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Warum Diabetes über einen Finger-Piks hinaus geht – Part 1
2 Minuten


Pffft, in den Finger stechen. Ganz ehrlich? Das ist wirklich das Geringste, was es bedeutet, Diabetes zu haben. Davon einmal abgesehen, was bleibt einem anderes übrig. Hier geht es nicht um Können, sondern um Müssen! „Ich könnte mir nicht jeden Tag in den Finger stechen“ klingt für mich genauso überflüssig und hirnlos (Entschuldigung), als würde man zu einem Rollstuhlfahrer sagen: „Ich könnte nicht den ganzen Tag sitzen.“
Diabetes zu haben bedeutet mehr. Diabetes zu haben bedeutet zum Beispiel:
Daten managen und interpretieren
Ein gesunder Mensch stürmt heiter aufs Kuchenbüffet und langt gedankenlos zu. Verständlich. Ganz ohne Gedanken funktioniert das bei Diabetikern allerdings nicht und so geht die große Rechnerei los: Wie viele Kohlenhydrate befinden sich in den verschiedenen Leckereien, wie hoch ist mein Blutzucker gerade, wie viel Einheiten müsste ich jetzt eigentlich spritzen, werde ich heute noch Sport treiben, oder habe ich Sport getrieben, wann war der letzte Bolus, wie viel Insulin ist noch in meinem Körper aktiv, um welche Art von Lebensmittel handelt es sich, muss ich Fett-Protein-Einheiten berechnen oder auf Faktoren wie Stress oder Krankheit achten? Diabetes bedeutet ständiges Rechnen. Diabetes bedeutet, jeden Tag viele Entscheidungen zu treffen. Oft mit ungewissem Ausgang.
Kampf mit Krankenkassen
Ich will nicht jammern. Generell haben wir in Deutschland das große Glück, gut versorgt zu sein. Dennoch werden uns Therapien verwehrt, die uns den Alltag mit Diabetes vereinfachen, die Blutzuckereinstellung immens verbessern und sogar Folgekomplikationen verringern können. CGM Systeme, Insulinpumpen. Noch vor Jahren war es kaum ein Problem, eine Insulinpumpe zu bekommen, mittlerweile ist es ein echter Hürdenlauf, der Ausdauer fordert und nicht zwangsläufig zum Ziel führt.
Kein Pause haben
Diabetes ist da. Jeden Tag, jede Nacht, jede Stunde, Minute, Sekunde. In jeder Situation fordert er Aufmerksamkeit. Auch in solchen, in denen man ihn wirklich am wenigsten gebrauchen kann. Wer ihn ignoriert, wird über kurz oder lang die Konsequenz spüren. Meistens in Form von miesen Blutzuckerwerten, die aufs Gemüt schlagen.
Diabetes ist unberechenbar
So gut wie kein Tag ist wie der andere. Hat man einmal erfolgreich herausgefunden, wie der Blutzucker zum Beispiel auf eine bestimmte Nahrung, Aktivität etc. reagiert, heißt das noch lang nicht, dass das immer funktioniert. 3 Tage kann es super laufen. Tag 4 ist wie ein kompletter Neuanfang.
Weitere Gründe, warum Diabetes über den Piks in den Finger hinausgeht, erfahrt ihr im nächsten Artikel.
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thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße