Mehr Bewegung! Wo? Zu Hause und in der Natur!

3 Minuten

© Andrey Popov - stock.adobe.com
Mehr Bewegung! Wo? Zu Hause und in der Natur!

Mittlerweile können viele, die einer Bürotätigkeit nachgehen, von zu Hause aus arbeiten. Wie praktisch! Der Nachteil: Wer sich nur noch in der Wohnung aufhält und von früh bis spät vor dem Bildschirm sitzt, bewegt sich eher weniger … Zudem schränkt die Corona-Pandemie zum Teil Bewegungsradius und Sportmöglichkeiten ein. Was tun? Sport und Bewegung in den eigenen vier Wänden und in der Natur können die Lösung sein. Immer wichtig: eine Portion Motivation, um dranzubleiben!

Statt der Treppe den Fahrstuhl nehmen, eine Haltestelle früher aussteigen, zu Fuß zum Einkaufen gehen – das sind bewährte und gute Tipps, wie wir mehr Bewegung in unseren Alltag einbauen können und die sich auch positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirken. Für alle, für die die Umsetzung möglich ist: Bitte machen! Für all jene, die mehr machen möchten, diese Tipps nicht umsetzen können oder sich gezielter bewegen möchten, sind unsere Anregungen gedacht.

Wichtig, um dranzubleiben und nicht aufzugeben: Motivation

Bewegung stärkt das Immunsystem – wie besonders wichtig ein starkes Immunsystem derzeit ist, erklärt sich von selbst. Doch wie gelingt es, sich regelmäßig zu bewegen, wenn es draußen nass und kalt ist, Sport- und Bewegungsangebote eingeschränkt und auch Treffen mit anderen nur bedingt möglich sind? Prof. Dr. Christian Brinkmann von der Sport­hochschule Köln hat zehn Motivationshelfer für Sie:

  • Tipp 1: Schreiben Sie auf, warum Sie sich mehr bewegen möchten und lesen Sie sich Ihre „Beweggründe“ immer wieder einmal durch.
  • Tipp 2: Machen Sie, was Ihnen Spaß macht! Das kann auch Sport/Bewegung vor dem Bildschirm sein. Haben Sie gefunden, was Ihnen Freude macht, ist das Sporttreiben schnell keine Qual mehr.
  • Tipp 3: Nutzen Sie Schrittzähler – denn das zahlt sich aus: Studien haben gezeigt, dass Personen besonders zu Beginn durch Schrittzähler motiviert sind, sich mehr zu bewegen.
  • Tipp 4: Freuen Sie sich über Ihre Trainingserfolge und machen Sie sich klar, was die regelmäßige Bewegung Ihnen bringt (z. B. leichter die Treppen hochzukommen).
  • Tipp 5: Erzählen Sie anderen von Ihrem Bewegungsprojekt – das spornt an!
  • Tipp 6: Lassen Sie Sport zum ­Ritual werden und sehen Sie Bewegung als „Quality-­Time“, nicht als lästige Pflicht.
  • Tipp 7: Motivieren Sie sich über Erfolgs-­Storys von anderen und lassen Sie sich anstecken von ihrer Begeisterung.
  • Tipp 8: Etwas Sport ist immer besser als kein Sport – auch kurze Einheiten zählen!
  • Tipp 9: Manchmal macht der Alltag es schwierig, die Routine aufrechtzuerhalten. Aber Sie können jederzeit wieder durchstarten und so nachhaltig Erfolg haben.
  • Tipp 10: Bewegung/Sport mit der Familie macht Spaß und kann das Infektionsrisiko niedrig halten.

Hier finden Sie eine Langfassung der Tipps auf diabetes-online.de

Motiviert? Dann kann es jetzt losgehen

Wandern, Walken und Joggen sind derzeit beliebt – diese Bewegungsformen können Sie problemlos draußen und, wenn nötig oder gewünscht, allein betreiben. Aber was ist drinnen möglich? Gute Anregungen und Anleitungen finden Sie z. B. hier:

  • Für Menschen, die viel sitzen, sind erprobte Yoga-Übungen gut geeignet. In diesem Artikel auf diabetes-online.de können Sie sich einfach durchklicken oder ein Video anschauen. Interessant ist, was Karin Matko, die die Übungen zeigt und seit einigen Jahren die Wirkung von Yoga und Meditation untersucht, dazu sagt: „Jeder, der beispielsweise im Homeoffice den Ausgleich sucht, sollte versuchen, einige dieser Übungen regelmäßig in den Arbeits- oder Studienalltag einzubauen. Wiederkehrende bewegte Pausen von nur fünf bis zehn Minuten können bereits wahre Wunder wirken und sich positiv auf das persönliche Wohlbefinden und die Produktivität im Alltag auswirken.“
  • Schön sind auch die Mitmach-Videos von Yoga-Lehrerin Stefanie Hertel in der Blood Sugar Lounge – zu entdecken im Coaching-­Bereich „Bewegung“.
  • Schauen Sie sich unbedingt die Vorschläge auf www.aelter-werden-in-balance.de an. Nicht nur Ältere finden dort tolle Anregungen für zielgerichtete Bewegung draußen und drinnen und Tipps für jede Jahreszeit!

Autorin:

Nicole Finkenauer
Redaktion Diabetes-Journal, Kirchheim-Verlag
Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2022; 71 (1) Seite 32-33

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Diabetes-Medikamente: Welche Nebenwirkungen auftreten können
Ein erschöpft wirkender älterer Mann liegt mit einer Decke auf einem Sofa und hält sich die Stirn. Auf dem Tisch stehen ein Glas Wasser und eine Medikamentenpackung.

3 Minuten

Dienstleistungen in der Apotheke: Service ohne Zuzahlung und schnell verfügbar
Für viele Menschen gehört die Apotheke bei Fragen zu ihrer Gesundheit zu den ersten Anlaufstellen – Online-Angebote hin oder her. Das Angebot der Apotheken an Dienstleistungen hat sich immer mehr erweitert. Manfred Krüger erklärt, welcher Service in der Apotheke angeboten wird – schnell verfügbar und auch ohne Zuzahlung!
Apotheker erklärt einer älteren Kundin an der Ladentheke einer Apotheke eine Medikamentenpackung. Im Hintergrund sind Regale mit weiteren Arzneimitteln und eine Mitarbeiterin zu sehen.

3 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂

  • lena-schmidt postete ein Update vor 1 Monat

    Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/

  • thomas55 postete ein Update vor 2 Monaten

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas