Wie schwer ist Typ-1-Diabetes?

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Wie schwer ist Typ-1-Diabetes?

“Beate, hast du eigentlich schweren Diabetes?“ Meine am wenigsten geliebte Frage. Schwer ist schließlich Definitionssache. Meine Handtasche ist schwer, weil ich mein Messgerät, Stechhilfe, Teststreifen, Ersatzkatheter, Stechhilfe, Traubenzucker und Saft mit mir herumschleppe.

Wenn mein Diabetesmanagement und die Einstellung passend sind, fällt mir mein Diabetes nicht in den Rücken. Wenn der Diabetes nicht einstellbar ist, Stress und Hormone zusätzlich nerven, die Laune sinkt – dann ist es für mich schwer, den Diabetes zu schultern. Manchmal läuft er neben mir her, manchmal ziehe ich ihn hinter mir her und manchmal muss ich ihn eben auf den Rücken setzen und tragen. Anstrengend, nervenaufreibend, lustig – bei mir ist alles dabei. Wenn, wenn, manchmal, vielleicht. Diese Frage nach der „Schwere“ des Diabetes ist für mich nicht mal kurz zu beantworten und tagesformabhängig.

Trotzdem, die Frage bleibt: Habe ich schweren Diabetes? Es ist zumindest so, dass ich mich ständig mit ihm auseinandersetzen muss. Dieses STÄNDIG ist viel mehr als nur Piksen, Stechen, Werteablesen. Seit kurzem kann man auf http://www.jdrf.org/ seinen Diabetes-Fußabdruck errechnen lassen – grob: die rechnerischen Auswirkungen des Diabetes auf das Leben.

Beim Entstehen dieses Artikels gab es dieses Tool noch nicht und ich habe andere, personalisierte, Berechnungswege genommen. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen:

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Das alles kann mal mehr, mal weniger anstrengend sein. An guten Tagen, wenn alles klappt, der Diabetes brav mit mir läuft…dann ist vieles einfacher und am Abend kann ich auch mal so aussehen:

Wie seht ihr das? Habt ihr schweren Diabetes, gibt’s das überhaupt? Was bedeutet es für euch, Leben mit Diabetes?

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  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße