Die Sicht der Eltern: Therapie-Anpassungen zu Hause – soll ich oder nicht?

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Die Sicht der Eltern: Therapie-Anpassungen zu Hause – soll ich oder nicht? | Foto: MDSIAM – stock.adobe.com
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Die Sicht der Eltern: Therapie-Anpassungen zu Hause – soll ich oder nicht?

Viele Eltern, mit denen Maren Sturny in Kontakt kommt, fühlen sich unsicher: „Therapie-Anpassungen zu Hause? Das darf ich doch gar nicht“, hört sie oft. Sie hat sich dazu mit ihrem Diabetes-Team am Klinikum Dritter Orden in München ausgetauscht und teilt hier ihre Erkenntnisse.

Wieder zu Hause. Wir haben wie immer viel besprochen mit unserem Diabetes-Team und gemeinsam auch die Einstellungen in Sarah-Léonies Insulinpumpe angepasst. Meine Tochter wächst langsam in die Pubertät hinein, immer wieder „spinnen die Werte“.

Wichtigstes Learning heute: Wenn die Einstellungen, bei uns die der Insulinpumpe mit AID-Technologie, nicht mehr zu Sarah-Léonies Insulinbedarf passen, darf ich diese auch zwischen den Terminen anpassen. Ob mit oder ohne Rücksprache – das Diabetes-Team kann die Pumpendaten jederzeit einsehen und mich ggf. unterstützen – ist mir überlassen.

Das erste Mal

Vier Wochen später stelle ich fest, dass das Glukose-Niveau wieder höher ist. Ständig sind wir am Abgeben von Insulin zur Korrektur. Dabei ist meine Tochter gar nicht krank und so viele Fette und Proteine enthält das Essen auch nicht. Die Tendenz, dass sie nun mehr Insulin benötigt, hält sich auch in der Woche darauf noch.

Ich spreche mit dem Diabetes-Team. Sie schlagen mir vor, die Insulindosis für Kohlenhydrate, Korrektur und Basalrate jeweils um 10 Prozent zu erhöhen. Das ist der Vorschlag für uns, aber kann bei anderen individuell anders sein. Ich stelle nochmals sicher, in welche Richtung diese Anpassungen jeweils erfolgen sollen.

Wie ein Wunder

Und dann passiert das Wunder: Quasi über Nacht wird aus dem anstrengenden Diabetes wieder ein Teamplayer und bei uns kehrt wieder Entspannung ein. Unsere Ärztin erklärt mir, dass Kinder im Wachstum und mit Beginn der Pubertät einfach schrittweise immer mehr Insulin benötigen und dass das ganz normal sei. Diese Schritte können aber oftmals kürzer als drei Monate sein.

Volltreffer

Sarah-Léonies Körper stellt mich dieses Mal vor eine besondere Herausforderung, denn bereits vier Wochen später passt es wieder nicht mit den Werten trotz eines normalen Alltags. Soll ich warten bis zum nächsten Termin oder mich trauen? Nachdem ich einige Anzeichen für einen Hormonschub bei ihr erkenne, traue ich mich. Wieder justiere ich die Einstellungen, dieses Mal eigenmächtig, um 10 Prozent.

Zur Sicherheit habe ich unser altes Pumpenprofil gespeichert. Just in case … Nach einigen Tagen, in denen ich die Verläufe des Gewebezuckers sehr genau beobachte, entspanne ich mich. Alles im Lot, auch nachts wieder, denn da wüten bei uns die Hormone besonders stark. Volltreffer also und ich weiß nun, dass ich das auch zu Hause hinbekomme.

Therapie anpassen – alles Wichtige auf einen Blick

  1. Therapie-Anpassungen sind auch zu Hause erlaubt und gewünscht, also zwischen den Terminen mit dem Diabetes-Team.
  2. Für Rückfragen bei Unsicherheiten steht mein Diabetes-Team immer zur Verfügung.
  3. Ein genaues Beobachten der Werte nach den Anpassungen ist erforderlich.

von Maren Sturny

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 73 (5) Seite 43

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  • uho1 postete ein Update vor 2 Tagen, 14 Stunden

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂