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Motivation für Sport: Machen ist wie wollen – nur krasser!
3 Minuten

Die Sonne scheint, es steht kein fester Termin an, der Schrittzähler ruft… eigentlich eine perfekte Gelegenheit, die Laufschuhe zu schnüren. Doch Moment – da ist noch Insulin an Bord, das Frühstück gerade mal zwei Stunden her. Es wäre zu riskant, jetzt schon laufen zu gehen. Ich könnte unterzuckern, müsste vielleicht tonnenweise Traubenzucker in mich hineinschaufeln. Also warte ich lieber noch ein bisschen, bis der Diabetes grünes Licht für Sport gibt. Dummerweise haben sich bis dann häufig Regenwolken am Himmel aufgetürmt und das Telefon klingelt in einer Tour. Doch kein Sport. An solchen Tagen ist der Schuldige ganz einfach zu identifizieren: Der blöde Diabetes ist es, der mir einen Strich durch die Rechnung macht und mich am Sporteln hindert.
Meist kann ich gut um die Mucken meines Diabetes herumnavigieren
Meist gelingt es mir trotzdem, ein ordentliches wöchentliches Sportpensum durchzuziehen. Dabei kommt mir natürlich auch meine Arbeit als Freiberuflerin zugute – wenn Glukosewerte, Wetterlage und Termindichte zwei Stunden später doch halbwegs zueinander passen, kann ich ebenso gut mit einer Sporteinheit starten. Laufen, Schwimmen, Radfahren, Fitnessstudio – und einmal die Woche Standard-Latein-Tanzen mit meinem Mann Christoph. Wenn man wie ich seine Zeit relativ frei einteilen kann, kann ich auch beim Sport eher um die Mucken meines Diabetes herumnavigieren. Ich weiß diese Freiheit sehr zu schätzen.
Ich hatte eigentlich große sportliche Pläne für diesen Sommer
Doch diesen Sommer war in Sachen Sport irgendwie der Wurm drin. Dabei hatte ich mir nach meinem sportlichen Superjahr 2018, in dem ich meine bisherige Bestzeit in der Triathlon-Volksdistanz geschafft und auch meinen ersten Halbmarathon gefinisht hatte, doch so viel vorgenommen! Ich wollte im Juli beim Hamburger Triathlon erstmals in der Olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) starten. Und Anfang September erstmals in der Volksdistanz (0,5 km Schwimmen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen) den Norderstedter Tribüne-Triathlon ausprobieren. Dass das alles nicht so recht geklappt hat, lag ausnahmsweise überhaupt nicht an meinem Diabetes. Der hatte dieselben sozialverträglichen Launen wie sonst auch: „Heute hätte ich gern einen Spritz-Ess-Abstand von zehn Minuten gehabt, morgen dafür bitteschön eine halbe Stunde – aber dann auch mit einem höheren Faktor beim Frühstück.“ Ihr kennt das.

Rotwein-Gespräche auf dem Sofa statt Rennradausfahrten auf dem Deich
Doch dann lief es im Frühjahr bei Christoph im Unternehmen nicht mehr rund. Irgendwann war klar, dass seine Abteilung geschlossen wird und dass es für ihn schon sehr bald keinen Platz im Unternehmen mehr geben wird. Kein schönes Gefühl für ihn – aber auch nicht für mich. Ich wollte ihm Mut machen und ihn bei der Suche nach einem neuen Job unterstützen. Wir bekochten einander mit Trost-Menüs – schließlich sind wir nicht von ungefähr Erfinder des Hashtags #Kochunlust. Wir verbrachten viele Abende mit einer Flasche Rotwein auf dem Sofa, redeten und spielten verschiedene Zukunftsszenarien durch, anstatt mit den Rennrädern auf dem Deich. Figurfreundlich war das alles nicht. Wir beide futterten uns etliche der 2018 mit eiserner Disziplin abgespeckten Kilos wieder an. Mein Schweinehund kehrte ohne Vorwarnung aus seinem Sabbatjahr zurück und verführte mich dazu, immer mehr Trainingseinheiten auf die lange Bank zu schieben. Doch ohne Training erreicht man leider keine sportlichen Ziele. Beim Hamburger Triathlon startete ich statt in der Olympischen Distanz deshalb nur in der bewährten Volksdistanz. Den zweiten Triathlon schwänzte ich sogar ganz: Ich hatte schlicht keine Lust.

Ab jetzt geht es wieder aufwärts – beruflich und sportlich!
Zum Glück hat Christoph seit 1. September einen neuen Job, der ihn sehr reizt und in den er seine geballte Expertise perfekt einbringen kann. Das Stimmungsbarometer im Hause Thiel steigt also wieder. Und damit kreisen unsere Gedanken auch mal wieder um andere Dinge als den schnöden Broterwerb. Um Sport zum Beispiel! Wir haben uns fest vorgenommen, nun wieder regelmäßiges Training in unseren Alltag zu integrieren. Und ich habe mal wieder festgestellt: Beim Sport ist der Diabetes zwar oft spontan ein Spielverderber, doch andere Krisen können einen noch viel mehr ins Motivationsloch führen. Haken dran und auf ein Neues!

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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 4 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]







Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße