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Wegweiser durch die Diabetologie: Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2026 erschienen
3 Minuten
Diabetes ist eine hochkomplexe Erkrankung und die Diabetologie ein äußerst dynamisches, vielseitiges Fach. Der jährlich neu aufgelegte Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes hilft, auf dem neuesten Stand zu bleiben. Die Ausgabe für 2026 ist pünktlich zum Weltdiabetestag am 14. November erschienen.
Wie vielfältig die Diabetologie ist und in wie viele Lebens- und Forschungsbereiche sie ausstrahlt, zeigt die eindrucksvolle Zahl von 35 Artikeln im Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2026. Es geht um Epidemiologie, Ursachen und Prävention. Zudem um Folge-Erkrankungen, um das Leben von Menschen mit Diabetes in verschiedenen Altersgruppen und Kontexten. Und natürlich um die sich rasant entwickelnden Gebiete der Diabetestechnologie und der Digitalisierung in der Diabetologie.
Die Autorinnen und Autoren beschäftigen sich außerdem mit den Versorgungsstrukturen, mit denen sich Menschen mit Diabetes und alle, die beruflich in der Diabetesversorgung tätig sind, auseinandersetzen müssen. Und dann hat der Diabetes auch noch eine gesundheits- und wissenschaftspolitische Dimension – kein Wunder bei über 9,2 Millionen Menschen mit Typ-2-Diabetes (Dunkelziffer: mindestens zwei Millionen) und fast 350.000 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes.
Zahlen sind die Basis – und werfen Fragen auf
Diese Zahlen stammen aus dem Artikel, der am Anfang des Gesundheitsberichts steht: „Epidemiologie des Diabetes in Deutschland“. Sie bilden zusammen mit der Übersicht über die Akteure in der Diabetologie die Basis für alle weiteren Themen. Denn diese aktuellen Zahlen und ihrer Einordnung vergegenwärtigen die Dimensionen der chronischen Stoffwechselerkrankung. Sie unterstreichen zudem, welche Komplexität hinter einer guten Diabetesversorgung und -forschung in Deutschland steht. Gleichzeitig schlagen genau diese Beiträge einen Bogen zu den Texten aus dem Bereich der Gesundheits- und Wissenschaftspolitik.
In der Gesamtschau mit den gesundheitspolitischen Forderungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe kommen diverse Fragen auf. Warum tut sich Deutschland in der Präventionspolitik so schwer? Warum wird die Diabetologie in der Krankenhausreform bis jetzt nur unzureichend berücksichtigt? Wieso steht oft genug nicht der Mensch im Mittelpunkt des gesundheitspolitischen Handelns?
Fakten zum Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2026
- Der Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes wird herausgegeben von der DDG und diabetesDE. Redaktionell betreut wird der Gesundheitsbericht von der Redaktion Diabetologie der MedTriX GmbH.
- An der aktuellen Ausgabe mit 35 Artikeln haben über 100 Autorinnen und Autoren mitgearbeitet. Jedes Thema wird kompakt zusammengefasst, eine Schnelllese-Ebene und ein Kasten mit wichtigen Aussagen und Fakten erleichtern das Erfassen der Kernpunkte. Insgesamt hat der Deutsche Gesundheitsbericht 2026 152 Seiten.
- Jährlich wird neu diskutiert, welche Themen aktuell sind und in einem Artikel ausgearbeitet werden sollen. Themen, die schon seit Längerem im Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes besprochen werden, wurden von den Autorinnen und Autoren aktualisiert oder neu akzentuiert, alle Artikel bilden selbstverständlich den neuesten Forschungsstand ab. Ganz neu oder als Themen wieder aufgenommen wurden: „Erhalt oder Ersatz der Betazellfunktion: Fortschritte in Prävention“, „Diabetes und Schwangerschaft“ und „Neue Daten zur stationären Versorgung in DDG zertifizierten Einrichtungen“.
Gesundheitsbericht soll in die Gesundheitspolitik hineinwirken
Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie der Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes, der als Mischung zwischen Weißbuch und Jahrbuch verstanden werden kann und auch in die Gesundheitspolitik hineinwirken soll, den Blick weitet und es möglich macht, Zusammenhänge zu erkennen. Oder wie es DDG Präsidentin Professorin Dr. Julia Szendrödi und diabetesDE-Vorstandsvorsitzender Dr. Jens Kröger in ihrem Vorwort formulieren:
„Wir alle wissen: Wissenschaft lebt vom Diskurs. Daher sind die Artikel auch in diesem Jahr vor allem ein wichtiger Beitrag zur Debatte und bewusst ausgewählte ,Schlaglichter‘, die uns und Ihnen die Tür in dieses abwechslungsreiche Fach öffnen können. Die Neuauflage des Deutschen Gesundheitsberichts Diabetes ist daher der ideale Begleiter für ,Neueinsteigerinnen und -einsteiger‘, aber auch für erfahrene ,Diabetes-Profis‘.“
Den Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2026 sowie die Gesundheitsberichte aus den vergangenen Jahren steht zum Download bereit auf den Websites der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.
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moira postete ein Update vor 2 Tagen, 13 Stunden
Meine Tochter ist ein großer Fan der Buchreihe Woodwalkers. In einem Band kommt wohl ein Woodwalker mit Diabetes typ 1 vor. Fand ich cool. Es wird Blutzucker gemessen und ein Unterzucker behandelt.
(Wen es interessiert Band 2.3) -
moira postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 6 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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