Herz und Kreislauf in Bewegung

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Herz und Kreislauf in Bewegung

Lang, lang ist es her, dass ich die Post zu Fuß oder mit dem Fahrrad ausgetragen habe", schmunzelt Alfons Varel. Der 67-jährige pensionierte Postbeamte ist seit 9 Jahren an einem Typ-2-Diabetes erkrankt. Zuletzt arbeitete er als Postbeamter im Innendienst; da fehlte es natürlich schon an Bewegung.

Vor 4 Jahren entdeckte er das Training im Gesundheitsstudio für sich. Dreimal pro Woche führt er neben dem Krafttraining ein Herz-Kreislauf-Training durch. Unter Herz-Kreislauf-Training oder Cardio-Fitness-Training versteht man im weitesten Sinn den gesamten Bereich des Ausdauertrainings.

Alfons Varel kann regelmäßig an seinen gebesserten Blutzuckerwerten ablesen, dass das Ausdauertraining nicht nur Herz und Kreislauf stärkt, sondern auch zu vielfältigen Stoffwechselverbesserungen führt – vor allem zu einer Verringerung der Insulinresistenz.

Laufband, Crosstrainer oder Fahrradergometer

Herz-Kreislauf- und Stoffwechseltraining kann auf dem Laufband, mit dem Crosstrainer oder dem Fahrradergometer erfolgen. "Alle Geräte haben Vor- und Nachteile – für Diabetiker mit einer Nervenschädigung ist zum Beispiel das Laufband nicht unbedingt geeignet", so die Diabetesübungsleiterin Anja Övermöhle. "Gerade unsere übergewichtigen Sportler nutzen bevorzugt Trainings-Liegeräder, da der Rücken durch die ergonomische Sitzschale oftmals besser entlastet wird."

Alfons Varel bevorzugt das Ausdauertraining mit dem Crosstrainer. Anders als auf dem Fahrradergometer werden beim Training mit dem Crosstrainer nicht nur die Beinmuskeln bewegt, sondern auch die Oberkörper- und Armmuskulatur: Das Training wird ganzheitlicher.

Bewegungsmuster und -ablauf ähneln dem Nordic Walking. Crosstrainer ermöglichen ein sehr effizientes und zudem gelenkschonendes Ausdauertraining. Koordinativ ist das Training auf dem Crosstrainer anspruchsvoller als mit dem Fahrradergometer, so dass gerade ältere Sportler oftmals das Training zunächst auf dem Fahrradergometer bevorzugen.

Trainingssteuerung via Borg-Skala und Karvonen-Formel

Das Training muss angemessen dosiert werden, damit Ausdauertraining nicht "nur" Freude bereitet, sondern sich auch die gewünschten positiven Effekte auf Herz-Kreislauf-System und Stoffwechsel einstellen. Die Trainingssteuerung beim Ausdauertraining erfolgt mittels Bestimmung des subjektiven Anstrengungsempfindens anhand der Borg-Skala

Hierzu ist es sinnvoll, die gewünschte Trainings-Herzfrequenz für ein gezieltes Gesundheitstraining im Vorfeld unter Zuhilfenahme der Karvonen-Formel

Abgesehen von einem erhöhten Blutdruck hat Alfons Varel bisher noch keine Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dank seines regelmäßigen Cardio-Fitness-Trainings soll das auch noch lange so bleiben.


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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 1 Tag

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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