- Aus der Community
Die Rettung vor dem „Selbstmord auf Raten“ – Teil #1
3 Minuten
Das Zentrum für jugendliche Diabetiker liegt inmitten des grünen, hügeligen Sauerlandes in der kleinen Stadt Lüdenscheid. Es ist eine Einrichtung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die alle an Diabetes erkrankt sind und zu Hause Probleme damit haben – ob mit der Akzeptanz, der Therapie oder den familiären Umständen.
„Selbstmord auf Raten“
Auch ich bin dort hingezogen, nachdem ich den Diabetes jahrelang einfach schleifen ließ. Meine damalige Diabetologin legte mir das Zentrum ans Herz – sie wollte nicht länger dabei zusehen, wie ich „Selbstmord auf Raten“ beging.
Nicht selten verbrachte ich damals Wochenenden wegen einer Ketoazidose auf der Intensivstation. Den Katheter meiner Pumpe regelmäßig wechseln, für die Mahlzeiten bolen, überhaupt den Blutzucker messen… dafür hatte ich damals einfach keinen Kopf.
Im Aufenthaltsraum gibt es einen Tischkicker und einen Billardtisch
Letztendlich stimmte ich zu und zog 2011 nach Lüdenscheid, zunächst ins Haupthaus. Dort gibt es 5 Wohngruppen, eine Turnhalle, die Büros der Verwaltung, ein kleines Gästeappartement und einen Veranstaltungsraum. Außerdem findet man hier über zwei Etagen einen Aufenthaltsraum mit Tischkicker, Billardtisch und Sitzmöglichkeiten.
Auch ein hauseigener Schulungs-und Behandlungsraum mit kleinem Labor ist im Haupthaus integriert. Hier verbrachte ich die ersten zwei Jahre auf der Wohngruppe „Mark Twain“ mit 8 und zwischenzeitlich auch mal 9 weiteren Jugendlichen.
Vorbereitung für ein eigenständiges Leben
An das Hauptgebäude anschließend ist eine „außengelagerte Wohngruppe (AGW)“ untergebracht – also eine Wohngemeinschaft für drei Bewohner mit eigenen Bädern und einer Küche. Dort wohnt zurzeit auch immer noch ein Freund, der in Lüdenscheid seine Ausbildung macht.
Über die ganze Stadt verteilt findet man weitere Wohnungen oder kleine Wohngemeinschaften, die vom Zentrum angemietet werden, um einige Bewohner auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten.
Meine letzten 2 Jahre in Lüdenscheid habe ich in einer eigenen Wohnung verbracht, die letzten paar Monate durfte dann auch meine Freundin mit einziehen.
Auch für Diabetiker mit starker körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung
Auf alle Wohnmöglichkeiten gerechnet können etwa 70 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene betreut werden. Auch für Diabetiker mit starker körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung wurde eine eigene Gruppe geschaffen, die besondere Betreuung bietet.
Die Bewohner auf den Wohngruppen sind im Schnitt zwischen 8 und 18 Jahre alt, in den ausgelagerten Wohnungen gibt es nur bedingt eine Altersgrenze. Ich verließ das Zentrum, als ich 20 Jahre alt war.
Betreuer sind rund um die Uhr erreichbar
Alle schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen besuchen verschiedene Schulen in Lüdenscheid, andere beginnen hier auch ihre Ausbildung oder arbeiten bereits, während sie noch vom Zentrum ambulant betreut werden. Hierfür steht ein großes Team 24 Stunden am Tag bereit.
Erzieher, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, eine Psychologin, Diabetesberaterinnen, Ernährungsberaterinnen, Lehrer, Köche, Verwaltungsangestellte und Hauswirtschafterinnen decken eine ganze Palette an Angeboten und Leistungen für die Bewohner ab. Vor allem die Betreuer sind eigentlich Tag und Nacht erreichbar und kommen so auch im Notfall mitten in der Nacht zur Wohnung.
Förderung des Selbstbewusstseins
Während der Zeit im Zentrum soll natürlich trotzdem Stück für Stück das Selbstbewusstsein der Bewohner im (geschulten) Umgang mit dem Diabetes gefördert und auch die Selbstständigkeit im Alltag erlernt werden. Dazu später mehr…
Streicheleinheiten für Candy – die Diabetikerwarnhündin
Lüdenscheid selbst ist keine schöne Stadt – bietet aber trotzdem ein paar Freizeitangebote. Ein großes Einkaufszentrum, ein Schwimmbad, Kampfsportschulen, Sportvereine, Fitnessstudios, ein großer Stausee und auch ein Badesee liegen ganz in der Nähe.
Einige engagierte Leute organisieren regelmäßig Ausflüge oder Sporteinheiten im Zentrum selbst – Anja Renfordt zum Beispiel ist eigentlich jede Woche in der Turnhalle zu finden und macht Sport mit den Kindern und Jugendlichen, die Lust dazu haben. Andere kümmern sich um Candy, die sich gerne ihre Streicheleinheiten abholt!
Wer möchte, kann seine Eltern natürlich regelmäßig besuchen – die sind auch gern gesehene Gäste bei Schulungen, Gesprächen und Veranstaltungen!
…mehr über den Alltag und die Organisation im Zentrum für jugendliche Diabetiker erfahrt ihr nächsten Monat 🙂
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 2 Wochen, 3 Tagen
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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crismo antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
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Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”
Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….