Zum 5. Mal mit Spaß beim Köln-Marathon

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Zum 5. Mal mit Spaß beim Köln-Marathon

Nach monatelanger Vorbereitung nahmen auch in diesem Jahr wieder viele Menschen mit Diabetes als Teilnehmer des Diabetes Programm Deutschland (DPD) erfolgreich am Marathonlauf in Köln teil.

Über 300 Männer und Frauen mit Diabetes haben im Rahmen des Projektes Diabetes Programm Deutschland ihrem inneren Schweinehund den Kampf angesagt und seit Februar zwei Mal wöchentlich in kleinen Laufgruppen in ganz Deutschland trainiert. Rund 80 davon konnten am Sonntag (4. Oktober 2015) bei idealen Wetterbedingungen und angefeuert vom begeisterten Publikum die 5, 10 oder 21 Kilometer beim Köln Marathon erfolgreich bewältigen. Darunter auch die älteste Teilnehmerin des Marathons insgesamt, die mit ihren 71 Jahren das 10-Kilometer Ziel in einer sensationellen Zeit von 1 Std. 10 Min erreichte.

Gesunde Nachhaltigkeit statt Höchstleistungen

Dabei geht es bei der Teilnahme an einem der größten Laufevents Deutschlands nicht um Höchstleistungen: Wie bei den restlichen Programminhalten steht auch beim Köln Marathon nicht der schnelle Erfolg, sondern die Nachhaltigkeit sowie die Gesundheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an oberster Stelle. Deshalb betreuten insgesamt sieben Teams aus Ärzten, medizinischen Fachkräften und Apothekern die Läufer entlang der Strecke sowie im Start- und Zielbereich und kontrollierten regelmäßig den Blutzucker.

Bereits zum fünften Mal starteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Diabetes Programm Deutschland beim RheinEnergie Marathon Köln. Mit dem Ziel, Sport bewusst als Therapie gegen die Krankheit einzusetzen, wurde das Programm 2011 von Dr. Michael Rosenbaum, selbst Typ-1-Diabetiker und aktiver Marathonläufer, ins Leben gerufen.

Professionelle und ganzheitliche Betreuung der Läufer

Herausragendes Merkmal des Diabetes Programm Deutschland, das als offizielles Patientenschulungsprogramm der Techniker Krankenkasse zertifiziert ist, stellt die professionelle und ganzheitliche Begleitung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer dar.

Ihre sportwissenschaftliche Kompetenz bringt die Deutsche Sporthochschule Köln ein, vertreten u.a. durch die beiden renommierten Professoren Hans-Georg Predel und Ingo Froböse. Die medizinische Seite wird durch das Diabeteszentrum am Evangelischen Krankenhaus Köln-Weyertal, mit dessen Leiter Dr. med. Peter Loeff, abgedeckt. Darüber hinaus zählen Bayer HealthCare, Novo Nordisk, Medtronic, die Techniker Krankenkasse, die Apotheken, diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe sowie das Diabetes-Journal als Medienpartner zu den wichtigsten Unterstützern des Programms.

Schnell zu besserer Gesundheit

Untersuchungen der Sporthochschule Köln belegen, dass das Programm bei allen Teilnehmern bereits innerhalb weniger Monate zu einer signifikanten und nachweisbaren Verbesserung der Gesundheitswerte führte.

Insbesondere die Männer und Frauen, die an Typ-2-Diabetes erkrankt sind, haben in der Vorbereitungszeit auf den Köln-Marathon oder auf ein vergleichbares Laufevent deutlich an Gewicht verloren, ihren HbA1c-Wert verbessert und den Spaß an der Bewegung (wieder)entdeckt. Viele Typ-2-Diabetiker konnten die Medikamente drastisch reduzieren – und einige konnten sie sogar ganz absetzen.

2016 wird die Bandbreite der Sportarten erweitert

Für 2016 ist geplant, die Bandbreite der Sportarten zu erweitern. Nachdem bereits in diesem Jahr Nordic Walking neben den regulären Laufgruppen neu in das Programm aufgenommen wurde, werden 2016 erstmalig Fahrradgruppen angeboten.

So soll ein Bewegungsangebot für diejenigen Menschen geschaffen werden, die bereits Beschwerden an Füßen und Gelenken haben, die adipös sind oder die schlicht keinen Spaß am Laufsport haben. Die Fahrradgruppen sollen auf die gewohnte Art und Weise medizinisch und sportwissenschaftlich betreut werden und als Höhepunkt an einem lokalen Fahrradevent teilnehmen.

Was erwartet Sie 2016?
  • ein- bis zweimal wöchentliches Training in Lauf-, Walking- oder Fahrradgruppen
  • professionelle Betreuung durch ausgebildete Übungsleiter
  • fachärztliche Begleitung
  • Informations- und Schulungsveranstaltungen im Themenbereich Diabetes und Sport
  • kostenlose Blutzuckermessgeräte sowie ein Starterset an Teststreifen
  • hochwertiges Funktionsshirt
  • Startplatz bei einem regionalen Sportevent

Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Vormerkung erhalten Sie unter www.diabetes-programm-deutschland.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2015; 64 (12) Seite 50-51

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  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

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