- Behandlung
Zum 90. Geburtstag: Unsere Leser würdigen Prof. Hellmut Mehnert
3 Minuten
In der Februar-Ausgabe des Diabetes-Journals haben wir Sie, liebe Leser, gefragt, ob der eine oder andere von Ihnen von persönlichen Erlebnissen mit Prof. Dr. Hellmut Mehnert berichten kann – daraufhin erreichten uns viele wundervolle Anekdoten, von denen wir einige hier zusammengetragen haben.
Das Diabetes-Journal bekommen Sie im Kirchheim-Shop, als ePaper sowie an Kiosken auf Flughäfen und Bahnhöfen.
Ja, richtig, schon im vergangenen Diabetes-Journal veröffentlichten wir ein Interview mit Prof. Dr. med. Hellmut Mehnert und würdigten seine Art im “Blickwinkel” – anlässlich seines 90sten Geburtstages am 22. Februar. Aber besondere Menschen oder Ereignisse erlauben besondere Vorgehensweisen; Mehnert ist der große Wegbereiter der Diabetologie in Deutschland – und seit Jahrzehnten Mitstreiter des Diabetes-Journals.
Ihre persönlichen Erlebnisse mit Hellmut Mehnert
Wir fragten also im Februar-Heft recht versteckt im “Kalenderblatt”, ob denn der eine oder andere von Ihnen, liebe Leser, persönliche Erlebnisse mit Hellmut Mehnert hatte. Was sollen wir sagen: Es erreichten uns Zuschriften sowie Telefonate, die uns sprachlos machten. Lesen Sie selbst:
Petra U. schrieb:
„Im Mai 1969 war bei mir (…) Diabetes Typ I erstmalig manifest. Ich kam auf die Privatstation im Schwabinger Krankenhaus. (…) Dann lernte ich Herrn Prof. Mehnert kennen und für mich ging die Sonne auf. Ich war damals 22 Jahre alt, studierte Lebensmittelchemie in München und bangte natürlich um das Vollenden meines Studiums. Er machte mir Mut von Anfang an. (…) Damals war ich nur beihilfekrankenversichert über meinen Vater. Als wir beschlossen zu heiraten, erlosch die Beihilfe und ich stand, mit der Diagnose Diabetes, ohne Krankenversicherungsschutz da.“
„Prof. Mehnert sagte mir damals, er würde mich auch ohne Liquidation weiterhin als Privatpatientin behandeln, da in einer jungen Ehe der Kauf einer Waschmaschine nicht an fälligen Krankenkosten scheitern solle. (…) Als ich 1971 schwanger war, durfte ich ihn jeden! Sonntagabend zuhause anrufen und ihm berichten, wie es mir ging. Eigene Blutzuckerselbstkontrollen gab es damals ja noch nicht. Wir haben noch heute guten Kontakt. (…)“
Auch Emil R. lernte in Schwabing Prof. Mehnert kennen,
“der jeden Tag zur Visite kam und mich mit seinem unwahrscheinlichem Wissen über Diabetes faszinierte (…). In dieser Zeit wurde ein ca. 8 Jahre alter Junge eingeliefert und wir beide verstanden uns sofort, so dass ich mich um Julian kümmerte. Bei dem ersten intensiven Gespräch mit Herrn Mehnert durfte ich dabei sein und Herr Mehnert sagte zu ihm: ‚So – das ist der Emil und alles, was er dir sagt, machst du‘ – worauf ich sagte: ‚Sie sind doch der Zuckerpapst‘, und er entgegnete mir: ‚Nein – du bist der Zuckerpapst, kümmere dich um den Jungen!!‘ Ich habe danach ein freundschaftliches Verhältnis zu Julian (Riehl?) aufgebaut und wir haben oft über (unseren Papa) Herrn Mehnert gesprochen.‘ (…)”
Christine K. schrieb:
“Ich (…) war seit 1975 Patientin bei Prof. Mehnert, habe 1979 in der Klinik bei Prof. Mehnert eine gesunde Tochter zur Welt gebracht. Ich habe seit 43 Jahren einen Typ 1 Diabetes ohne Folgeschäden. Herrn Prof. Mehnert schätze ich sehr und möchte ihm zu seinem Geburtstag aufs herzlichste gratulieren.”
Peter S. rief mich an, er wurde im Februar 70 … und taucht, fotografiert noch immer unter Wasser – oder testet Sensoren im Meerwasser. Er sagte:
“Prof. Mehnert hat mir das Leben gerettet, als ich vor 40 Jahren mit 1 000 Zucker und zusammengebrochen in Schwabing eingeliefert wurde!” Das Beste sei das Mehnertsche Prinzip gewesen, bei dem schon damals “der ganze Schmarren in kleinen Gruppen und mit dem gesamten Team, sogar mit Nachtschwester” gelehrt worden war. “Ich erinnere mich noch an seinen leicht grünen Mercedes – manchmal durfte ich seinen Parkplatz direkt vor der Klinik benutzen!”
Aus meinem Blickwinkel gibt es diesen Momentaufnahmen nichts hinzuzufügen, Hellmut Mehnert!
von Günter Nuber
Chefredakteur des Diabetes-Journal
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (3) Seite 41
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 2 Wochen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 2 Wochen, 3 Tagen
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 2 Wochen, 3 Tagen
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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crismo antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
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Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”
Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….