- Aus der Community
Mein „Healthtracker“ oder: Wie ich meine Erfolge sichtbar mache
3 Minuten

Vor kurzem stolperte ich über einen anscheinend neuen Trend – das Bullet Journal. Die Idee dahinter ist ein individualisierter, selbst gestalteter Kalender mit Tagesaufgaben, Monatsübersichten, Notizen … im Prinzip alles, was du für deine (Lebens-)Organisation für wichtig hältst. Eine der gängigen Rubriken im Bullet Journal ist der sogenannte „Tracker“ (englisch „Verfolger“). Hier gestaltest du dir z.B. eine Monatsübersicht mit den Dingen, die du regelmäßig für dich dokumentieren und nachverfolgen willst.
Das hat mich gereizt, es mal selber auszuprobieren, denn ich kritzele ganz gerne, mein Papierkalender hat sogar zusätzliche Blanko-Notizbücher dabei und es gibt gerade ein paar Gesundheitsthemen, um die ich mich etwas intensiver kümmern will. Für jeden Tag des Monats habe ich also einen Punkt eingezeichnet, den ich dann, wenn ich die Aufgabe für den Tag erfüllt habe, in ein Kreuzchen verwandle.
Mein „Healthtracker“ – ein Plus für meine Gesundheit!
Was sind die Dinge, die mir im Moment in Bezug auf meine Gesundheit am wichtigsten sind? Was will ich unbedingt verändern und in meinen Alltag integrieren? Das sind die zentralen Fragen, die ich mir gestellt habe, um meinen „Healthtracker“ mit Leben zu füllen. Nicht zu viel auf einmal, realistisch in der Umsetzung und wirklich wichtig. Dabei rausgekommen sind die folgenden drei Punkte.
Zwei Mal die Woche Sport!
Im April hatte ich mich im Fitness-Studio angemeldet, denn ich will etwas für meine Ausdauer und Fitness tun. Beim Treppensteigen zu schnaufen, ist keine Option mehr. Die zwei Termine in meinem Alltag unterzubringen, gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht. Also unbedingt ein Punkt, den ich in meinen Gesundheitstracker aufnehme, um ihn unter die Lupe zu nehmen und einzuhalten.

Mehr als zwei Liter am Tag trinken!
Oft merke ich gar nicht richtig, wie wenig ich eigentlich am Tag getrunken habe. Es wird mir abends dann bewusst, dass es auf jeden Fall zu wenig war. Auch das will ich ändern – pro Tag mehr als zwei Liter, das ist mein Ziel. Ich weiß, dass ich eher ein „Flaschen-Trinker“ bin, also sorge ich dafür, dass die Wasserflasche griffbereit ist oder ich mir immer gleich eine Kanne Tee mache. Im Restaurant bestelle ich ebenfalls nur noch große Flaschen Wasser. Das ist also der zweite Punkt in meinem Gesundheitstracker.
Basal zwischen 22 Uhr und 23 Uhr spritzen!
Da ich viel abends arbeite und es oft stressig ist, klappt es in letzter Zeit manchmal nicht mehr so ganz mit dem Basalspritzen zur richtigen Zeit. Ein anderer Tagesablauf ist manchmal halt eine neue Herausforderung. Für mich ist die optimale Zeit zwischen 22 Uhr und 23 Uhr, und damit es mir gut geht, will ich die Zeiten natürlich einhalten. Meine Belohnung ist, dass ich am nächsten Tag entspanntere und gleichmäßigere Werte habe, und mein Anreiz ist, dieses Kreuzchen zu setzen und keine Lücken zu haben. Ein bisschen wie ein Spiel von Tag zu Tag aufs Neue, bis es sich so eingespielt hat, dass es wieder ganz normal ist. Ich merke auch, in welchen Situationen ich es gut hinbekomme und was eher störend ist. Das hilft, den Abend besser zu planen.
Alles auf einen Blick – ich sehe, was ich erreicht habe!
Es läuft bisher ganz gut. Immer, wenn ich eine meiner neuen Tagesaufgaben erledigt habe, freue ich mich richtig darüber, dass ich nun das Kreuzchen machen kann. Ein gutes Gefühl von: „YEAH, ich habe das geschafft, was ich mir vorgenommen habe!“ Und wenn ich es mal an einem Tag nicht erreicht habe, ist es ein Ansporn für mich, mich am nächsten Tag wieder reinzuhängen, um das Kreuzchen zu machen. Irgendwann kommt der Punkt, an dem es ganz normal sein wird, mehr als zwei Liter zu trinken, zwei Mal die Woche zum Sport zu gehen und das Basal zwischen 22 Uhr und 23 Uhr zu spritzen. Dann gibt es vielleicht andere Punkte, die ich in meinen Tracker aufnehme.
Habt ihr auch Dinge, die ihr in eurem Leben verändern wollt? Dann probiert es doch auch mal mit eurem individuellen Tracker aus. Bis eine Veränderung sich etabliert hat, dauert es eine Weile, aber irgendwann wird es ganz normal sein. Denkt doch nur mal ans Zähneputzen.
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Aus der Community
3 Minuten
- Aus der Community
7 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
thomas55 postete ein Update vor 22 Stunden, 14 Minuten
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Tag, 15 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 2 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]




