Diabetes besser handhaben lernen

2 Minuten

Diabetes besser handhaben lernen

Kinder und Jugendliche mit Diabetes lernen in den Diabetes-Camps des CJD Berchtesgaden den Umgang mit der chronischen Erkrankung. Schulungseinheiten und praktische Übungen vermitteln den Teilnehmern, wie sie im Alltag ein besseres Krankheitsmanagement schaffen. Das hat auch dem 13-jährigen Cameron geholfen.

Das Leben mit Diabetes ist nicht leicht, vor allem nicht für Kinder und Jugendliche. Gerade ihnen drohen Langzeitschäden, wenn sie schlecht mit ihrer Erkrankung umgehen. Deshalb lernt der 13-jährige Cameron in einem Diabetes-Camp, wie er seine chronische Krankheit besser in den Griff bekommt.

“Mein Blutzuckerwert schwankt stark.” Dass das nicht gut ist, hat Cameron in dem Schulungscamp gelernt. “Ich habe eine Menge darüber gehört, welche Folgekrankheiten man bekommen kann, und dass man sich deshalb um den Diabetes kümmern muss.”

Das Know-how im Umgang mit dem Diabetes verbessern

Das ist im Alltag aber nicht so leicht. Bei einem 10-tägigen Camp im Diabeteszentrum des CJD Berchtesgaden, einer Einrichtung, die auf die Betreuung von chronisch kranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen spezialisiert ist, verbessert der Diabetiker aus der Nähe von München sein Know-how im Umgang mit dem Diabetes. Um keine Folgeschäden zu bekommen, muss er seinen Blutzucker möglichst gleichmäßig im normalen Bereich halten. Ein Maß, wie gut das gelingt, ist der sogenannte HbA1c-Wert. Bei Cameron ist er zu hoch.

Begonnen hat bei ihm alles im Alter von neun Jahren. Nach einer lebensgefährlichen Blutzuckerentgleisung wurde im Krankenhaus Diabetes diagnostiziert. Vorher war bei ihm nur eine starke Unruhe aufgefallen. Die wahre Ursache wurde nicht erkannt. “Dann als der Diabetes diagnostiziert war, habe ich die Schule gewechselt, weil die dort dachten, dass ich ADHS habe”, erinnert sich der schmächtige Junge. “Die wollten meine Mutter zwingen, mir Medikamente gegen ADHS zu geben.”

„Ich hoffe, es geht mit meinem Blutzuckerwert ab jetzt besser“

Für Cameron, der neben dem Diabetes auch noch Asthma hat, wird der Alltag stark von den Krankheiten bestimmt: “Diabetes ist für mich schwieriger wegen dem ganzen Messen, Ausrechnen und Spritzen. Beim Asthma muss ich nur dreimal am Tag mein Spray nehmen.”

Zusammen mit anderen jungen Diabetikern aus ganz Deutschland absolviert Cameron bei dem Camp Schulungseinheiten und praktische Übungen. Sie sollen den Teilnehmern vermitteln, wie sie im Alltag ein besseres Krankheitsmanagement schaffen. “Das Camp hat mir sehr gut gefallen. Ich hoffe, es geht mit meinem Blutzuckerwert ab jetzt besser.”


Quelle: Pressemitteilung des CJD Berchtesgaden

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Diabetisches Fußsyndrom: Füße bei Diabetes auf Dauer gesund erhalten
Kalte Füße, trockene Haut, kleine schlecht heilende Wunden an den Füßen – auf diese Warnsignale sollten Menschen mit Diabetes achten, damit kein diabetisches Fußsyndrom entsteht. Denn geschädigte Nerven und verengte Gefäße können gefährliche Folgen haben. Doch es gibt Möglichkeiten, dem vorzubeugen und die Füße gesund zu halten.
Diabetisches Fußsyndrom: Füße bei Diabetes auf Dauer gesund erhalten | Foto: bilanol – stock.adobe.com

3 Minuten

Rezept für Gratinierte Sommer-Früchte
Sommer auf dem Grill: Aprikosen und Nektarinen werden mit Zitronensaft und Rosmarin aromatisiert, mit Camembert überbacken und in nur 20 Minuten servierfertig. Mit Nährwerten pro Portion eignet sich das Dessert auch für die diabetesbewusste Küche.
Rezept für Gratinierte Sommer-Früchte | Foto: MedTriX / Bernhard und Gabi Kölsch

2 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 4 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

Verbände