- Bewegung
Motto: “Fit mit Sehbehinderung”
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Nicht mehr gut sehen können – das betrifft Menschen mit Diabetes häufiger als Nicht-Diabetiker. Warum ist das so? Und wie können Menschen mit Diabetes vorbeugen? Außerdem: die Aktivitäten des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands zum Sehbehindertentag am 6. Juni. Der Verband hat eine Kooperation mit den Kieser-Studios initiiert und die Broschüre “Fit mit Sehbehinderung” herausgegeben.
Ein Drittel aller Menschen mit Typ-2-Diabetes hat eine leichte Veränderung der Netzhaut, wenn die Diagnose Diabetes gestellt wird, zwei Drittel haben nach fünfjähriger Krankheit eine Netzhauterkrankung. Die sogenannte Retinopathie ist bundesweit die Hauptursache für Erblindungen bei Erwachsenen. Das Gefährliche: Die Augenerkrankung zeigt lange Zeit keine Symptome. Sie wird deshalb oft zu spät diagnostiziert. Um das Augenlicht zu schützen, sollten Patienten vor allem auf ihren Blutdruck, aber auch auf eine gute Stoffwechseleinstellung achten. Das betont diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe zum Sehbehindertentag am 6. Juni 2015.
Warum sind Menschen mit Diabetes besonders gefährdet?
Menschen mit Diabetes sind besonders gefährdet zu erblinden. Denn dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte können die feinen Blutgefäße der Netzhaut irreparabel schädigen – ohne dass Betroffene das anfangs merken. Das Sehvermögen bleibt in der frühen Phase meist unbeeinträchtigt. Im fortgeschrittenen Stadium bilden sich bei einigen Betroffenen neue Gefäße, die bis in die Netzhaut oder den Glaskörper vordringen. Die Gefäße werden durchlässig und brüchig, Blut tritt in das umliegende Gewebe aus, was die Patienten als schwarze Flecken wahrnehmen. „Erst jetzt, wenn der Schaden am Auge unumkehrbar ist, lässt auch das Sehvermögen nach“, warnt Diana Droßel, Diabetesberaterin und selbst erblindete Patientin mit Typ-1-Diabetes.
Regelmäßig zur Vorsorge
Bei 2000 Menschen führt die diabetische Retinopathie jährlich zu Erblindungen. „Um dem vorzubeugen, sollten sowohl Menschen mit Typ-1- als auch mit Typ-2-Diabetes mindestens einmal im Jahr ihren Augenhintergrund spiegeln lassen. Bei bereits bestehenden Veränderungen der Netzhaut sollten die Untersuchungen je nach Stadium mindestens zweimal jährlich stattfinden“, sagt Diana Droßel, Vorstandsmitglied von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Denn früh erkannt, lassen sich irreversible Veränderungen der Netzhaut aufhalten. Mit einem Laser können etwa eingewachsene Blutgefäße verödet werden, um das Sehvermögen zu schützen. Im fortgeschrittenen Stadium hilft gegebenenfalls nur noch eine Operation, bei der der Glaskörper entfernt und ersetzt wird.
Blutzucker- und Blutdruckwerte sind wichtig
Neben der regelmäßigen Augenkontrolle beim Arzt ist auch ein gutes Selbstmanagement der Patienten essentiell. „Der wichtigste Anker in der Vorsorge von Augenerkrankungen sind aber nicht nur konstant gute Blutzuckerwerte“, erklärt Diana Droßel. Bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 hat sich gezeigt, dass gut kontrollierte Blutdruckwerte noch wichtiger sind als die Blutzuckerwerte. Denn ein zu hoher Blutdruck drückt das Blut aus den feinen und oft bereits geschädigten Gefäßen heraus und beschleunigt so den Prozess. Es gilt deshalb einen Blutdruck von unter 140/80 mmHG anzustreben.
Motto des diesjährigen Sehbehindertentages: “Fit auch mit Sehbehinderung”
Wie können sich Menschen mit Sehbehinderung sportlich betätigen? Darum geht es beim 2015 beim Sehbehindertentag. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband schreibt dazu auf seiner Internetseite:
“Laut dem aktuellen Gesundheitsbericht des Bundes treiben zwei Drittel der erwachsenen Deutschen Sport – bei den sehbehinderten und blinden Bundesbürgern dagegen ist es nicht einmal die Hälfte. Immer wieder müssen die Berater des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) feststellen, dass Menschen sich zurückziehen und körperliche Aktivitäten einstellen, wenn ihre Augen schwächer werden.
Bewegungsmangel kann gravierende Folgen haben – von Rückenschmerzen bis Bluthochdruck. Auf der anderen Seite sorgt sportliche Betätigung für Erfolgserlebnisse und kann damit sogar die Bewältigung einer Behinderung erleichtern. Mit gezielten Übungen können zudem behinderungsbedingte Probleme ausgeglichen werden. So lässt sich beispielsweise das Gleichgewicht trainieren, um Stürze zu vermeiden.
Viele sehbehinderte und blinde Menschen wissen nicht, dass ihnen zahlreiche sportliche Betätigungsfelder offenstehen. Hier möchte der DBSV mit seiner bundesweiten Aktion zum Sehbehindertentag 2015 ansetzen. Der Verband hat sich deshalb mit den Kieser Training-Studios zusammengeschlossen, einem der größten Anbieter in diesem Bereich mit 115 Centern in ganz Deutschland.
Um beim Thema Fitness darüber hinaus die Vielfalt der möglichen Sportarten zu schildern, erscheint zum Sehbehindertentag außerdem eine neue Broschüre unter dem Titel ‘Fit auch mit Sehbehinderung’. Tandemfahren, Gymnastik, Showdown – der 24-Seiter im DIN-A5-Format liefert praktische Tipps, macht einen kleinen Exkurs in anspruchsvollere Sportgefilde und nennt die Adressen verschiedener Ansprechpartner. Die Erstellung der Broschüre wurde von Bayer HealthCare unterstützt.”
Alle Informationen, die der DBSV zum Sehbehindertentag zusammengestellt hat, finden Sie hier: http://www.dbsv.org/dbsv/aufgaben-und-themen/sehbehindertentag/.
Mit dabei ist selbstverständlich eine Liste der Kieser-Studios, die sich an der Aktion des DBSV beteiligen und eine Möglichkeit zum Herunterladen der Broschüre “Fit auch mit Sehbehinderung”.
Quelle: Pressemitteilung von diabetesDE vom 1. Juni 2015; Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband
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stephanie-haack postete ein Update vor 6 Stunden, 32 Minuten
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 8 Stunden, 18 Minuten
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 6 Stunden, 20 Minuten
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
