- Aus der Community
Slacklining mit Diabetes
2 Minuten
Ob beim Essen, in der Partnerschaft, beim Sport oder im Job – immer wieder muss ich auf mich selbst schauen. Bei einem Spaziergang ist mir dazu letztens eine gute Metapher eingefallen. Ich war mit meiner Tochter Emilia und meinem Diabetes-Warnhund Daphne zum Spazieren in Seefeld. Es lag noch kein Schnee und die Bäume standen herbstlich ohne Laub am Wegesrand. Entlang unserem Spazierweg beobachtete ich einen jungen Mann, der zwischen zwei Bäumen in einer Entfernung von circa 50 Metern ein Seil spannte. Er wollte über diese ganze Strecke auf dem Seil balancieren. Diese neue Trendsportart nennt sich auch „Slacken“. Beim Slacken wird ähnlich wie beim Seiltanzen ein Schlauchband zwischen zwei Befestigungspunkten – sehr oft Bäume – gespannt.

Der Sportler balanciert über das Band mit dem Versuch, nicht abzustürzen. Vergleiche ich das Slacken mit meinem Diabetes, stellt sich mir die Frage, was passiert, wenn ich mal abstürze? Beim Slacken habe ich immer wieder den Boden unter den Füßen. Was bedeutet Abstürzen beim Diabetes? Beim Diabetes bedeutet Abstürzen für mich, in eine Unterzuckerung mit Bewusstlosigkeit zu fallen. Oder beim Augenarzt gesagt zu bekommen, dass es bereits sichtbare Schädigungen am Augenhintergrund gibt. Oder wenn einem der Partner sagt, dass ihn die ständige Rücksichtnahme auf den Diabetes nervt und er geht. Als Slackliner habe ich beim Absturz immer festen Boden unter den Füßen. Aber was habe ich beim Leben mit einer chronischen Erkrankung wie dem Diabetes? Für uns als Diabetiker geht es, glaube ich, nicht um eine gnadenlose Selbstoptimierung. Genau die wird heutzutage in den Medien viel zu sehr propagiert. Es geht vielmehr darum, darauf zu kommen, was mich als Diabetiker im täglichen Leben entlastet und was mir ganz praktisch hilft. Wo sind die kleinen Inselchen, die mir Schutz bieten in der täglichen rauhen See? Wo haben sich die kleinen Ansatzpunkte versteckt, die mir die Kraft für Weiterentwicklung und Veränderung geben? Das kann ein guter Freund sein, der mir aufmerksam zuhört. Es kann das fröhliche Lachen meiner Tochter sein, wenn sie wieder einmal mit ihren Murmeln spielt. Oder auch ein kurzes Innehalten am Abend bei einem guten Glas Rotwein.

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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 2 Tagen, 23 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 3 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße