- Bewegung
Kolumne | Zum guten Schluss: Chancen zur Prävention nutzen
2 Minuten
Bergauf – bergab, treppauf – treppab: Wer in einer solchen Umgebung mit vielen Hügeln und Bergen wohnt und in Häusern mit vielen Stockwerken, aber ohne Fahrstuhl arbeitet, der kann nur ständig in Bewegung sein. Das ist Verhältnis-Prävention pur und diese Chancen sollte man auch nutzen!
Das Lebens-Umfeld bietet einem also einfach viele Möglichkeiten, körperlich aktiv zu sein. Genau das hatte ein Bekannter von mir – und er nutzte dieses unfreiwillige Angebot gern. Tagsüber ging es von Stockwerk zu Stockwerk und oft auch morgens und abends mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit und nach Hause.
Warum ich Ihnen das erzähle? Weil er, wie er mir erzählte, aus einer Familie kommt, in der der Typ-2-Diabetes “beheimatet” war. Bei seinem Vater waren die Symptome des Diabetes recht früh ausgebrochen und da es damals noch nicht so viele verschiedene Tabletten zum Behandeln des Diabetes gab, spritzte er recht früh Insulin. Auch der Bruder meines Bekannten, nur wenig älter als er, entwickelte als voll im Berufsleben Stehender Übergewicht und einen Typ-2-Diabetes.
Lange warten auf den Typ-2-Diabetes…
Aufgrund dieses familiären Hintergrunds wartete mein Bekannter also ebenfalls darauf, dass sich erhöhte Blutzuckerwerte und damit ein Typ-2-Diabetes zeigten. Allerdings war er immer schlank, ernährte sich mit viel Gemüse, rauchte nicht und trank nahezu keinen Alkohol. Und er blieb auch in seinem Ruhestand ständig in Bewegung. Wie gesagt: bergauf – bergab …
Er musste ziemlich lange warten: Erst, als er die statistische Lebenserwartung überschritten hatte, meldete sich der Typ-2-Diabetes. Offensichtlich hatte er die Gene geerbt, die Insulin-produzierenden Betazellen aber durch seinen Lebensstil gut geschont. Der
Aber ich finde, dieses Beispiel zeigt sehr gut, was man durch ein gutes Wohn- und Arbeitsumfeld erreichen kann – wenn man die Chancen, die sich einem dadurch bieten, nutzt. Also: Raus aus der Tür, die Berge rauf und runter – und Fahrstühle, wenn vorhanden, nur von außen ansehen!

von Alex Adabei
Alex Adabei war ein fiktiver Charakter im Rahmen der Kolumne „Zum guten Schluss“, die von 2013 bis 2024 im Diabetes-Journal erschienen ist. Hinter der Rolle als Frau mit vielen Bekannten und Verwandten mit Typ-2-Diabetes, die von ihren Typ-F-Erfahrungen berichtete, steckte ein echter Mensch, mit ähnlichem Hintergrund.
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2023; 71 (11) Seite 82
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Soziales und Recht
3 Minuten
- Behandlung
3 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
stephanie-haack postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
-
tako111 postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
-
katrin-kraatz antwortete vor 2 Wochen, 6 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
-
-
moira postete ein Update vor 1 Monat
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
