- Diabetes-Grundwissen
Was bietet Coaching für Menschen mit Diabetes? Aus dem Alltag eines Coaches!
4 Minuten
Die Diagnose Diabetes hat viele Facetten. Fragen, die Menschen mit Diabetes beschäftigen, können daher sehr vielseitig sein. Wie kann ich meinen Alltag mit Diabetes gut für mich organisieren? Was wird sich alles ändern? Was kann ich jetzt vielleicht nicht mehr machen? Wie soll ich das alleine schaffen und was ist denn jetzt am Wichtigsten?
Einsatzmöglichkeiten von Coaching
Neulinge stehen vor einem riesigen Berg neuer Informationen und Verhaltensempfehlungen. In der Regel redlich bemüht, alles zu verarbeiten und gut umzusetzen. Im Vordergrund steht hier neben einer Schulung erst einmal die medizinische Betreuung und Auswahl der passenden Therapie. Doch sollte auch die mentale Komponente nicht außer Acht gelassen werden, denn die Lebenssituation verändert sich und der persönliche Kompass wird neu ausgerichtet.
Menschen, die schon länger dabei sind, setzen sich eher mit Fragen auseinander, warum es nicht so klappt, wie sie sich es vorgenommen haben, was sie tun können, damit es besser läuft oder warum ihr Alltag mit Diabetes so kompliziert geworden ist. Die Motivation lässt nach und sie bewegen sich Schritt für Schritt in eine Abwärtsspirale.
Coaching als Begleitung

Coaching ist ein Beratungsformat basierend auf einer professionellen Kommunikation und geht weit über einen freundschaftlichen Ratschlag hinaus. Daher kann Coaching eine gute Ergänzung und wertvolle Unterstützung zu den medizinischen/ernährungsberatenden Maßnahmen und den Angeboten der Selbsthilfe sein. Setzen wir uns frühzeitig nach der Diagnose oder in Zeiten, in der die Motivation einen Tiefpunkt hat, mit der persönlichen Lebenssituation auseinander, kann es mit einer Unterstützung wieder leichter fallen, den Alltag mit Diabetes zu meistern.

Obwohl Coaching grundsätzlich ein genereller Prozess ist, gibt es auch bei den Coaches verschiedene Schwerpunkte – meine Schwerpunkte sind Motivation, Zufriedenheit und Stärke im Alltag mit Diabetes sowie Konfliktlösung.
Insgesamt sollte für alle Coaches gelten und klar sein, dass der Coach eine vertrauensvolle Beziehung aufbaut und während des Coachings unabhängig von den eigenen Emotionen, Werten und Interessen ist. Die Struktur des Coachings wird an den Bedürfnissen des Menschen definiert, der sich coachen lässt. Der Coaching-Prozess wird aktiv, ziel- und ressourcenorientiert durch den Coach gesteuert.

Themen für ein Coaching
Ich möchte euch eine paar Idee geben zu den Themen, mit denen die Menschen in ein Coaching zu mir kommen: ich kann mich schwer motivieren, um im Alltag dranzubleiben; es gibt Situationen, da bekomme ich es einfach nicht hin; ich wünsche mir weniger Druck in meinem Alltag und möchte den Diabetes besser akzeptieren; ich bin in manchen Situationen so unsicher, das nervt mich; ich bekomme es einfach nicht hin, obwohl ich mir so viel Mühe gebe; ich glaube meine Kind braucht Unterstützung, um gut mit dem Diabetes umzugehen – nur um ein paar Beispiele zu nennen.

Coaching macht die Unzufriedenheit und die Belastungen sichtbar. Probleme werden auf den Punkt gebracht, Bedürfnissen werden klarer und dann kann die Suche nach individuellen Lösungen starten.
Coaching Formate und Methoden
Es gibt viele Möglichkeiten, ein Coaching zu gestalten. Die Frage ist, wie individuell und persönlich soll es sein. Steige ich mit einem Selbstlern-Angebot ein und setze mich mit mir unter Anleitung z.B. in Form eines Videokurses oder Workbooks auseinander. Oder besuche ich einen Workshop mit mehreren Teilnehmenden, denn das ist eine gute Möglichkeit, in den persönlichen Entwicklungsprozess mit einem persönlichen Kontakt zu einem Coach einzusteigen. Die individuellste und persönlichste Form ist das 1:1 Coaching (d.h. ein Coaching nur für dich alleine mit deinem Coach). Hier werden die Themen, um die es gehen soll passgenau identifiziert. Der Start für ein 1:1 Coaching sollte immer ein Kennenlerngespräch sein, um für beide Seiten festzustellen, ob es inhaltlich und persönlich passt. Alle Formate können prinzipiell online oder offline stattfinden.

Coaching soll Veränderungsprozesse anregen und begleiten. Es konzentriert sich dabei auf die Zukunft und arbeitet in der Regel nicht die Vergangenheit auf. Der Methodenkoffer ist sehr vielfältig und jede/r Coach hat hier sicherlich auch persönliche Lieblingsmethoden, die gut für den Einsatz in der eigenen Arbeit passen. Von einfachen Fragetechniken über schreiborientierte Methoden zur Fokussierung von Fragestellungen zu Übungen zur Visualisierung von Zusammenhängen wie z.B. das innere Team bis hin zu komplexen Aufstellungen und Hypnose. Eine entsprechende Ausbildung in den jeweiligen Methoden ist für mich eine wichtige Voraussetzung. Auch wenn der Begriff Coach und Coaching nicht geschützt ist und sich prinzipiell jeder Mensch so nennen darf.
Abgrenzung von Coaching zur Therapie
Eines sollte klar sein. Coaching ist keine Psychotherapie oder Heilbehandlung und daher auch kein Ersatz für medizinische Behandlungen oder sonstige therapeutische Maßnahmen. Alle Fragen zur Diabetes-Therapie müsst ihr unbedingt mit eurem Diabetes-Team klären und nicht mit einem Coach.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in meine Arbeit als Coach geben und euch zeigen, was Coaching, Menschen mit Diabetes bieten kann. Ansonsten lebe ich in vielen Bereichen mit dem Motto „Probieren geht über Studieren“. Wenn ihr merkt, dass ihr Bedarf habt, macht euch ein eigenes Bild davon, ob Coaching eine gute Unterstützung für euren Alltag mit Diabetes ist.
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 2 Wochen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 2 Wochen, 3 Tagen
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 2 Wochen, 3 Tagen
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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crismo antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
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Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”
Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….