Gut geschützt bei Sonne in den Bergen

2 Minuten

Gut geschützt bei Sonne in den Bergen

Sommer, Hügel, Sonnenschein – ob am See oder in bergigen Landschaften ist nicht nur die Reiseplanung wichtig: auch passendes Equipment, um ohne Blessuren die schönsten Tage des Jahres zu genießen.

Deutschland ist in Fußballweltmeisterschafts- und Urlaubsstimmung. Laut Angaben der Reiseanalyse 2018 (Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen/FUR) wissen 70 Prozent der Bevölkerung schon im Januar, dass sie im Laufe der kommenden 12 Monate mindestens 5 Tage verreisen werden. Nach wie vor ist Deutschland mit 28 Prozent das beliebteste Reiseland der Bundesbürger. Hier zieht es die Menschen besonders gern nach Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. Soll es doch ins Ausland gehen, ist Spanien aktuell die Nummer eins, gefolgt von Italien, der Türkei und Österreich.

Was Aktivitäten betrifft, stehen Schwimmen und Wandern ganz oben auf der Liste. Damit die Haut in den Bergen und am See optimal vor UV-Strahlung geschützt wird, ist Sonnenschutz unbedingt nötig. Um die oft empfindliche Haut bei Diabetes nicht unnötig zu reizen, sollten Sie sich dazu in der Apotheke beraten lassen. Hersteller wie Bioderma, Eucerin, Medipharma Cosmetics oder La Roche Posay haben parfümfreie Produkte ohne künstliche Farb- und Duftstoffe mit hohem Lichtschutzfaktor von 50 im Angebot.

Das gehört ins Wandergepäck

Neben einer gut sitzenden Kopfbedeckung, Sonnenbrille und atmungsaktiver Kleidung sind passende Socken und Wanderschuhe wichtig. Am besten ist es, die Schuhe zu Hause intensiv einzulaufen, damit sie auf der Wandertour nicht scheuern oder drücken und so zu Blasen oder Druckstellen führen. Damit Leder weicher wird, gibt es in Schuhgeschäften entsprechendes Leder-Dehn-Spray – eine lohnende Sache.

Keine Chance für Blasen

Besonders beim Wandern ist es wichtig, dass die Füße gut mitmachen. Deshalb gehören neben Sonnenschutz verschiedene Pflaster dazu. Diese gibt es in der Urlaubszeit zum Beispiel in Drogeriemärkten und Apotheken als praktische Reisebox. Um erst gar keine Blase entstehen zu lassen, bieten Apotheken, Drogerien und der Sportfachhandel Anti-Blasen-Sticks oder Gele auf Silikonbasis an, die vorab und während des Wanderns auf besonders empfindliche Stellen aufgetragen werden.

Kleine Verletzungen der Haut können auf jeder Reise passieren. Hier eignen sich Wundheilgel, -spray oder -creme: zum Beispiel Tyrosur Gel, Hansaplast Wundspray oder Bepanthen Salbe zur schnelleren und besseren Wundheilung. Ein Mittel zum Schutz vor Insektenstichen ist in den Bergen wichtig, ebenso etwas zur Juckreizlinderung, wenn ein lästiges Insekt zugeschlagen hat. Wer mit Allergien zu tun hat (Gräser, Pollen etc.), sollte ein passendes Präparat einpacken.

Auch wenn es nur eine kurze Tour sein soll: Traubenzucker, das Blutzuckermessgerät, etwas zum Essen (Banane, Müsliriegel) und etwas zum Trinken sollte immer dabei sein. Auf dass der Urlaub in den Bergen nur schöne Erlebnisse für schöne Erinnerungen bereithält.


von Kirsten Metternich von Wolff
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (6) Seite 47

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Rezept für Gratinierte Sommer-Früchte
Sommer auf dem Grill: Aprikosen und Nektarinen werden mit Zitronensaft und Rosmarin aromatisiert, mit Camembert überbacken und in nur 20 Minuten servierfertig. Mit Nährwerten pro Portion eignet sich das Dessert auch für die diabetesbewusste Küche.
Rezept für Gratinierte Sommer-Früchte | Foto: MedTriX / Bernhard und Gabi Kölsch

2 Minuten

Kinderbuch-Autorin Samira Firoziboyaghchi: Diabetes stärkte sie auf ihrem Lebensweg
Samira Firoziboyaghchi wuchs im Iran auf und bekam als junge Frau Typ-1-Diabetes. Inzwischen lebt sie in Deutschland. Ihr Diabetes stärkte sie auf ihrem Lebensweg. Auch deshalb hat sie das Kinderbuch „Mira und der blaue Drache“ geschrieben, dass Kindern mit Diabetes Mut machen und Stärke geben soll.
Kinderbuch-Autorin Samira Firoziboyaghchi: Diabetes stärkte sie auf ihrem Lebensweg | Foto: privat

8 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

Verbände