Dianiño-Nannies: Familien helfen, Angst nehmen, begleiten

2 Minuten

Dianiño-Nannies: Familien helfen, Angst nehmen, begleiten

Seit über 15 Jahren unterstützt die Stiftung ­Dianiño Familien, die in Not geraten sind und in denen ein Kind Typ-1-Diabetes hat. Zum Beispiel schickt die Hilfsorganisation Dianiño-­Nannies in bedürftige Familien, die über einen gewissen Zeitraum nicht nur mit Diabetes-Know-how weiterhelfen – so wie bei Romy.

Die Binder GmbH mit Sitz in Tuttlingen (Baden-Württemberg) ist Weltmarktführer für Simulationsschränke. Der geschäftsführende Gesellschafter Peter Michael Binder hat noch ein anderes Anliegen, und zwar die Stiftung Dianiño, die sich seit Jahren unermüdlich für Kinder mit Typ-1-Diabetes einsetzt. Er unterstützt die von Ingrid Binder gegründete, karitative Einrichtung nach eigener Aussage, weil es ihm eine Herzensangelegenheit ist. Die aktuelle Geschichte von Romy zeigt, wie ein solches Engagement aussieht – und wie sich Menschen engagieren:

Romy (5): Leben bei den Großeltern

Viel Neues kam in den vergangenen zwei Jahren über die fünfjährige Romy: Bei ihr wurde Diabetes diagnostiziert, die Eltern ließen sich scheiden, und Romys Mutter erkrankte plötzlich schwer. Für die Familie ein harter Schlag – das wäre es wohl für jede Familie. Romy wurde von ihren Großeltern aufgenommen.

Die Freude über die neue Bewohnerin war groß – und die Situation trotzdem nicht einfach: Romy muss wegen ihres Diabetes mehrmals täglich Insulin gespritzt bekommen. Zudem muss der Blutzucker davor gemessen werden: eine Aufgabe, vor der sich die Großeltern fürchteten, denn sie wussten nichts über Diabetes, wie man damit umgeht und worauf man dringend achten sollte. Unsicherheit machte sich breit.

Die Nanny erklärt alles – mit viel Geduld

Die Großeltern wandten sich an „Dianiño“: Die Hilfsorganisation unterstützt Familien mit Kindern, die an Diabetes Typ 1 erkrankt sind. Gleich am nächsten Tag kam eine „Dianiño-­Nanny“ zu der Familie nach Hause. Sie erklärte den Großeltern in den darauffolgenden Tagen mit großer Geduld und viel Gefühl die lebensnotwendige Therapie und den richtigen Umgang mit dem Diabetes im Alltag.

Nach und nach nahm die Dianiño-Nanny den Großeltern die Angst vor dem Insulinspritzen und dem Blutzuckermessen bei der Kleinen. Zudem kümmerte sich die Nanny um Romy: Romy sollte ihre Mutter nicht zu sehr vermissen. Die Nanny begleitete das kleine Mädchen in den Kindergarten und nahm sich viel Zeit zum Vorlesen und Geschichtenerzählen.

Geborgenheit, bis die Mutter fit ist

Als sich im Haus der Großeltern der tägliche Umgang mit der Diabetes-Erkrankung von Romy eingespielt hatte, verabschiedete sich die Dianiño-Nanny. Romy war in guten Händen bei ihren Großeltern. Und diese waren zuversichtlich, dem Kind solange die nötige Geborgenheit geben zu können, bis die Mutter wieder gesund ist. Sehr gute Sache, oder?

Möchten Sie helfen?


>
Typ-1-Diabetes ist eine unheilbare Autoimmunkrankheit, die das Leben der Kinder massiv erschwert. In Familien, in denen schon Leid oder Verzweiflung vorherrschen, kommt es schnell zur Katastrophe. In dieser Situation hilft Dianiño seit 2004 mit Einsätzen vor Ort. Die Dianiño-Nannies stellen sicher, dass die lebensnotwendige Versorgung der Kinder gewährleistet wird und das Leid nicht noch größer wird. Weitere Infos: www.stiftung-dianino.de

Für Spenden:
Kreissparkasse Tuttlingen
IBAN: DE 3064 3500 7000 0004 4884
BIC: SOLADES1TUT


von Ingrid Binder
Vorstandsvorsitzende Stiftung Dianiño
Im Mittleren Ösch 5, 78532 Tuttlingen
E-Mail: info@stiftung-dianino.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (2) Seite 12-13

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Diabetes-Anker-Podcast: Diabetisches Fußsyndrom – wie können Menschen mit Diabetes ihre Füße schützen, Herr Dr. Zink?
Diabetes-Anker-Podcast: Diabetisches Fußsyndrom – wie können Menschen mit Diabetes ihre Füße schützen, Herr Dr. Zink? | Foto: MedTriX / zVg

2 Minuten

Dr. Michael Bösch im Interview: Mit „DiaWalk“ die Menschen zu mehr Bewegung aktivieren
Der Diabetologe Dr. Michael Bösch aus Tuttlingen bringt, zusammen mit anderen, beim DiaWalk ehrenamtlich viele Menschen in Bewegung – und wünscht sich, dass das für den einen oder die andere eine Initialzündung ist für einen gesünderen Lebensstil. Im Interview berichtet er von diesem Projekt.
Dr. Michael Bösch im Interview: Mit DiaWalk die Menschen zu mehr Bewegung aktivieren | Foto: Mailin Müller

12 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche

    Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

    • Hallo hexle,
      ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
      Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
      Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”

      Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.

      Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.

      Beste Grüße

    • PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.

    • Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.

    • @ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.

    • @schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….

  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

  • diahexe postete ein Update vor 3 Wochen

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

    • crismo antwortete vor 1 Woche

      @gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…

      Kann es nur empfehlen!!!

Verbände