- Bewegung
Sport auch mit Herzrhythmusstörungen möglich
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Menschen, die an Herzrhythmusstörungen leiden, müssen nicht zwangsläufig auf sportliche Betätigung verzichten. Nach eingehender kardiologischer Untersuchung, im richtigen Ausmaß und bei genauer Anleitung ist Sport für die meisten Herzpatientinnen und -patienten gesundheitsfördernd, betonen Experten bei den DGK-Herztagen in Berlin.
Für Menschen, die an einer Herzrhythmusstörung leiden, stellt sich die Frage, ob sie mit dieser Erkrankung Sport treiben dürfen und wenn ja, welche sportliche Betätigung für sie geeignet ist. Prof. Peter Seizer, Rhythmologe und Kardiologe am Universitätsklinikum Tübingen erklärte bei den Herztagen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Berlin, worauf Freizeitsportler mit Herzrhythmusstörungen achten müssen und warum eine Herzerkrankung kein Grund sein muss, auf sportliche Betätigung zu verzichten.
Sport erst nach vorheriger eingehender Untersuchung
Es hängt von der genauen Form der Erkrankung ab, ob es für Patientinnen und Patienten mit einer Herzrhythmusstörung förderlich ist, Sport zu treiben. Ob Bewegung den Gesundheitszustand der Betroffenen verbessert oder verschlechtert, kann nach eingehender Untersuchung mit EKG, 24-Stunden-EKG und, wenn nötig, zusätzlicher Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) eingeschätzt werden.
„Freizeitsportler sollten sich vor allem dann kardiologisch untersuchen lassen, wenn sie den Verdacht haben, dass sie an einer Herzrhythmusstörung leiden. Das bedeutet, dass sie entweder bereits Symptome verspürt haben oder es in ihrer Familie Personen mit dieser Erkrankung gibt“, empfiehlt Prof. Seizer. Der Experte kann in den meisten Fällen Entwarnung geben: „Der Großteil der Herzrhythmusstörungen von Freizeitsportlern ist zwar unangenehm, aber relativ harmlos.“
Eine Rhythmusstörung ist in der Regel dann ungefährlich, wenn sie für sich alleine steht, „nur“ eine Art Kurzschlussbahn des Kreislaufes ist oder auf Vorhofebene auftritt. Diese Erkrankungen können bei Hobbysportlern jeden Alters und jeder Sportart vorkommen, sind aber gut behandelbar.
Allerdings müssen Sportler mit bestimmten anfallsartigen eigentlich harmlosen Herzrhythmusstörungen darauf achten, welcher Sportart sie nachgehen: „Betroffene sollten Sportarten vermeiden oder nur unter Aufsicht ausüben, bei denen eine kurze Bewusstseinsstörung fatale Folgen haben könnte, etwa Klettern, Schwimmen, Tauchen, Skifahren, Radfahren, Reiten oder Motorradfahren“, rät Prof. Seizer.
Herzrhythmusstörungen: Auf Symptome achten
Oft sind schon vor dem erstmaligen Auftreten von Herzrhythmusstörungen Alarmsignale vorhanden. „Die Patienten berichten aber zumeist erst davon, wenn schon dramatische Symptome auftreten“, sagt der Experte. Bei älteren Patienten ist etwa die Angina Pectoris ein klassisches Symptom. Herzrhythmusstörungen werden von den Betroffenen zwar oft bemerkt, aber ignoriert. „Vor allem Männer gestehen sich die Symptome nicht ein oder glauben, dass sie sich nur etwas überbeansprucht haben. Sie sollten sich aber unbedingt untersuchen lassen.“
Geklärt werden muss auch, ob die Rhythmusstörung ein Anzeichen für eine nicht bemerkte folgenschwere Herzerkrankung ist. Herzrhythmusstörungen, die lebensbedrohlich werden können, entstehen aus einer nicht erkannten strukturellen Herzerkrankung. „Besonders gefährlich wird es, wenn ehrgeizige Hobbyathleten mit einer schweren unerkannten Herzerkrankung eine Sportart mit Wettbewerbscharakter betreiben, etwa Fußballspielen. Denn dann versuchen sie oft, das Letzte aus sich herauszuholen und über ihre Grenzen zu gehen“, weiß Prof. Seizer.
Unerkannte strukturelle Herzerkrankungen treten bei Patientinnen und Patienten auf, die genetisch bedingt eine Störung im Aufbau der Herzmuskulatur haben. Das betrifft vor allem die rechte Herzkammer: Es kann aber auch sein, dass die Herzwand zu dick wird. „Patientinnen und Patienten mit einer strukturellen Herzerkrankung sollten außergewöhnliche Belastungen meiden und keinen Leistungssport ausüben“, sagt Prof. Seizer.
Nach eingehender Voruntersuchung und bei Beschwerdefreiheit empfiehlt der Experte jedoch auch diesen Patientinnen und Patienten leichte körperliche Belastungen. „Ich rate den meisten trotz ihrer Erkrankung Sport zu betreiben, denn selbst bei Menschen mit Herzschrittmachern oder eingebauten Defibrillatoren wirkt sich Sport günstig auf die Gesundheit aus.“ Prof. Seizer betonte jedoch, dass die Sportausübung nur nach genauen Anweisungen, im geeigneten Ausmaß und in einem geschützten Rahmen erfolgen sollte.
Sport auch bei Herzschwäche wichtiges Element der Therapie
„Sport und körperliche Aktivität sind auch essentielle Bestandteile in der Vorsorge und Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz,“ berichtet bei den DGK-Herztagen Prof. Dr. Frank Edelmann (Berlin). So kann körperliche Aktivität einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Auftreten einer Herzschwäche um bis zu 50 Prozent zu reduzieren.
„Selbst wenn es zu einer Herzschwäche kommt, kann diese bei vorher Aktiven milder verlaufen“, so Prof. Edelmann. „Bei Patienten, die an einer Herzschwäche leiden, haben bereits zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche einen wichtigen Effekt auf die Prognose, außerdem kann schon nach kurzer Zeit die Leistungsschwäche und die Lebensqualität deutlich verbessert werden. Auch wichtige Begleiterkrankungen wie Diabetes können mit Hilfe eines körperlichen Trainings besser behandelt bzw. eingestellt werden.“
Wichtig sei es dabei, dass solche Trainings- und Aktivitätsprogramme auf den jeweiligen Patienten individuell zugeschnitten werden, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen und eine potenzielle Gefährdung zu vermeiden.
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 2 Tagen, 16 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 3 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße