Hoch, höher, am höchsten…

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Hoch, höher, am höchsten…

Es sollte eigentlich ein Traumtag werden – traumhaftes Wetter, traumhafter Blutzucker von 108 mg/dl (6,0 mmol/l) am Morgen, traumhaft gelaunte Tochter! Also habe ich meine Wandersachen mit Windeln, Kräckern und Wasser gepackt und meine Tochter Emilia kam hinein in die Kraxe. Unser Ziel Rauschbrunnen – das ist ein familienfreundlicher Alpengasthof auf 1080 m Höhe mit wunderschöner Aussicht auf Innsbruck, zum Patscherkofel, ins Wipptal und zu den Stubaiern und natürlich einem tollen Spielplatz für meinen Schatz.

Mit guten Werten in den Tag

Zum Frühstück habe ich nur schnell einen Kaffee getrunken und bin dann zum Bus marschiert. Mit meinem guten Blutzucker beim Aufstehen hatte ich ein gutes Gefühl für die Wanderung. Im Bus habe ich als Vorbereitung auf meine Tour meine Basalrate für eine Stunde auf 10 % reduziert. Der Aufstieg vom Berchtoldshof dauert erfahrungsgemäß mit Kraxe 1,5 Stunden. Dazu muss man natürlich noch den Kraftaufwand durch das Gewicht der Kraxe mit Emilia und sämtlichem Zubehör rechnen – es beträgt immerhin an die 13 bis 15 kg. Die erste halbe Stunde Aufstieg bis zu unserer Rast, dem Kobaldbrunnen, verlief ohne Probleme. Emilia konnte dort etwas laufen und wir beide am Brunnen Wasser trinken. Das ist wichtig, denn ich schwitze beim Wandern immer sehr viel.

Leider habe ich in dieser Pause meinen Blutzucker nicht getestet. Ein Fehler, wie sich später herausstellte! Weiter ging es dann bis zum Rauschbrunnen. Ich hatte ein extrem gutes Gefühl beim Gehen – das heißt, ich hatte viel Energie und ich war flott unterwegs. Ich überholte etliche Wanderer mit dem gleichen Ziel wie ich. Emilia wimmerte in der letzten Viertelstunde in ihrer Kraxe. Ich gab ihr daher auf dem Weg ein paar Kinder-Salzbrezeln, die ich für diese Notfälle immer in meinem Bauchgurt habe. Zwei von den Kinderbrezeln habe ich auch für die Anstrengung genascht.

Bauchtasche

Oben angekommen, suchten wir uns erstmal einen Sitzplatz gleich neben der Ziehharmonikaspielerin, Edith. Sie sorgt sonntags mit ihren Tiroler Liedern immer für musikalische Stimmung. Und Emilia liebt das – echt tirolerisch eben! Einen Hunger hatten wir natürlich auch. Somit besorgte ich für uns beide gleich einen großen Salat mit Ziegenkäse und einer Scheibe Brot. Als Bolus gab ich mir für das Brot 2 Einheiten. Wobei Emilia natürlich auch mitfutterte.

Ein hoher Wert nach der Jause

Doch im Anschluss an das Essen testete ich den Blutzucker – 269 mg/dl (14,9 mmol/l)!!! Häh??? Ich dachte immer, Bewegung senkt den Blutzucker, oder? Also gab ich mir zur Korrektur einen Bolus von 4 Einheiten. Wenn eine Einheit den Zucker um 30 mg/dl (1,7 mmol/l) senkt, so sollte der Blutzucker danach bei 149 mg/dl (8,3 mmol/l) sein. Ich ging im Anschluss an den Bolus mit Emilia noch eine Stunde auf den Spielplatz. Danach testete ich nochmal – 276 mg/dl (15,3 mmol/l). Was soll das jetzt sein? Spinnt mein süßer Freund jetzt total? Ich gab mir also nochmal 2 Einheiten. Ich bin in solchen Momenten lieber etwas vorsichtiger, denn ich habe in der Vergangenheit schon einige Male eine starke Unterzuckerung bei solchen Situationen erlebt. Ich musste ja auch noch bergab gehen und das kostet immerhin ein bisschen Anstrengung, wenn auch etwas weniger.

Und der Absturz folgt …

Also habe ich die Kraxe mit Emilia wieder auf den Rücken geschnallt. Und los ging’s bergab. Nach ungefähr einer Stunde spürte ich plötzlich ein Schwächegefühl, ich musste mich anstrengen, um nicht zu sehr zu schwanken. Ich habe dann gleich die nächste Bank gesucht, die Kraxe mit Emilia abgelegt und meinen Blutzucker getestet – 41 mg/dl (2,3 mmol/l)! Das war höchste Eisenbahn – sofort wurden 2 Notfallbonbons gelutscht und von Emilias Kräckern genascht. Emilia bekam natürlich auch einen Kräcker. Ich habe das Gefühl, dass sie spürt, wenn ihre Mama nicht so auf der Höhe ist. Nach ungefähr 15 Minuten Pause fühlte ich mich wieder besser. Ich schnallte die Kraxe wieder auf. Und nahm noch zwei von meinen Notfallbonbons und erreichte unser Zuhause mit einem Wert von 117 mg/dl (6,5 mmol/l). Puh, das ist nochmal gut ausgegangen! 

Gründe

Was sind die Gründe für diesen Absturz? Mein Herr Doktor würde sagen: „Sie müssen länger, d.h. mindestens 2 bis 3 Stunden auf die Wirkung des Insulins warten!“ Ausdauer ist also gefragt! Aber warum gab es diesen Anstieg vorher? War es der Stress vom Wandern oder hatte ich mir zu viel Bolus reduziert? Habt ihr auch manchmal solche verkappten Situationen mit Eurem Zucker? Und wie geht ihr damit um?

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  • moira postete ein Update vor 2 Tagen, 10 Stunden

    Meine Tochter ist ein großer Fan der Buchreihe Woodwalkers. In einem Band kommt wohl ein Woodwalker mit Diabetes typ 1 vor. Fand ich cool. Es wird Blutzucker gemessen und ein Unterzucker behandelt.
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  • moira postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

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