Diabetes-Ambulanz der Kinderklinik am Klinikum Worms

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© Klinikum Worms, Nowicki
Diabetes-Ambulanz der Kinderklinik am Klinikum Worms

Diabetes gehört zum Leben, die Erkrankung darf das Leben aber nicht dominieren – das ist das Motto des kinderdiabetologischen Teams am Klinikum Worms. 190 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden behandelt, darunter 35 Kinder, die eine halbe Autostunde entfernt in einem Internat leben.

Seit über 20 Jahren besteht die Ambulanz für Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus am Klinikum Worms. Wir betreuen alle Altersklassen – vom Säugling bis zum jungen Erwachsenen. Gemeinsam mit den Eltern möchten wir den Betroffenen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen, denn wir wollen vermitteln: „Diabetes gehört zwar zu deinem Leben, er darf es aber nicht dominieren! Gemeinsam sind wir stark!“

Im Jahr 1997 wurde die Diabetes-Ambulanz für Kinder und Jugendliche eröffnet, aktuell sind 190 Patienten in unserer Behandlung. Dazu zählen auch 35 Kinder, die im Internat Weierhof in Kirchheimbolanden leben. Das gesamte dortige Personal wird von unserer Klinik ausführlich geschult, zwei Diabetesberaterinnen DDG sind ständig vor Ort tätig. Seit 2005 ist unsere Kinderklinik als Schulungs- und Behandlungszentrum von der DDG zertifiziert.

67 Prozent tragen eine Pumpe

Unsere Abteilung steht modernen Techniken sehr aufgeschlossen gegenüber, mittlerweile tragen 67 Prozent unserer Patienten mit Diabetes Typ 1 eine Insulinpumpe, davon ca. 80 Prozent als sensorunterstützte Insulinpumpentherapie. Unser Bestreben ist es, die Kinder bereits direkt nach Manifestation auf eine Pumpe einzustellen.

Unsere Mitarbeiterinnen haben sich bereits frühzeitig mit den Insulinpumpen der neuesten Generation vertraut gemacht, sodass wir diese sehr aktuellen Hybrid-Closed-Loop-Systeme erfolgreich einsetzen können. Ein CGM-System zur kontinuierlichen Messung des Gewebezuckers wird von uns auch bei einer konventionellen intensivierten Pen-Insulintherapie in knapp 70 Prozent der Fälle angewendet.

Online-Webinar mitentwickelt

Wir halten eine frühzeitige und umfassende Schulung der betroffenen Kinder und deren Eltern für sehr wichtig. Für pädagogisches Fachpersonal in Rheinland-Pfalz wurde – auch durch unsere Mitwirkung und in Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Landesinstitut – ein „Online-Webinar“ mit acht kurzen Videos entwickelt, das in einfacher und strukturierter Form die Besonderheiten der Diabetesbehandlung im Kindesalter erklärt. Eine Ergänzung durch zusätzliche Schulungseinheiten ist in unserer Klinik möglich.

Wir veranstalten seit sieben Jahren jährlich einen Informationstag mit Vorträgen zu medizinischen Neuheiten und Techniken, Vermittlung von Tipps und Tricks im Alltag, ergänzt durch eine Industrieausstellung. In den letzten Jahren konnten wir an diesem Tag jeweils ca. 100 Interessierte begrüßen. Ein reger Austausch zwischen den betroffenen Familien beim gemeinsamen Essen fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl sehr. Unser Ziel heißt: Diabetes akzeptieren – Therapie erfolgreich durchführen!

Unser Team
  • Dr. Charlotte Engler-Schmidt, Oberärztin, Diabetologin DDG/LÄK/Pädiatrische Endokrinologin
  • Dr. Cornelia Joiko, Oberärztin, Diabetologin DDG
  • Margot Unrau, Anna Cacic, Diabetesberaterinnen
  • Fabienne Geier, Diabetesberaterin in Ausbildung
  • Luisa Kressig, Krankenschwester

Das Diabetesteam wird unterstützt durch den Sozialdienst und die physiotherapeutische Abteilung der Klinik.


von Dr. Charlotte Engler-Schmidt
Leitung der Diabetes-Ambulanz
Kinderklinik am Klinikum Worms
Gabriele-von-Seidl-Straße 81, 67550 Worms
E-Mail: paediatrie@klinikum-worms.de

Internet:

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2020; 12 (2) Seite 26

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  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 3 Wochen

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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