- Eltern und Kind
Amadeus und sein Diabetes
2 Minuten
Nachdem er sein Diabetes-Management lange schleifen ließ, lernt der 15-jährigen Amadeus im CJD Berchtesgaden nun wieder im Alltag diszipliniert mit seiner Erkrankung umzugehen.
Diabetiker benötigen für den Umgang mit ihrer Krankheit viel Know-how. Wenn es daran fehlt, geht das langfristig auf Kosten der Gesundheit – so wie bei dem 15-jährigen Amadeus. Eine spezielle Schulung in einem Diabetes-Camp soll seinen Diabetes wieder auf Kurs bringen.
Schon viel gelernt nach zwei Wochen Intensivschulung
“Ich habe beim Diabetes-Camp schon viel gelernt.” Amadeus schnauft und zerrt an den Gewichten: “Ich kann jetzt beim Sport meinen Blutzucker ganz gut einregeln.” Nicht nur beim Krafttraining, sondern auch im Alltag weiß er nach zwei Wochen intensiver Schulung viel besser Bescheid über die teilweise doch recht komplizierten Dinge, die ein Diabetiker beachten muss.
“Früher habe ich vor dem Essen manchmal zu viel Insulin gespritzt”, erzählt Amadeus. “Das hat mich dann in den Unterzucker gebracht.” Um keine Folgeschäden zu bekommen, muss ein Diabetiker seinen Blutzucker möglichst gleichmäßig im normalen Bereich halten. Ein Maß, wie gut das gelingt, ist der sogenannte HbA1c-Wert. Der war bei Amadeus viel zu hoch.
Durch die Schulung im Diabeteszentrum des CJD Berchtesgaden, einer Einrichtung, die auf die Betreuung von chronisch kranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen spezialisiert ist, soll der HbA1c-Wert zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder sinken.
Diszipliniertes Krankheitsmanagement im Alltag erlernen
Begonnen hat bei Amadeus alles im Alter von acht Jahren. Der Junge war plötzlich extrem schlapp, müde und durstig. Er trank bis zu fünf Liter am Tag. Die Ärzte stellten einen hohen Blutzucker und Insulinmangel fest. Nach der Diabetes-Diagnose kam die Familie zunächst ganz gut damit zu recht. Im Alter von 12 Jahren begannen jedoch die Probleme: “Ich wollte nicht mehr messen. Ich wollte einfach nur mit meinen Freunden draußen sein.”
Inzwischen ist Amadeus klar, dass das auf Dauer nicht gut geht. Zusammen mit anderen 11- bis 16-jährigen Diabetikern aus Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen absolviert er bei dem Diabetescamp Schulungseinheiten und praktische Übungen. Ziel ist es, den jungen Diabetikern zu vermitteln, wie sie im Alltag ein diszipliniertes Krankheitsmanagement schaffen.
Bei dem erlebnisreichen Camp in den Berchtesgadener Alpen wird auch viel Sport gemacht. Besonders gut kommen bei den Jugendlichen Raftingtouren an. “Mit solchen Aktionen schulen wir die Therapieanpassung bei körperlicher Belastung und Sport”, erklärt Torsten Vetters, Diabetesberater und Sporttherapeut in dem Diabeteszentrum.
Quelle: Pressemitteilung des CJD Berchtesgaden
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Monat
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Monat
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße