Das Fitness-ABC für Menschen mit Diabetes vom Olympiasieger

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© Roche Diabetes Care
Das Fitness-ABC für Menschen mit Diabetes vom Olympiasieger

Bei den Olympischen Spielen 2008 schrieb Matthias Steiner deutsche Sportgeschichte und holte beim Gewichtheben die Goldmedaille. Nach dem Ende seiner Profisport-Karriere nahm der Typ-1-Diabetiker unglaubliche 45 kg ab. Hier verrät der heutige Ernährungs- und Fitnesscoach, auf welche sieben Punkte es beim Sport mit Diabetes ankommt.

Sport und regelmäßige Bewegung sind für Menschen mit Diabetes besonders wichtig. Denn wer sportlich aktiv ist, benötigt weniger Insulin und erreicht leichter sein Wunschgewicht. Außerdem trägt Sport zum Wohlbefinden bei und beugt möglichen Folgeerkrankungen wie die des Herz-Kreislauf-Systems vor.

Einer der es wissen muss, ist Olympiasieger und Weltmeister Matthias Steiner. Er hat es als Typ-1-Diabetiker nicht nur geschafft, eine beeindruckende Karriere im Gewichtheben hinzulegen, sondern nach seiner Zeit als Profisportler stolze 45 Kilogramm abzunehmen. Heute ist er als Ernährungs- und Fitnesscoach unterwegs, schreibt Bestseller über das Abnehmen und motiviert andere zu einer gesunden Lebensweise. Für ein sicheres Gefühl im Alltag und beim Sport nutzt er das
Eversense XL CGM
-System.

Ganz egal, ob noch Sportmuffel oder schon Sportskanone – Matthias Steiner gibt sieben Tipps, worauf es beim Sport mit Diabetes ankommt und wie man motiviert bleibt:


1. Mit dem Arzt sprechen

Bevor man loslegt, sollte man unbedingt vorher mit dem Arzt sprechen. Er kann anhand der Krankheitsgeschichte und dem Therapieverlauf abschätzen, wie groß die Belastung sein darf. Dies gilt besonders auch im Hinblick auf mögliche Vorerkrankungen wie zum Beispiel der Venen oder der Netzhaut. Darüber hinaus kann ein Belastungs-EKG sinnvoll sein.


2. Ziele setzen

Zu Beginn ist es wichtig, sich ein realistisches Ziel zu setzen, das man auch tatsächlich erreichen kann. Das kann die Teilnahme an einem Stadtlauf sein oder auch ein schönes Bild von sich am Kühlschrank, wie man gerne wieder aussehen möchte. Entscheidend ist dabei, dass einem dieses Ziel wirklich etwas bedeutet, damit man es nicht aus den Augen verliert.

Wenn das Langzeitziel feststeht, sollte man sich diesem mithilfe kleiner Teilziele Schritt für Schritt nähern. Ergänzend dazu kann man sich einen eigenen Motivationsspruch überlegen und aufhängen – ein Hilfsmittel, das auch viele Profisportler nutzen.


3. Zu Beginn nicht übertreiben

Auch wenn die Motivation riesengroß ist: Wer mit dem Training startet, sollte dies langsam tun und dann die Intensität und Häufigkeit schrittweise steigern. Dies gilt besonders nach einer längeren Sportpause. So vermeidet man, dass man sich selbst überfordert und entmutigt wird – ganz abgesehen von möglichen negativen Folgen für den Körper.


4. Bewegung in den Alltag integrieren

Egal ob Laufen, Radfahren, Schwimmen, Fitnessstudio oder doch ein Ballsport – es ist entscheidend Sportarten zu finden, die Spaß machen und sich gut in den Alltag integrieren lassen. Ideal ist dabei immer eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining.

Darüber hinaus kann man auch den Weg zur Arbeit sportlich gestalten, in dem man das Auto stehen lässt und mit dem Fahrrad fährt. Oder man lässt den Aufzug links liegen und nimmt die Treppe. Generell gilt: Lieber mehrere kleine Sporteinheiten – dreimal pro Woche ist ideal – anstatt einer langen Einheit am Wochenende.


5. Muskeln aufbauen

Warum Krafttraining für Menschen mit Diabetes so wichtig ist? Weil man so Muskeln aufbaut, die viel Energie benötigen und dafür ständig Kalorien verbrennen – sogar, wenn man nicht trainiert. Das lässt nicht nur Pfunde purzeln, sondern hat auch einen positiven Einfluss auf die Blutzuckerwerte.

Der sogenannte Muskelauffülleffekt nach dem Sport sorgt dafür, dass sich der Körper Glukose aus dem Blut zieht, die Werte sinken und man deshalb weniger Insulin von außen zuführen muss. Wer regelmäßig seine Muskeln trainiert oder auch sonst sportlich aktiv ist, verbessert dazu die Insulinresistenz. Das bedeutet, dass der Körper mit der gleichen Menge Insulin wieder mehr Zucker in die Zellen schleusen und verbrennen kann, was sich positiv auf die Werte auswirkt.


6. Die Werte im Blick behalten

Damit es während des Trainings nicht zur Unterzuckerung kommt, ist es wichtig, vorher die Werte zu messen und den Körper mit Kohlenhydraten zu versorgen. Wichtig für Insulinpumpenträger: Die Basalrate sollte je nach geplantem Umfang und Intensität des Trainings gesenkt werden. Ideal ist im Normalfall ein leicht erhöhter Blutzuckerspiegel vor dem Training – unter keinen Umständen darf er sich an der unteren Grenze befinden. Bei längeren Sporteinheiten empfiehlt sich die Kombination aus schnellen (z.B. Traubenzucker) und langsamen (z.B. Müsliriegel) Kohlenhydraten.

Falls während der Belastung Zittern oder Herzrasen auftreten, sofort eine Pause einlegen und mit Traubenzucker gegensteuern. Nach dem Sport sollte man aufgrund des Muskelauffülleffekts ebenfalls unbedingt seine Werte messen und die Insulindosis entsprechend anpassen. Gut zu wissen: Mit dem Eversense XL CGM-System können Nutzer ihre Glukosewerte ganz einfach per Smartphone oder Apple Watch im Blick behalten – vor, während und nach dem Training. Ist das Smartphone nicht in der Nähe, sorgen Vibrationsalarme direkt am Arm trotzdem für ein sicheres Gefühl.


7. Am Ball bleiben

Die Motivation dauerhaft hoch zu halten, ist die größte Herausforderung, um die persönlichen Ziele zu erreichen. Das gilt übrigens für Spitzenathleten genauso wie für Hobbysportler. Hierfür gibt es neben der richtigen Zielsetzung viele kleine Tricks, um den inneren Schweinehund zu überlisten. Dazu zählen digitale Helfer wie Fitness-Tracker und -Apps, die den Trainingsfortschritt dokumentieren und dadurch motivieren.

Was auch oft funktioniert: Die eigenen Fortschritte auf Fotos festhalten oder sich mit Freunden treffen, um gemeinsam zu trainieren. Darüber hinaus ist es wichtig, sich von Zeit zu Zeit für seine Leistung zu belohnen und sich etwas Gutes zu tun – ein Wellnesstag oder ein neues Laufshirt können manchmal kleine Motivations-Wunder bewirken.


„Aufstehen, Mund abwischen, weitermachen!“ Mit diesem Spruch motiviert sich Matthias Steiner in allen Lebenslagen – und auch beim Sport. Vielleicht ein gutes Motto für den eigenen Weg zum fitten Wohlfühl-Ich? Jetzt gilt es: auf vom Sofa und loslegen! Wer die sieben Tipps von Matthias Steiner beherzigt, bringt Bewegung in seinen Alltag und tut sich und seiner Gesundheit viel Gutes.


Quelle: Roche Diabetes Care

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Community-Feed
  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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