CJD Berchtesgaden: Für jeden eine Chance

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© CJD Bayern/Eduard Goßner
CJD Berchtesgaden: Für jeden eine Chance

Im Diabeteszentrum des CJD Berchtesgaden lernen Kinder und Jugendliche in einer Langzeit-Rehabilitation mit ihrem Diabetes umzugehen. Die Stabilisierung des Stoffwechsels und der schulische Erfolg sind wichtige Ziele.

Wer ins Diabeteszentrum des Christlichen Jugenddorfwerks (CJD) Berchtesgaden kommt, bleibt für länger: Die Kinder und Jugendlichen sind zur Langzeit-Rehabilitation nach Oberbayern gekommen. Zu Hause waren alle Hilfen ausgeschöpft – also ambulante Angebote den Diabetes betreffend, Erziehungshilfe und andere pädagogische Hilfen.

In Berchtesgaden sollen die Kinder und Jugendlichen zwischen derzeit 9 und 21 Jahren gesundheitlich stabilisiert werden, der HbA1c-Wert soll sich verbessern, es soll zu keinen schweren Hypoglykämien oder gar Ketoazidosen mehr kommen – was bei manchen zu Hause öfter der Fall gewesen ist.

Stark in der Teamarbeit
  • Die Betreuung ist interdisziplinär: In jedem Haus/jeder Wohngruppe arbeitet ein pädagogisch-medizinisches Team. Psychologen, Diabetologen, Diätassistenten sind vor Ort.
  • Für interessierte Familien gibt es eine Elternberatung (E-Mail: florian.brandner@cjd.de
    ).

Auch Schule und Ausbildung sind wichtig: Die Kinder und Jugendlichen finden hier alle Schulformen vor, auch ein berufsvorbereitendes Jahr oder ein Ausbildungsjahr ist möglich (vom CJD Berchtesgaden werden Ausbildungen in verschiedenen Berufsfeldern angeboten). Wer ins Diabeteszentrum kommt, bleibt in der Regel für ein Jahr – mindestens.

“Oft ist es so, dass sie zwei bis drei Jahre bei uns bleiben”, sagt Diabeteskoordinator Torsten Vetters. Vetters ist Sportwissenschaftler, Diabetesberater und auch therapeutischer Teamleiter für die sechs Wohngruppen, in denen die Kinder und Jugendlichen mit Diabetes leben.

Sehr wichtig: Elternarbeit und Sport

Auch wenn es zu Hause nicht gut klappt: Aus der vertrauten Umgebung wegzugehen, ist nicht immer leicht, wie auch Diabeteskoordinator Vetters bestätigt.

Wichtig ist der aktive Kontakt zu den Eltern durch die pädagogischen Mitarbeiter, die Mediziner, die Diabetesberaterinnen. Zweimal im Jahr gibt es ein Elternseminar, einmal mit eher medizinischem, einmal mit eher pädagogischem/psychologischem Schwerpunkt. In den Ferien (und auch mal zwischendurch) können die Kinder und Jugendlichen nach Hause fahren.

Eine sehr große Rolle spielt der Sport. “Der Sport ist ein gutes Mittel, sich mit dem Diabetes zu beschäftigen”, sagt Torsten Vetters, der schon einige anspruchsvolle Projekte wie die Besteigung des Watzmanns oder die Mountainbike-Woche in Saalbach-Hinterglemm organisiert hat und auch viel Sport und Bewegung in den Alltag einbaut.


von Redaktion Diabetes-Eltern-Journal
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-eltern-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2016; 9 (3) Seite 23

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  • uho1 postete ein Update vor 3 Tagen, 18 Stunden

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂