Walking statt Winter-Blues

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Walking statt Winter-Blues

Dichte Wolken lassen den Himmel grau erscheinen. Die kalte Jahreszeit gibt der Sonne kaum eine Chance, uns mit Energie zu versorgen. Der Lichtmangel führt zu einer verminderten Produktion des Glückshormons Serotonin – für viele Menschen wiederholt sich damit ein alljährliches Stimmungstief in Herbst und Winter.

Ständige Müdigkeit, Antriebslosigkeit und interessanterweise auch Heißhunger auf Süßes sind typische Symptome eines Stimmungstiefs im Winter. Experten sprechen auch von einer saisonal bedingten Depression oder Winterdepression. Natürlich bedeutet nicht jede Stimmungsschwankung im Winter gleich das Vorliegen einer Winterdepression.

Auch lässt sich schwer beziffern, wie viele Menschen tatsächlich an einer saisonal bedingten Depression leiden, da die Übergänge zwischen einer normalen schlechten Stimmung oder Traurigkeit und Depressivität doch eher fließend sind und zudem geographisch erhebliche Unterschiede bestehen.

Diabetes und Depression beeinflussen sich gegenseitig

Gehen die Symptome allerdings mit einer Einschränkung von Lebensqualität und Leistungsfähigkeit einher, so ist sicherlich eine Depression anzunehmen – und professionelle Unterstützung in der Regel erforderlich. Bekanntermaßen beeinflussen sich Diabetes und Depression gegenseitig, sodass gerade Menschen mit Diabetes sehr sensibel auf die Signale ihres Körpers hören müssen.

Was aber hat die saisonal bedingte Depression, auch Winter-Blues genannt, mit Walking zu tun? Ganz einfach: Der Spaziergang an der frischen Luft ist die effektivste Maßnahme zur Vorbeugung und Therapie der saisonal bedingten Depression. Selbst ein bedeckter Himmel liefert eben noch um ein Vielfaches mehr Licht als die Beleuchtung in Räumen. Idealerweise sollte der Spaziergang morgens stattfinden. Durch das Licht wird die Serotoninbildung wieder angeregt, und unser Glückshormon kann wirken – Müdigkeit und Antriebslosigkeit verschwinden.

Spaziergänge bei Tageslicht sichern die Vitamin-D-Versorgung

Aber nicht nur die Psyche profitiert vom Sonnenlicht: Gerade in den Wintermonaten haben viele Menschen einen Mangel an Vitamin D, da für die Bildung des “Sonnenvitamins” Sonnenstrahlung benötigt wird. Jeder Spaziergang bei Tageslicht sichert die Vitamin-D-Versorgung und beugt somit der Osteoporose vor. Regelmäßige körperliche Aktivität steigert zudem das psychische Wohlbefinden, stärkt die Abwehrkräfte, verbessert die Herz- und Kreislauf-Funktion und lässt uns länger gesünder leben. Schöne Aussicht, nicht?

Je mehr Licht und Energie getankt werden, umso besser ist es. Empfohlen wird, je nach Intensität der Sonnenstrahlung, sich in den dunklen Monaten idealerweise täglich ein bis zwei Stunden draußen aufzuhalten. Sicherlich nicht immer ganz einfach zu erreichen. Eine Stoppuhr wird übrigens nicht benötigt: Ob langsam oder schnell gelaufen wird, ist mit Blick auf die Stimmungslage nicht entscheidend.

Entscheidend für den Erfolg sind Tageslicht, frische Luft und Entspannung

Alternativ zum Walking sind natürlich beliebig andere Sportarten im Freien möglich wie Nordic Walking, Jogging, Radfahren oder im Winter auch Eislaufen. Entscheidend für den Erfolg sind Tageslicht, frische Luft und Entspannung.

Früher war es noch notwendig, den Energieverbrauch im Winter zu reduzieren, um mit den zuvor angesammelten Energievorräten sicher durch den Winter zu kommen. Die Steinzeit ist vorbei, heute sind ausreichend Licht und Bewegung im Winter mehr denn je gefragt – damit der Winter-Blues erst gar keine Chance hat.


Es muss kein Marathon sein – der Spaziergang hält uns fit

Zunehmende motorisierte Nahmobilität, Fun- und Eventsportarten – der Spaziergang scheint so gar nicht mehr in unsere Zeit zu passen. Dabei lässt sich keine andere Form der Bewegung so einfach und spontan umsetzen – praktisch unabhängig von Zeit und Raum.

Spaziergänge bieten Platz für entspannte wie auch kreative Gespräche in der Freizeit und im Berufsleben. Spaziergänge erlauben, die Natur und Umwelt im Wechsel der Jahreszeiten zu erleben. Aus medizinischer Sicht gibt es zudem reichlich Argumente für den täglichen Spaziergang. Versuchen Sie es doch einfach mal wieder – er wirkt nicht nur gegen den Winter-Blues:

Regelmäßige Spaziergänge (30 Minuten an mindestens 5 Tagen in der Woche …

  • stärken die Herz-Kreislauf-Funktion
  • senken den Blutdruck
  • reduzieren das Diabetesrisiko
  • senken die Blutzuckerwerte
  • helfen bei der Gewichtsabnahme
  • helfen bei Depressionen
  • stärken das Immunsystem
  • bauen Stress ab
  • beugen einer Demenz vor
  • reduzieren das Krebsrisiko
  • verlängern das Leben

Wissenschaft interessant
Japanische Forscher haben festgestellt, dass japanische Männer im Alter von 40 bis 55 Jahren, die einen Fußweg von mehr als 21 Minuten zur Arbeit haben, nach 4 Jahren seltener an Typ-2-Diabetes erkranken als solche mit einem Fußweg von weniger als 10 Minuten.Der tägliche Spaziergang zur Arbeit reduziert das Risiko, an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Quelle: The Kansai Healthcare Study. Diabetes Care (2007)


von Dr. Meinolf Behrens
Diabetologe DDG, Facharzt für Sportmedizin und Ernährungsmedizin
Diabeteszentrum Minden, Bismarckstraße 43, 32427 Minden,
Telefon 0571-840999, E-Mail: mb@diabetes-minden.de
,
Internet: www.diabetes-minden.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2015; 64 (12) Seite 80-83

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  • hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

    • Hallo hexle,
      ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
      Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
      Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”

      Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.

      Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.

      Beste Grüße

    • PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.

    • Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.

    • @ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.

    • @schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….

  • uho1 postete ein Update vor 2 Wochen

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

  • diahexe postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

    • @gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…

      Kann es nur empfehlen!!!

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