Der Gewinner heißt Diabetes

2 Minuten

Der Gewinner heißt Diabetes

FC Bundestag schlägt FC Diabetologie mit 4 : 0 – Beim Benefiz-Fußballspiel des FC Bundestag gegen den FC Diabetologie am 5. Mai in Berlin gingen die Parlamentarier mit einem 4:0 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark als klarer Sieger gegen das Team aus Diabetologen, Diabetesberatern und Betroffenen vom Platz. Mit dem Spiel wollten die Politiker und die gemeinnützigen Organisationen diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Verband der Diabetesberatungs-und Schulungsberufe (VDBD) und Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) gemeinsam mediale Aufmerksamkeit auf die chronische Krankheit Diabetes lenken.

Diabetes braucht Öffentlichkeit – Prominente stellten sich in den Dienst der guten Sache

6 Mio. Menschen sind in Deutschland betroffen, die Folgeerkrankungen mit Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Amputation und Erblindung bedrohlich. So entstehen 48 Mrd. Euro Gesundheitskosten pro Jahr. Die unterschätzte chronische Krankheit Diabetes braucht außergewöhnliche Öffentlichkeit, um in der Politik als gesamtgesellschaftliche Bedrohung wahrgenommen zu werden. Prominente wie Star-Trainer Christoph Daum, ARD-Experte Gerhard Delling, Kommentator-Legende Werner Hansch und TV-Köchin Sarah Wiener stellten sich in den Dienst der guten Sache. Nebenbei kamen 1 000 Euro an Einnahmen für Ferienfreizeiten für Kinder mit Typ 1 Diabetes zusammen.

Christoph Daum: “Bedrohung ernst nehmen!”

In seinem Einführungsvortrag zur “3. Halbzeit” appellierte Christoph Daum, der im Vorfeld nur zweimal den FC Diabetologie trainieren konnte, an die Politik, die Bedrohung der Krankheit ernst zu nehmen, viel früher in die Primärprävention zu investieren und die integrierte Versorgung und die Früherkennung zu verbessern. Mit Augenzwinkern kommentierte er die Qualität des Fußballspiels, bei dem er zunächst gedacht hätte, es würde in “Zeitlupe” abgespielt werden. Dabei seien in dem fairen Spiel nicht nur sehenswerte Spielzüge zu sehen gewesen, sondern außergewöhnliche Torwartparaden und blitzschnelle Konter. Auf seine Mannschaft des FC Diabetologie, die erst zweimal zusammen trainiert hatte, war er trotzdem stolz und lobte die Leistungen jedes Spielers.

“Wir vom FC Bundestag spielen regelmäßig in den Sitzungswochen, da waren wir wohl etwas im Vorteil.”, bemerkte der Kapitän des FC Bundestags, Marcus Weinberg, MdB (CDU).

Blutzuckermessungen am Spielfeldrand

“Wir haben dem FC Bundestag ein Rückspiel angeboten, was sie sofort angenommen haben. Das ist eine Ehre für uns, denn häufig passiert das nicht”, freute sich Prof. Dr. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Torwart und Kapitän des FC Diabetologie. Die Mannschaft lief in Trikots mit dem Slogan “Diabetes STOPPEN – jetzt!” auf. Am Rande der Veranstaltungen ließen sich Politiker, Prominente und Zuschauer den Blutzucker messen.

“3. Halbszeit”: Lob für das Präventionsgesetz

In der “3. Halbzeit” äußerten sich in einer gesundheitspolitischen Podiumsdiskussion die Bundestagsabgeordneten Helga Kühn-Mengel (SPD), Dietrich Monstadt (CDU) und Kordula Schulz-Asche (Die Grünen) erfreut, gerade das Präventionsgesetz auf den Weg gebracht zu haben, in dem die Vermeidung, frühe Erkennung und frühe Behandlung des Diabetes Typ 2 als nationales Gesundheitsziel verankert ist. Dietrich Monstadt betonte, dass darüber hinaus eine Nationale Diabetesstrategie folgen müsse, um den Tsunami der Diabetesbetroffenen aufzuhalten und bekam hierfür Unterstützung von der Grünen-Politikerin Schulz-Asche. In anschließenden Einzelgesprächen zwischen Ärzten und Politikern und dem stellv. Vorsitzenden der Techniker Krankenkasse Thomas Ballast wurde die Ausgestaltung einer Nationalen Diabetesstrategie und eines Diabetes-Registers weiter diskutiert.

Quelle: Pressemitteilung diabetesDE Deutsche Diabetes Hilfe

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Diabetes-Anker-Podcast: Psychische Last durch Hyper- und Hypoglykämien und Umgang mit Glukoseschwankungen – mit Prof. Kulzer
Glukoseschwankungen sind nicht nur eine körperliche Herausforderung, sie sind auch eine psychische Last. In dieser Podcast-Folge erläutert Professor Bernhard Kulzer, Psychologe und langjähriger Diabetes-Forscher, die mentale Seite von Hyper- und Hypoglykämien – also von Über- und Unterzuckerungen – und beschreibt konkrete Lösungsansätze.
Diabetes-Anker-Podcast: Psychische Last durch Hyper- und Hypoglykämien und Umgang mit Glukoseschwankungen – mit Prof. Kulzer | Foto: diateam / MedTriX

2 Minuten

Gut vorbereitet unterwegs: So gelingt die Reise mit Diabetes
Die Vorfreude auf den nächsten Urlaub beginnt oft lange vor der Abreise. Neben Koffer, Reisedokumenten und Unterkunft sollten Menschen mit Diabetes auch ihre medizinische Versorgung rechtzeitig planen – für mehr Sicherheit und Entspannung unterwegs.
Diabetes-Reise-Checkliste von tkpharma

3 Minuten

Anzeige
Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 1 Monat

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

Verbände