Wenn der Schuh drückt, schmerzt der Rücken – was tun?

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Wenn der Schuh drückt, schmerzt der Rücken – was tun?

Im Laufe unseres Lebens tragen uns unsere Füße gleich mehrmals um die Welt. Eine beachtliche Leistung, an die wir kaum einen Gedanken verschwenden. Darum wird es Zeit, unseren Füßen die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen, angefangen beim richtigen Schuhwerk. Passform, Sohle und die Unterstützung des Fußes bei jedem Schritt, können beim Gehen einen entscheidenden Unterschied in Sachen Fuß- und Rückengesundheit machen. Hilfreiche Tipps kommen von der Aktion Gesunder Rücken (AGR). Plus: Was ist bei Diabetes zu beachten, wenn es um Füße und Schuhe geht?

Das optimale Schuhwerk ist unentbehrlich! Doch genau hier liegt das Problem, denn häufig sind unsere Schuhe zu klein, zu groß, zu eng oder zu weit und somit einfach nicht ideal. Auch schwankt die Qualität der Beratung von Geschäft zu Geschäft, und so wird es schwierig, den Überblick in der Vielzahl der Möglichkeiten zu behalten. Was bei einer falschen Kaufentscheidungen droht, reicht von Fehlbelastungen bei Gelenken, Muskeln und Sehnen, die stärker beansprucht werden, bis hin zu Fuß- und Rückenschmerzen, Verspannungen, Haltungsschäden oder Fehlstellungen. In Fachgeschäften, die von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) zertifiziert sind, finden Sie speziell geschulte Mitarbeiter, die Sie gern umfassend beraten.

Vor allem Rückenschmerzen sind eine häufige Begleiterscheinung des falschen Schuhwerks. Das Gewicht, das beim Gehen, Stehen und Laufen auf den Körper einwirkt, wird meist nicht gut genug abgedämpft, sodass Gelenke und Knochen falsch belastet werden. So leidet der Rücken unter den dauerhaften Stoß- und Stauchbelastungen. Gerade das leichte Schuhwerk im Sommer ist oftmals für diese Beschwerden verantwortlich, denn die Schuhe geben keinen Halt und ein einwandfreies Abrollen wird erschwert, wodurch die Belastung gänzlich auf den Fersen liegt. So sind Rückenschmerzen schnell vorprogrammiert.

Gütesiegel gibt Sicherheit

Bei der Auswahl des passenden Schuhwerks sollten Sie also unbedingt auch an Ihren Rücken denken. Das unabhängige Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. unterstützt Sie dabei und bietet Ihnen eine Orientierung, welche Schuhe besonders rückenfreundlich sind. Mit der richtigen Wahl lassen sich viele Beschwerden dauerhaft vorbeugen.

Vier Tipps für den Schuhkauf

  1. Zunächst muss die Größe natürlich stimmen! Ihre Schuhgröße können Sie im Geschäft ganz einfach ermitteln lassen. Es gilt, dass die Schuhe lieber etwas zu groß als zu klein sein sollten. Zu weite Schuhe sollten aber eher durch schmalere Modelle, statt eines kürzeren Paares ersetzt werden. Auch hier lohnt es sich, sich beraten zu lassen und auszuprobieren.
  2. Die Zehen müssen genügend Spielraum haben, wobei der Schuh aber gleichzeitig festen Halt bieten sollte. Vor den Zehen sollte noch etwa ein Daumen breit Platz sein.
  3. Für den perfekten Halt beim Gehen und Laufen sorgen ein stabiler Fersenschaft und eine rutschfeste Sohle. Unsere Füße sind übrigens weder gleich lang, noch gleich breit – deshalb sollten Sie unbedingt beide Schuhe anprobieren!
  4. Beim Schuhkauf sollten Sie außerdem berücksichtigen, dass das Volumen unserer Füße im Verlauf des Tages schwankt und je nach Belastung zunehmen kann. So kann es durchaus sein, dass die Füße am Nachmittag größer sind als am Morgen. Darum kann es durchaus sinnvoll sein den Schuhkauf in die Nachmittagsstunden zu verlegen. Gerade dann, wenn Sie Schuhe suchen, die Sie vorwiegend am Abend tragen möchten. Sportlichere Schuhe, bzw. Schuhe aus flexiblen Materialien können die Veränderung dagegen besser ausgleichen.
    Schuhe mit dem AGR-Gütesiegel

Gutes Schuhwerk: Hier werden Sie fündig

Sogenannte “Aktivschuhe” sind besonders gut für den alltäglichen Gebrauch geeignet. Sie zeichnen sich durch ein spezielles Dämpfungssystem aus, das Stoß- und Druckbelastungen beim Gehen abfedert und die Belastung für Muskeln und Gelenke reduziert. Sie verfügen zudem über eine besondere Sohle, die die natürlichen Bewegungsabfolgen beim Gehen fördert und dadurch für einen kontinuierlichen Trainingseffekt sorgt. Hier hat die Aktion Gesunder Rücken eine Liste mit Markenschuhen zusammengestellt, die diese Kriterien erfüllen. Auch für Kinderschuhe, Freizeitschuhe, Sicherheitsschuhe und Spezialschuhe gibt es Empfehlungen.

Wer Diabetes hat, sollte besonders auf seine Füße achten. Auch gute Schuhe sind wichtig. Lesen Sie hier mehr dazu:

Wichtig ist zudem, dass unseren Füßen Abwechslung geboten wird! Zum Beispiel durch den Wechsel zwischen verschiedenen Schuhmodellen oder Abwechslung bei Sport und Spaziergängen. So kann man einer dauerhaften einseitigen Belastung von Knochen, Bändern und Muskeln nachhaltig entgegenwirken. Auch aus hygienischen Gründen empfiehlt es sich, das Schuhwerk täglich zu wechseln, insbesondere bei Lederschuhen, die die Eigenschaft haben, Feuchtigkeit zu speichern und sie erst über eine längere Ruhephase wieder abzugeben.

Über die AGR
Seit 25 Jahren widmet sich die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. der Prävention und Therapie der Volkskrankheit Rückenschmerzen. Wichtiger Teil der Arbeit ist die Vergabe des AGR- Gütesiegels “Geprüft & empfohlen”, mit dem besonders rückenfreundliche Alltagsgegenstände ausgezeichnet werden können. Weiterführende Informationen zum Gütesiegel gibt es unter www.ruecken-produkte.de.

Quelle: Aktion Gesunder Rücken | Redaktion

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  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Woche, 2 Tagen

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/