich so viel Mühe gegeben. Aber es passte einfach nichts mehr in mich hinein.

„Tut mir leid, aber ich habe mich eben schon bei einer Unterzuckerung so vollgestopft, dass ich nichts mehr runterbekomme.“

„Das macht doch nichts! Dann isst du eben morgen den Rest.“ Ich sah die Enttäuschung in seinen Augen.

Gedankenblase oben

Mein Diabetes lachte sich ins Fäustchen: „Das hat doch schon mal geklappt. Aber hey, der Abend ist noch nicht zu Ende, und ich merke schon wieder, wie die beiden ganz andere Dinge im Kopf haben.“

Diabetes Gedankenblase2b

 

Nach dem Essen schauten wir einen Film und kuschelten uns auf die Couch. Und wie das so an einem romantischen Abend ist, hatten wir beide auch noch mehr vor. Gerade als es anfing, heiß herzugehen, merkte ich erneut, dass etwas nicht stimmt.

„Moment, ich muss mal kurz testen.“ Gesagt, getan. Und auf meinem Messgerät erschien ein nicht ganz so freundliches „HI“.

„Mist! Mir ist auch echt unwohl gerade.“

Anstatt die Zweisamkeit im Schlafzimmer zu genießen, blieben wir auf der Couch. Mein Freund, Unmengen an Wasser, mein Diabetes und ich.

Die Dramaqueen bekam ihren Willen und unser Valentinstag war erfolgreich sabotiert.

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  • uho1 postete ein Update vor 6 Tagen, 12 Stunden

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂