- Aus der Community
Doping mit Insulin?
3 Minuten
Da die Vorschriften der Sportorganisationen immer strenger und die analytischen Methoden immer genauer werden, sind die Sportler immer auf der Suche nach neuen Mitteln. Für uns als Diabetiker unvorstellbar, verwenden manche Sportler auch Insulin zur Förderung des Muskelzuwachses.
Doch was bewirkt Insulin konkret im Körper? Und ist der Missbrauch überhaupt nachweisbar, da ja jeder Nicht-Diabetiker auch selbst Insulin produziert? Ich habe mich ein bisschen schlaugemacht und werde die wichtigsten Fakten zusammenfassen.

Der Schein trügt
Durch Insulin wird die Wirkung von Wachstumshormon und Anabolika wie Testosteron unterstützt. Aber Insulin ist nicht nur bei Bodybuildern beliebt, sondern auch bei Läufern zur Förderung der Ausdauer. Die Blutzuckeraufnahme kann um das Zwölffache gesteigert werden! Was auf den ersten Blick verlockend erscheint, zeigt bei genauerem Betrachten deutliche Risiken für den Körper auf, wie zum Beispiel starke Unterzuckerungen und Störungen im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel.
Denn: Insulin macht nicht nur „dicke Arme“, sondern auch das Zellwachstum anderer Organe ist betroffen. Fakt ist: Unser Körper lässt sich nicht so einfach hinters Licht führen. Um den Traumkörper zu erhalten, bedarf es mehr als nur ein paar Spritzen am Tag. Die Schwierigkeit besteht darin, die angebliche „Zaubermixtur“ aus Insulin und Glukose im richtigen Verhältnis zu dosieren, um den gewünschten Effekt zu erhalten, ohne jedoch eine ernst zu nehmende Unterzuckerung zu riskieren, die im schlimmsten Fall vom Koma bis hin zu Hirnschäden oder gar dem Tod führen kann.

Wie ist es möglich, ohne Diabetes an den begehrten Stoff zu gelangen?? Meistens „leihen“ sich die Sportler das Insulin von Diabetikern aus der Verwandtschaft oder dem Freundeskreis.
Für Leute wie uns, die tatsächlich von Insulinzufuhr abhängig sind, ist es natürlich kein wettbewerbsverfälschender Vorteil, sondern eine Notwendigkeit!
Lügen haben kurze Beine…
Da die Wirkzeit von Insulin meistens nur wenige Stunden anhält, ist diese Art des Dopings nur schwer nachweisbar. Noch immer wird bei Kontrollen im Leistungssport (Profisport) auf den Nachweis von Insulin im Blut verzichtet, obwohl bereits ein fünfjähriges Insulinverbot besteht. Trotz der Tatsache, dass nicht pauschal nach Insulin im Blut gefahndet wird, ist es gut möglich, dass eine plötzliche und massive Leistungssteigerung der Sportler auffällt und dann doch mal genauer hingeschaut wird.
Nimmt ein Diabetiker an Wettbewerben im Leistungssport teil, muss er dies auf jeden Fall vorab bekannt geben.
Sollten Diabetiker bei den Paralympics teilnehmen?
Zu Olympia gehören natürlich auch die Paralympics. Eine Frage, die sich mir schon öfters gestellt hat, erscheint hier nun passend: Sollten Diabetiker bei den Paralympics teilnehmen? Denn es gibt Typ-1-Diabetiker mit einem Behinderungsgrad von 50. Um Höchstleistungen im Sport erbringen zu können, ist ein guter Blutzucker im Normalbereich notwendig. Eine Überzuckerung vor dem Sport schränkt das Leistungsvermögen ebenso ein wie ein zu niedriger Blutzucker. Konzentrationsschwächen können somit leicht entstehen, die im Profibereich nicht verziehen werden. Meiner Meinung nach ist das ein einschränkender Nachteil gegenüber Nicht-Diabetikern, der auf jeden Fall berücksichtigt werden sollte. Daher finde ich dieses Thema durchaus diskussionswürdig und würde mich über eure Meinungen freuen 🙂
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Behandlung
- Bewegung
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 18 Stunden, 39 Minuten
Am Montag findet unser nächstes Community-Meetup statt. Kommt gerne vorbei 🙂
https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-mai-2026/Wer ist dabei?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Mai – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 11. Mai! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
-
-
hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?-
ole-t1 antwortete vor 1 Woche, 4 Tagen
Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
-
ole-t1 antwortete vor 1 Woche, 4 Tagen
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
-
schorschlinger antwortete vor 1 Woche, 4 Tagen
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
-
hexle antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
-
hexle antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….
-

