- Bewegung
Mit App und Co mobil
3 Minuten
Trainings-Apps, Pulsuhren, Fitness-Tracker oder Cyber Fitness – die Digitalisierung der Fitnesswelt schreitet unaufhaltsam voran. In der Digital-Health-Studie der AOK zeigen mehr als die Hälfte der Befragten Interesse daran, sich elektronisch beim Training unterstützen zu lassen. Bereits heute nutzt jeder vierte Sportler mobile Apps zur Trainingsunterstützung.
Seit ihrem 17. Lebensjahr hat Tanja Watermann Typ-1-Diabetes. „Mit 17 möchte man sich ausprobieren, reisen, die weite Welt sehen“, erinnert sie sich an die Zeit der Diagnosestellung. Die Diabetesdiagnose sollte sie davon nicht abhalten – 24 Jahre später hat Tanja Watermann fast die ganze Welt bereist, arbeitet nach einer Ausbildung zur Werbekauffrau und Fremdsprachenkorrespondentin sowie einem Studium zur Kommunikationswirtin heute als erfolgreiche International-Brand-Managerin und betreut diverse Exportländer.
Fitness-Tracker als Motivationshilfe: 7.000 statt 3.000 Schritte
„Die Flüge starten zwischen 6.30 und 7.30 Uhr ab Hannover, also ist die Nacht dann um 3.30 Uhr zu Ende. In der Regel bin ich zwei Tage vor Ort, um dann mit der letzten Maschine zurückzufliegen“, beschreibt Watermann ihren mitunter anstrengenden Berufsalltag. Wenn sie sich gerade nicht im Ausland befindet, pendelt sie zudem 55 Kilometer mit dem Auto zur Arbeit. An motorisierter Mobilität mangelt es Tanja Watermann damit nun wirklich nicht – aber für die körperliche Bewegung bleibt oft zu wenig Zeit.
Dabei ist Sport ein wichtiger Faktor in der erfolgreichen Diabetestherapie. Zwar reitet sie zum Spaß und zur Entspannung regelmäßig mit ihrer Stute Chiara durch die Felder und Wälder, aber das allein war ihr dann doch an Bewegung nicht genug. Weil sie Dinge einfach gern ausprobiert, hat sie sich den Fitness-Tracker Jawbone UP3 zugelegt. An einem normalen Arbeitstag ist sie früher lediglich auf 3.000 Schritte gekommen, jetzt strebt sie mit der Motivationshilfe am Arm täglich mindestens 7.000 Schritte an, im Idealfall werden es 10.000 und mehr.
185 Millionen Wearables sollen 2019 weltweit verkauft werden
Marktforscher gehen davon aus, dass weltweit 2019 mehr als 185 Millionen Fitness-Tracker oder andere Wearables (siehe Kasten) verkauft werden. Die einfache bildliche Darstellung komplexer Messwerte in Verbindung mit spieltypischen Elementen dürfte auch den Erfolg der zahlreichen gesundheitsrelevanten Apps ausmachen. Nach eigenen Angaben hat die Fitness-App Freeletics in nur zwei Jahren mehr als 4 Millionen registrierte Nutzer gewonnen.
Ob Freeletics, Runtastic oder VirtualGym Pro – sie alle versprechen ein optimales Training. Auch in den Fitnessstudios zeichnet sich ein zunehmender Trend zur Digitalisierung ab. Vollelektronische Trainingsgeräte mit moderner Trainingssoftware sowie Cybertraining mit virtuellen Trainern vor eindrucksvollen (Bildschirm-)Kulissen gehören längst zum Alltag moderner Studios.
Wearables sind Produkte zum Steuern von Training und Fitness, die in der Regel direkt am Körper getragen werden. Sie sind mit unterschiedlichen Sensoren und Technologien ausgestattet. Der Markt bietet eine Vielzahl von Modellen mit vielfältigen Leistungsspektren an, wobei die Übergänge zwischen den einzelnen Wearables fließend sind. Unterschieden werden:
Sportuhr
Sportuhren sind Trainingscomputer, die eine gezielte Trainingsplanung im Freizeit- und Leistungssport ermöglichen.
Moderne Geräte bieten u. a. ein integriertes GPS (Globales Positionsbestimmungssystem), Herzfrequenzmessung, Aktivitäts- und Schlafüberwachung sowie Berechnung des Kalorienverbrauchs.
Fitness- oder Activity-Tracker
Sie stellen eine Weiterentwicklung von Puls- und Schrittmessern dar. Je nach Modell bieten sie neben der Puls- und Schrittmessung weitere Funktionen wie Körpertemperaturmessung, Berechnung des Energieverbrauchs oder Analyse des Schlafverhaltens. Meistens werden sie mit einem Armband getragen, einzelne Modelle lassen sich auch einfach an Hose, T-Shirt oder Sport-BH klippen.
Smartwatch
Smartwatches sind digitale Alleskönner, die wie Armbanduhren getragen werden und zunächst einmal die Funktionen eines Smartphones bieten. Smartwatches sind nicht automatisch sporttauglich. Allerdings ausgestattet mit den richtigen Funktionalitäten wie Pulsmesser und Schrittzähler, sind sie die optimalen digitalen Trainingsbegleiter.
Praktisch alle Wearables erlauben eine digitale Auswertung der erhobenen Daten und letztlich auch die Kommunikation der Daten auf entsprechenden Fitnessplattformen im Internet.
Vorsicht vor dem Datenhunger – Angebote genau prüfen!
In erster Linie am Datenhunger scheiden sich die Geister. Gesundheitsdaten per Mausklick sind für viele interessant – von Versicherungen bis hin zu potentiellen Arbeitgebern. Deshalb gilt es immer zu prüfen, was App und Co mit den Daten machen.
Tanja Watermann sieht die Problematik entspannt. Ihre Offenheit für Innovationen ist auch mit 41 Jahren geblieben. Neben Insulinpumpe und Fitness-Tracker nutzt sie schließlich seit Neuestem auch mit großer Begeisterung das Flash-Glukose-Messsystem FreeStyle Libre. Mal sehen, was als Nächstes folgt.
von Dr. Meinolf Behrens
Diabeteszentrum Minden,
Bismarckstraße 43, 32427 Minden,
Telefon 0571-840999,
E-Mail: mb@diabetes-minden.de
,
Internet: www.diabetes-minden.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2016; 65 (10) Seite 70-71
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 3 Wochen
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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crismo antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
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Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”
Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….