- Bewegung
Körperlich aktiver durch Videospiele?
2 Minuten
Regelmäßige Bewegung ist für Menschen mit Typ-2-Diabetes ein wichtiges Element ihren Blutzuckerspiegel unter Kontrolle zu bringen und wird im Rahmen jeder Therapie empfohlen. Die Motivation dafür ist oft gering, je nach Alter und mobilen Einschränkungen der Patienten. Fitness-Videospiele oder Training unter Sauerstoffmangel sind neue Ansätze, um Betroffene zu mehr Bewegung zu motivieren und die Trainingserfolge zu steigern. Wissenschaftliche Daten belegen, dass diese neuen Arten des Sports effektive Erfolge bringen können.
Eine gezielte Maßnahme in der Therapie des Typ-2-Diabetes ist die Bewegung. Regelmäßige sportliche Aktivität hilft den Blutzuckerspiegel zu verbessern sowie den HbA1c-Wert (Langzeitblutzucker) zu senken. Des Weiteren wirkt sie sich positiv auf Blutdruck, Cholesterin, Muskelgewebe und Gewicht aus. Aber häufig ist es nicht leicht, Sport in den Alltag von älteren Menschen zu integrieren. Übergewicht, mobile Einschränkungen sowie fehlende Kraft und auch Motivation sind Gründe dafür.
Spielend mehr Motivation für Bewegung schaffen
“Exergaming“ und Hypoxietraining könnten neue Ansätze in der Bewegungstherapie sein. “Exergaming“ sind Fitness-Spiele, die ein Training vor dem Bildschirm ermöglichen. Das können Bewegungen im Sitzen, im Stehen, aber auch auf Fahrradergometern, Laufbändern oder Sensorböden sein, die in die virtuelle Welt des Videospiels übertragen werden. Sie sollen dazu motivieren, sich freiwillig mehr und regelmäßiger zu bewegen.
Hypoxietraining ist Training unter Sauerstoffmangelbedingungen – etwa wie beim Höhentraining von Bergsportlern. Diese Maßnahme könnte zukünftig Trainingsergebnisse verbessern und die Belastbarkeit steigern.
Für beide Ansätze gibt es bereits wissenschaftliche Daten mit positiven Ergebnissen. So verbesserte Exergaming in einer Studie der Sporthochschule Köln die körperliche Leistungsfähigkeit sowie die Blutzuckerwerte bei älteren Menschen mit Typ-2-Diabetes deutlich. Zudem wurde das Wohlbefinden gesteigert und die Lebensqualität verbessert. Eine wesentliche Rolle spielt dabei vor allem die regelmäßigere Durchführung der Übungen. Durch den Spielcharakter der Bewegungsübungen sind die Beteiligten motivierter, sich körperlich zu betätigen.
Training unter Sauerstoffmangel könnte Erfolge steigern
Darüber hinaus zeigen Studien, dass sich der Blutzuckerspiegel durch regelmäßige körperliche Betätigung bei kurzfristigem Sauerstoffmangel ebenfalls verbessern kann. Durch die Bewegung unter Sauerstoffmangel wird die Glukoseaufnahme in der Skelettmuskulatur erhöht, so dass die Insulinsensitivität nach dem Training stärker ansteigt. Es muss für ein gleiches Trainingsziel weniger Kraft aufgewendet werden als bei optimalen Sauerstoffbedingungen.
Außerdem kann ein Training unter diesen Bedingungen zu einem höheren Gewichtsverlust bei übergewichtigen (insulinresistenten) Personen beitragen. In der Praxis ist diese Maßnahme bislang aber nur im Leistungssport oder in speziellen Einrichtungen üblich. Wer sich dafür interessiert, sollte sich erst ärztlich beraten lassen.
Die Mediziner der Sporthochschule Köln, die maßgeblich an den Studien beteiligt waren, wünschen sich für die Zukunft neue Spiele und Programme mit unterschiedlichen Fitness-Stufen, die ein individualisiertes Training ermöglichen und auch für betagte Patienten leicht bedienbar sind.
Quelle: Diabetesinformationsdienst München
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 2 Tagen, 14 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 3 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße