- Eltern und Kind
Diabetes-Ambulanz im Kinderzentrum Bethel in Bielefeld
2 Minuten

Geht nicht, gibt’s nicht! Ein preisverdächtiger Rap oder ein Video übers genüssliche Eisschlecken mit und trotz Diabetes Typ 1 – die Kinder und Jugendlichen in der Diabetes-Ambulanz im Kinderzentrum am Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) setzen ihre Ideen um und nehmen jede Herausforderung an. Dabei werden sie von einem multiprofessionellen Team kräftig unterstützt – und die Eltern sind begeistert.
Felix, Jannik und Sophia haben sich bei einem Alltagstraining in der Diabetes-Ambulanz im Kinderzentrum Bethel am EvKB kennengelernt. In mehrtägigen Kursen lernen hier Schulkinder mit Typ-1-Diabetes mit ihrer Erkrankung umzugehen, und zwar auf sehr kreative Weise.
Platz 1 beim Diabetes-Kids-Rap-Contest
Ein Ergebnis davon ist ein Musik-Video, für das die Kids einen eigenen Rap produziert haben. „Die Kinder wollten an einem Wettbewerb der Deutschen Diabetes-Hilfe in Berlin mitmachen“, erzählt Diabetesberaterin Silke Kronshage, die die Idee mit ihren Kolleginnen und Kollegen vorbehaltlos unterstützte. Das Ende vom Lied: Die Kinderrapband aus Bielefeld belegte Platz 1 in Berlin.
„Wir möchten gerne, dass jedes Kind, das zu uns kommt, sich wie ein Sieger fühlt und nicht wie ein Verlierer, weil es Diabetes hat.“ So bringt Dr. Norbert Jorch das Ziel der Trainingsangebote auf den Punkt. Der leitende Arzt der Diabetes-Ambulanz ist Teil des multiprofessionellen Teams aus Diabetesberaterinnen, Ökotrophologin, pädiatrischen Diabetologinnen und Diabetologen, Psychodiabetologinnen, Sozialarbeiterinnen, Physio-, Ergo- und Kunsttherapeutinnen und -therapeuten, das nach dem Motto arbeitet: Was immer möglich ist, machen wir möglich.
In der Behandlungseinrichtung für Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre werden alle Diabetesformen behandelt. Seit 1984 gibt es das ambulante Diabeteszentrum. 250 Kinder und Jugendliche werden jährlich behandelt, 40 Neuerkrankte kommen im Jahr dazu, und rund 2.000 Kontakte managt die ambulante Anlaufstelle.
Schulung für alle Altersgruppen
Die Schulungsangebote sind durchweg altersgerecht aufgearbeitet. Im Kurs „Reif für die Pumpe“ werden Kinder und Jugendliche von einer Spritzentherapie mit Pens auf eine Pumpentherapie umgestellt. Im Kurs „Fit für den Alltag“ lernen sich Gleichaltrige kennen, frischen ihr Wissen auf und erarbeiten gemeinsam ein Projekt, z. B. ein Video zum Thema „Eis essen und Diabetes“. Kindergartenkinder werden „Fit für die Schule“ gemacht, Jugendliche lernen Kochen und Backen unter dem Motto: „All you can eat“. Und das Thema „Diabetes und Auto“ wird auf einer Kartbahn umgesetzt.
Auch wenn die Kinder und Jugendlichen ganz im Mittelpunkt stehen, werden die Eltern, Betreuenden, Großeltern sowie Erzieherinnen und Erzieher nicht vergessen. In eigenen Workshops bekommen sie Theorie und Praxis zum Thema „Kinder und Diabetes“ vermittelt. Das Programm wird jährlich aktualisiert, damit aufkommende Trends berücksichtigt werden können. Schließlich soll das Kursangebot den Kindern und Jugendlichen Spaß machen – trotz oder mit Diabetes!
Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG
Leitender Arzt: Dr. med. Norbert Jorch,
Evangelisches Klinikum Bethel, Haus Burgblick,
Bethesdaweg 10, 33617 Bielefeld,
Tel.: 05 21/77 27 80 71,
E-Mail: kinderklinik@evkb.de
,
Website: www.evkb.de
von Cornelia Schulze
Abt. Unternehmenskommunikation,
Evangelisches Klinikum Bethel
E-Mail: cornelia.schulze@evkb.dee
Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2020; 12 (1) Seite 29
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße