- Bewegung
Laufen, Rudern und Radfahren im Wohnzimmer
3 Minuten

“Heimat aller Fans. Jeden Samstag zittern und feiern wir auf der größten Tribüne Deutschlands: dem heimischen Sofa” – so bewirbt die ARD ihr Flaggschiff, die “Sportschau”. Sport im Fernsehen nur anzuschauen, ist ja eher passiv – aber was spricht dagegen, die Tribüne mal so richtig in Bewegung zu versetzen?
Viel bedarf es dazu eigentlich nicht: Laufband, Fahrrad-Heimtrainer, Rudergerät oder Crosstrainer – und schon wird das Wohnzimmer zur Laufbahn, zur Radpiste oder Ruderstrecke…und damit nicht nur die Sportschau zu einem aktiven Fernseherlebnis.
Zeitsparend und flexibel trainieren, gleichzeitig lesen, Musik hören, Kreuzworträtsel lösen oder eben fernsehen sind nur einige Vorteile eines Heimtrainings. Der eine oder andere schätzt sicherlich auch die Möglichkeit, sich frei von den kritischen Blicken der Trainingskollegen bewegen zu können. Abgesehen von der einmaligen Investition für das Gerät sind zudem die Kosten überschaubar.
Die Qual der Wahl: Welches Gerät eignet sich für wen?
Effektiv trainieren kann man prinzipiell mit allen unterschiedlichen Heimtrainern. Wichtiger als die Auswahl des Gerätes ist natürlich die Frage, wie oft und wie intensiv der Heimtrainer genutzt wird? Alle bieten die Möglichkeit für ein wirksames Herz-Kreislauf-Training. Während das Training mit dem Fahrrad-Heimtrainer in erster Linie die Oberschenkelmuskulatur trainiert, stärkt das Training mit dem Crosstrainer oder dem Rudergerät Ober- und Unterkörpermuskulatur. Richtig durchgeführt ist insbesondere das Rudern ein ideales Instrument zum Aufbau der Rückenmuskulatur.
Das Training auf dem Fahrrad-Heimtrainer bereitet auch Anfängern selten Schwierigkeiten, hingegen ist der Einstieg mit dem Crosstrainer, dem Laufband oder auch dem Rudergerät technisch nicht ganz so einfach. Liegt zusätzlich eine diabetische Neuropathie mit gestörter Oberflächen- und Tiefensensibilität vor, ist das Training auf dem Fahrrad-Heimtrainer oftmals die sicherste Variante.
Auch für Übergewichtige geeignet
Auch übergewichtige Menschen trainieren in der Regel besser auf dem Fahrrad. Wer trotz Problemen mit der Lendenwirbelsäule entspannt trainieren möchte, macht dies am besten mit einem Liegefahrrad mit hoher Rückenlehne. Die Liegefahrräder verfügen zudem über große Sitzflächen – wie ein kleines Sofa, so dass gerade auch übergewichtige Sportler mit hohem Komfort trainieren können. Damit Heimtrainer auch wirklich genutzt werden, gehören sie in ein zentrales Zimmer – idealerweise ins Wohnzimmer.
Das sollte man vor dem Kauf beachten – schließlich braucht ein Rudergerät deutlich mehr Platz als ein Fahrrad-Heimtrainer. Zudem sollte ein Heimtraining vorher mit dem Arzt abgestimmt werden.
Ergometer können mehr
Trotz rasanter Entwicklungen bei den Heimtrainern ist es wichtig, diese von Ergometern abzugrenzen. Heimtrainer sind zunächst einmal nur Fitnessgeräte, die ein Training ohne Anspruch auf eine sichere Leistungssteuerung ermöglichen. Ergometer hingegen erfassen die Leistung präzise in Watt und können die exakt bestimmte Herzfrequenz in das laufende Trainingsprogramm einfließen lassen. Gerade bei vorbestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen geht daher am Ergometerkein Weg vorbei.
Ob Sportschau, Tatort oder Talk – es ist auf jeden Fall einen Versuch wert, das Sofa in Bewegung zu versetzen.
Den passenden (Heim)trainer finden
Auf einen Blick – hier finden Sie eine kurze Beschreibung der wichtigsten Heimtrainer-Geräte:
Fahrrad-Heimtrainer – der Klassiker
Radfahren im Wohnzimmer zählt zu den ursprünglichen Formen des Heimtrainings. Einfaches Training, gut zum Einstieg geeignet.
Trainiert werden Ausdauer und die Beinmuskulatur.
Kosten: ca. 200 bis 500 Euro
Fahrrad-Ergometer für ein gezieltes Herz-Kreislauf-Training erfüllen besondere Voraussetzungen bezüglich Messgenauigkeit und Funktionssicherheit.
Kosten: Einstiegs-Ergometer ab ca. 400 Euro, Ergometer für den medizinischen Anwendungsbereich über 3.000 Euro
Crosstrainer– der Ganzkörpertrainer
Crosstrainer haben mit einem Marktanteil von über 50 Prozent den Heimtrainer-Markt erobert. Je nach Konstruktion der Crosstrainer werden unterschiedliche Bewegungsabläufe imitiert – vom Walking bis zum Jogging.
Der Bewegungsablauf ist koordinativ anspruchsvoller als beim Radfahren, aber auch für weniger sportlich Ambitionierte gut umsetzbar.
Neben der Ausdauer werden Ober- und Unterkörpermuskulatur trainiert.
Kosten: einfache Modelle ca. 400 Euro, anspruchsvollere ca. 800 bis 2.000 Euro
Laufband – der Ausdauerspezialist
Laufen auf dem Laufband erlaubt ein Training mit sehr unterschiedlichen Intensitäten. Koordinativ anspruchsvoller und nicht zu empfehlen bei Knie- oder Hüftbeschwerden.
In erster Linie findet ein Herz-Kreislauf-Training statt.
Kosten: ganz einfache Modelle ab ca. 600 Euro, anspruchsvollere ca. 800 bis 10.000 Euro
Rudergerät– die Kraftmaschine
Rudern ist sicherlich die Königsdisziplin des Heimtrainings.
Erstklassiges Kraft-Ausdauer-Training, aber weniger für Einsteiger geeignet.
Kosten: ca. 800 bis 2.500 Euro
von Dr. Meinolf Behrens
Diabetologe DDG, Sport- und Ernährungsmediziner
Diabeteszentrum Minden, Bismarckstraße 43, 32427 Minden,
Tel. 05 71/84 09 99, E-Mail: mb@diabetes-minden.de
,
Internet: www.diabetes-minden.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2016; 65 (3) Seite 64-65
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uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 1 Woche, 4 Tagen
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 8. September! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]





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