Zukunft der Diabetes-Schulung: Hilfe zur Selbsthilfe

5 Minuten

Zukunft der Diabetes-Schulung: Hilfe zur Selbsthilfe | Foto: chee siong teh – stock.adobe.com
Foto: chee siong teh – stock.adobe.com
Zukunft der Diabetes-Schulung: Hilfe zur Selbsthilfe

Neue Behandlungsoptionen und Technologien erleichtern das Leben mit Diabetes – doch genügend Wissen über die chronische Erkrankung bleibt entscheidend. Hier helfen Schulungen den Betroffenen, ihre Therapie optimal umzusetzen. Doch wie sieht die Zukunft der Diabetes-Schulung aus?

Seit einiger Zeit begegnen Fernsehenden regelmäßig in der Werbung Systeme zum kontinuierlichen Glukose-Messen. Die „Abnehm-Spritze“ ist in aller Munde. Und immer wieder gibt es, besonders auch in den verschiedenen Medien der Krankenkassen, Hinweise auf Apps, die bei einer gesunden Ernährung oder beim Coaching im Alltag unterstützen sollen.

Die Realität im Jahr 2024 bedeutet technischer Fortschritt und vermehrt digitale Angebote – und ist gleichzeitig auch diese:

  • Bei etwa 500.000 Menschen in Deutschland wird jedes Jahr die Diagnose Typ-1- und Typ-2-Diabetes oder einer selteneren Form neu gestellt. Tendenz weiter steigend.
  • Insgesamt leben mittlerweile etwa 8 Millionen Menschen mit Diabetes, darunter Kinder und Jugendliche ebenso wie Erwachsene.

Dann gilt es, die entsprechende Therapie im Alltag gut umzusetzen. Im Vordergrund steht dabei, ein Leben mit dem Diabetes so zu gestalten, dass Akut- und Folgekomplikationen verhindert werden. Gleichsam soll die Lebensqualität erhalten bleiben. Wie die chronische Erkrankung erfordert auch die Therapie lebenslanges Anpassen. Das bedeutet, dass Verhaltensweisen meist immer wieder den persönlichen Gegebenheiten angepasst werden müssen.

Strukturierte Programme zur Schulung von Menschen mit Diabetes

Als große Hilfe dabei hat sich herausgestellt, dass Betroffene und auch Angehörige an strukturierten Patienten-Schulungsprogrammenteilnehmen können. Diese werden meist ambulant und in kleinen Gruppen über mehrere Treffen hinweg angeboten. Im Rahmen der Disease-Management-Programme (DMP), also Programmen zur Versorgung von Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen wie Diabetes, werden die Kosten für Schulungen von den Krankenkassen übernommen, wenn diese inhaltlich auf dem neuesten Stand und nachweislich wirksam sind.

Inhaltlich wird dabei einerseits Wissen zum Diabetes und zur Behandlung vermittelt. Andererseits werden bereits vorhandene Fertigkeiten überprüft und neue aufgebaut. Dazu gehören z. B. das Management bei Überzuckerungen (Hyperglykämien) oder auch einfach die Technik des richtigen Spritzens von Insulin oder Messens des Blutzuckers.

Dieser Text steht nur eingeloggten Community-Mitgliedern zur Verfügung.

Melde dich jetzt kostenlos an, um diesen Beitrag lesen zu können.

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Vorschau auf den Dexcom G8: Was über den nächsten CGM-Sensor des Unternehmens bekannt ist
Das Diabetes-Technologie-Unternehmen Dexcom hat gegenüber Investoren seinen nächsten Sensor für die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) vorgestellt: Der G8 soll kleiner, genauer und technologisch grundlegend neu sein. Ein Marktstart ist frühestens Ende 2027 geplant. Wir geben hier eine kleine Vorschau auf das Produkt.
Vorschau auf den Dexcom G8: Was über den nächsten CGM-Sensor des Unternehmens bekannt ist | Foto: Dexcom / MedTriX

3 Minuten

Neues Kochbuch mit rund 100 Rezepten: Blutzuckerfreundlich kochen und genießen – ohne Verzicht und Spezialzutaten
Ernährungs-Expertin Kirsten Metternich von Wolff zeigt in ihrem neuen Kochbuch „Blutzuckerfreundlich genießen – Rezepte für ein gesundes Leben“, wie eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung gelingt. Mit rund 100 Rezepten, aber ohne Verzicht oder Spezialzutaten, sondern mit gängigen Produkten aus dem Supermarkt
Neues Kochbuch mit rund 100 Rezepten: Blutzuckerfreundlich kochen und genießen – ohne Verzicht und Spezialzutaten | Foto: MedTriX / tarapatta – stock.adobe.com

4 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 9 Stunden, 19 Minuten

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

Verbände