Moderates und regelmäßiges Training als Blutdrucksenker

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Moderates und regelmäßiges Training als Blutdrucksenker

Wer von früher Jugend an regelmäßig Sport treibt, entwickelt im späteren Leben seltener einen zu hohen Blutdruck. Sport kann jedoch auch älteren Menschen helfen, den Blutdruck zu normalisieren und dabei häufig auf Medikamente zu verzichten. „Hypertonie in Bewegung“ ist daher in diesem Jahr das Thema des 40. Wissenschaftlichen Kongresses der Deutsche Hochdruckliga e. V. (DHL) – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention, der vom 1. bis zum 3. Dezember 2016 in Berlin stattfindet.

Fast jeder Dritte Erwachsene in Deutschland hat einen zu hohen Blutdruck. Die meisten sind Sportmuffel und vermeiden körperliche Aktivitäten. Dabei ist Bewegungsmangel eine bedeutende Ursache der arteriellen Hypertonie, erläutert Professor Reinhard Ketelhut, Kongresspräsident des 40. Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Hochdruckliga.

„Wer sportlich aktiv ist, kann der Entwicklung einer Hochdruckerkrankung entgegensteuern“, sagt der Kardiologe und Sportexperte vom Medical Center Berlin. Menschen mit einer familiären Belastung – etwa wenn die Eltern an einem Bluthochdruck leiden – sollten im Grundschulalter, besser noch im Kindergartenalter, mit der Prävention beginnen und diese lebenslang fortsetzen.

Sport kann eine gleich gute Wirkung erzielen wie Medikamente

Aber auch Menschen, die bereits einen erhöhten Blutdruck haben, nutzt Sport. „Sport kann eine gleich gute Wirkung erzielen wie Medikamente“, sagt Professor Ketelhut. „Wer Sport treibt, sein Körpergewicht kontrolliert und auf eine gesunde Ernährung achtet, kann ein bis zwei blutdrucksenkende Wirkstoffe einsparen.“ Die Wirkung von Sport setze allerdings nicht sofort ein. Beharrlichkeit ist gefordert.

Wer zwei bis drei Mal die Woche 30 bis 45 Minuten lang trainiert, konnte in einer Studie von Professor Ketelhut den oberen und unteren Blutdruckwert in Ruhe nach drei Jahren um 9/9 mmHg senken. Nach zehn Jahren wurde der Blutdruck trotz einer geringen Gewichtszunahme um 20/11 mmHg gesenkt. Auch unter Anstrengung steigt der Blutdruck bei Trainierten weniger stark an.

Moderat, aber regelmäßig: Höchstleistungen sind nicht notwendig

Dabei müssen die Hochdruckpatienten keine Höchstleistungen vollbringen. „Es reicht oftmals schon aus, sich mit moderater Intensität regelmäßig zu bewegen“, sagt Professor Dr. Burkhard Weisser, ebenfalls Kongresspräsident des 40. Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Hochdruckliga. Am günstigsten sind Ausdauersportarten wie Jogging, Radfahren, Walking, Schwimmen oder Skilanglauf.

Aber auch ein Krafttraining im Fitnesscenter kann eine blutdrucksenkende Wirkung erzielen, die allerdings nach Erfahrung von Professor Ketelhut etwas geringer ausfällt. Menschen mit wenig Zeit raten beide Experten zum hochintensiven Intervalltraining (HIIT), bei dem die Sportler mit kurzen Wiederholungen für ein bis vier Minuten an ihre Leistungsgrenze gehen. Pressatmung sollte vermieden werden, da sie zu Blutdruckspitzen führen kann.

Wichtig: Vor Beginn des Trainings ärztlich untersuchen lassen!

Alle Menschen mit Hypertonie sollten sich vor Beginn des Trainings jedoch ärztlich untersuchen lassen. Professor Ketelhut rät zu einem Belastungs-EKG, bei dem der Arzt feststellen kann, ob die Belastung zu gefährlichen Herzrhythmusstörungen führt – was dann gegen Sport spricht. „Zu Beginn des Trainings sollten die Patienten ihre Medikamente weiter einnehmen“, rät Professor Ketelhut. Wer auf Dauer mit höherer Intensität ohne Medikamentenschutz trainiere, riskiere die Entwicklung einer Herzmuskelschwäche.

Der Arzt sollte auch entscheiden, wann der Zeitpunkt gekommen ist, das eine oder andere Medikament abzusetzen. Die meisten Menschen mit Hypertonie benötigen zwei oder drei Wirkstoffe. Der Wechsel auf Sport senkt laut Professor Ketelhut nicht nur den Blutdruck. Auch Blutfette, Blutzucker und Blutgerinnung werden günstig beeinflusst. Sport beugt einer Osteoporose vor, und die günstige Wirkung auf das Immunsystem könne langfristig sogar vor Krebs schützen.

Auch Professor Weisser betont: „Es gibt kein Medikament, das neben der erwünschten Wirkung zugleich so vielseitige günstige Nebenwirkungen hat wie regelmäßiger Sport.“ Über Sport als präventive oder therapeutische Maßnahme bei Bluthochdruck diskutieren Experten der Hochdruckliga unter anderem am 1. Dezember 2016 auf der Kongress-Pressekonferenz in Berlin. Am 2. Dezember 2016 folgen den Worten dann Taten: Die Hochdruckliga lädt alle Kongressteilnehmer zum 5-km-Lauf in den Tiergarten ein.


Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Hochdruckliga e. V. (DHL) – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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