AHA! – Fit bleiben trotz Corona

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AHA! – Fit bleiben trotz Corona

Gymnastikmatte zu Hause nutzen, Umgraben im Garten, Treppensteigen in der Stadt oder Müllaufsammeln beim Spazieren­gehen: Es gibt die unterschiedlichsten Bewegungsformen, die uns in Pandemie-Zeiten wegholen können von der sitzenden Position. Es gibt sehr gute Gründe dafür – und von uns nun praktikable und ideenreiche Tipps.

Wer hätte Anfang 2020 gedacht, dass wir Masken nicht nur an Karneval/Fasching tragen, die Kinder zu Hause unterrichtet werden und die Geschäfte für mehrere Wochen schließen müssen? Home­office ist plötzlich keine exotische Alternative, die nur stundenweise in wenigen Berufszweigen möglich ist, sondern für viele Menschen Alltag geworden.

Die AHA-Regeln (Abstand halten, Hygiene-Regeln/Händewaschen, Husten- und Nies-Etikette und das Tragen von (Alltags-)Masken) begleiten uns seit vielen Monaten und werden uns, trotz der voranschreitenden Impfung, weiter begleiten. Kontaktbeschränkung, wirtschaftliche Unsicherheit und die Angst vor der Infektion belasten uns zusätzlich.

Stefan, 57 Jahre, berichtet, dass er im Moment kaum noch zum Sport kommt. Bisher ging er zweimal pro Woche ins Fitness-Studio, jetzt ist er von morgens bis abends im Homeoffice, manchmal kommt er gar nicht vor die Tür. Das merkt er auch an seinem HbA1c-Wert und dem Körpergewicht.

In der Pandemie hat sich unsere Bewegungszeit um 30 Prozent reduziert

Fitness-Studios, Sportplätze, Schwimmbäder, alles immer wieder geschlossen, Sportkurse, auch Rehasport, fallen aus – oder man überlegt sich, ob die Teilnahme nicht mit einem unverhältnismäßig hohen Infektionsrisiko einhergeht. All das führt zu einer weniger gesunden Lebensweise. Erste Studien haben gezeigt, dass es im Rahmen der Pandemie zu einer etwa 30-prozentigen Reduktion der Bewegungszeit gekommen ist und stattdessen die Zeit, die wir im Sitzen verbringen, um ein Drittel zugenommen hat.

Dr. Meinolf Behrens hat im ersten Artikel des Schwerpunkts anschaulich erläutert, warum gerade jetzt Bewegung umso wichtiger ist. Ein gestärktes Immunsystem, eine gute Blutzuckerkontrolle, Stressabbau und Gewichtsabnahme: Das sind alles Faktoren, die den Verlauf einer SARS-CoV-2-Infektion günstig beeinflussen können … und alles unterstützbar durch Bewegung.

Wie kann man fit bleiben, obwohl Sporteinrichtungen geschlossen sind?

Fitnesstraining zu Hause. Das geht doch nur mit Spezialgeräten? Zum Glück stimmt das nicht, die Lösung heißt Training mit dem eigenen Körpergewicht. Hierbei braucht man nur wenig Platz und fast keine Geräte, für einige Übungen sind eine Gymnastikmatte oder ein Teppich von Vorteil.

Auf der Internetseite aelter-werden-in-balance.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt es Übungsvideos, Gymnastikprogramme und Motivationshilfen für mehr Bewegung im Alltag, die sich nicht nur für ältere Menschen eignen. Etwas anspruchsvollere Übungen wie Burpees oder Trizeps-Dips kann man auf der Internetseite von Fit for Fun finden (siehe folgenden Kasten).

Hilfreiche Internetseiten

Fitness-Übungen für zu Hause:

Podcast „Doc2Go“

Podcast „Morphium & Ingwer“

Oder wie wäre es mit einem Fitness-Studio im eigenen Garten? Gerade jetzt, wo das Wetter besser wird, kann ein Garten eine ideale Alternative zum muffigen Fitness-Studio bieten. Natürlich hilft schon anstrengende Gartenarbeit, den eigenen Bewegungsumfang zu steigern, aber auch klassische Sportübungen bieten sich an (siehe folgenden Kasten).

Fitness-Parcours im Garten

Sie brauchen ein Springseil, eine Bank oder eine niedrige Gartenmauer und ein Gartengerät mit langem Stiel. Los geht es mit 5 Minuten Seilspringen zum Aufwärmen.

Unterarmstütz: Stützen Sie sich auf den Unterarmen ab, die Ellenbogen sind genau unter den Schultern, Bauch anspannen, Hüfte anheben, bis nur noch Unterarme und Zehen den Boden berühren. Der Körper bildet eine gerade Linie. 30 Sekunden halten, kurze Pause, dann das Ganze noch mal.

Kniebeugen: Die Füße stehen hüftbreit auseinander, so tief wie möglich in die Hocke gehen, die Knie dürfen nicht über die Fußspitzen ragen. 5-mal, Pause und noch mal.

Seitbeugen mit (Besen-)Stiel: Nehmen Sie ein Gerät mit langem Stiel auf die Schultern hinter den Nacken und greifen Sie weit ausein­ander. Jetzt hüftbreit hinstellen, Knie locker anwinkeln und langsam seitlich zu einer Seite beugen und wieder zurück. Das trainiert die seitlichen Bauchmuskeln. Jede Seite mindestens 5-mal, kurze Pause, wiederholen.

Liegestütze im Knien: Gehen Sie in den Kniestütz mit geraden Armen, jetzt den Oberkörper absenken, bis die Nase fast den Boden berührt. Hochdrücken, 5-mal wiederholen, Pause und noch mal.

Trizeps-Dips: Auf die Kante der Gartenbank setzen, Hände abstützen, die Beine sind angewinkelt. Jetzt den Po langsam bis unterhalb der Sitzfläche absenken, Arme dabei anspannen, wieder hochdrücken. 5-mal, Pause, wiederholen.

Und zum Schluss noch 15 Minuten Federball spielen oder den Rasen mähen.

Tricks für ohne Garten

Wer keinen Garten hat oder einfach mal vor die Haus- oder Gartentür möchte, kann seinen Spaziergang mit ein paar Tricks zum Ganzkörpertraining umgestalten:
Treppensteigen: trainiert Ausdauer und Beinmuskulatur. Nehmen Sie jede Treppe auf dem Weg mit und laufen Sie sie hoch – und wieder runter. Wem es zu einfach wird, nimmt nur jede zweite Stufe.
Parkbänke oder Mauern: eignen sich für Liegestütze oder Trizeps-Dips.

Plogging – das bedeutet Müllsammeln beim Spazierengehen oder Laufen. Bewaffnet mit Einmalhandschuhen und einer Mülltüte beugt man sich nach jedem Papier. Das ist ein großartiges Muskeltraining für die Beine und gut für die Umwelt. Wenn viel herumliegt, ist es ganz besonders anstrengend, aber lohnt sich umso mehr.

Podcasts: Zur Abwechslung mal einen Spaziergang mit einem Diabetologen/einer Diabetologin und einem/einer anderen Betroffenen machen? Mit Doc2Go geht das: In der Podcast-Reihe von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe gehen jeweils ein/e Betroffene/r und ein/e Diabetesspezialist/in zusammen spazieren und tauschen sich über Diabetes und vieles andere aus.

Man kann ihnen bei den informativen und oft sehr persönlichen Unterhaltungen lauschen und mitgehen. Wem die bisherigen 10 Folgen nicht ausreichen, dem bieten sich auch andere interessante Gesundheits-Podcasts an, z. B. Morphium & Ingwer von der AOK in Zusammenarbeit mit den Radiomoderatoren Olli Briesch und Michael Imhof. Hier gibt es alle 2 Wochen einen neuen, kurzweiligen Podcast zu Gesundheitsthemen wie Schlaf, gesunder Ernährung, Rücken und Diabetes.

Kurze Bewegungseinheiten im Alltag einbauen: so klappt’s

Langes Sitzen ist besonders ungünstig für die Gesundheit. Bauen sie regelmäßige Bewegungs-Booster in die Arbeitszeit ein, also kurze Bewegungseinheiten, die das Sitzen unterbrechen. Das können ein Gang in den Keller sein (Waschmaschine einräumen), ein kurzes Abtanzen zum Lieblingslied oder einfach 10 Kniebeugen. Wenn man jetzt noch beim Telefonieren durch die Wohnung geht, macht man nicht nur etwas Gutes für die Gesundheit, sondern verbessert auch die Kreativität.

Stefan hat sich für das Fitnesstraining zu Hause entschieden. Er hat sich Trainingsübungen mit dem eigenen Körpergewicht zusammengestellt. Da er noch Platz im Arbeitszimmer hat, steht da jetzt sein Heimtrainer, und beim Telefonieren versucht er, kurze Bewegungs-Booster einzuschieben.

Wenn hoffentlich bald wieder mehr Normalität eingekehrt ist, kann man das Fitness-Studio zu Hause, den Bewegungs-Booster und die interessanten Podcasts weiterhin nutzen. Gute Gründe für mehr Bewegung gibt es immer.

Schwerpunkt: „Bewegung in Corona-Zeiten“

von Dr. med. Ulrike Becker

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (4) Seite 24-26

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  • moira postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

    • Hi Thomas 🙂
      Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
      Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.

      Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!

    • @crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.

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