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Die Vertrauensfrage
2 Minuten

Im neuen Jahr stehen für mich neue Entscheidungen an. Seit ich meine kleine Tochter an meiner Seite habe, gelüstet es mich, mehr mit Kindern zu arbeiten.

Zugegeben, ich führe bereits einen Kurs zum Eltern-Kind-Turnen und habe auch bereits Turnstunden in Kindergärten oder in Volksschulen geleitet. Mein Diabetes spielte dabei bisher meist eine kleine Nebenrolle. Die Stunden waren bis jetzt auf 1 bis 2 Stunden begrenzt. Unterzuckerungen traten während dieser Zeit noch nie auf. Doch kann ich es wagen, über einen längeren Zeitraum mit kleineren Kindern zu arbeiten?
Findet man einen Job im Bereich Pädagogik mit Diabetes?

Ich denke an einen Job als Kinderkrippenpädagogin. Dafür würde die Arbeitszeit schon mal sechs bis acht Stunden dauern. Und haben die Eltern oder Mitarbeiter ein Problem damit, wenn ich als Diabetikerin vor den Kindern manchmal meinen Blutzucker messen muss oder mich kurz hinsetzen, um eine Banane zu essen? Findet man überhaupt einen Job in diesem Bereich mit der Angabe, dass man Typ-1-Diabetikerin ist? Bei mir im Hinterkopf sitzt eine große Angst, dass die Skepsis gegenüber meinem Diabetes überwiegt.
Die Vertrauensfrage: Was sagen die Eltern der Kinder?
Hier stellt sich nun die Vertrauensfrage: Vertrauen Eltern ihr Kind einer Typ-1-Diabetikerin zur Betreuung an? Ich glaube, das Vertrauen gegenüber den Eltern kann nur durch größtmögliche Sicherheit in sich selbst und die Aufklärung über den Diabetes gewonnen werden. Und sicher muss man als Erzieherin auch die Zweifel und das Misstrauen der Eltern und/oder Kollegen akzeptieren. Wäre es nicht auch vorstellbar, dass die Kinder einen durch das Zugestehen einer „Schwäche“ eher akzeptieren? Das Allerwichtigste als Erzieherin ist jedoch, dass man Kinder mit allen ihren Eigenarten, Stärken und Schwächen mag. Und genau das mache ich.

Transparenz ist wichtig
Auf der technischen Seite: Da ich im neuen Jahr eine neue Pumpe bekomme, möchte ich diese nun unbedingt mit einem Sensor koppeln. Hier in Österreich laufen in manchen Dingen die Uhren doch etwas langsamer. So kam ich bis jetzt noch nicht in den Genuss eines FreeStyle Libre. Weiterhin empfiehlt sich sicher auch Offenheit gegenüber brenzligen Situationen. Eine niedriger Blutzucker muss nicht, aber kann doch auftreten. Alle MitarbeiterInnen werde ich – insofern ich die Ausbildung beginne – darüber informieren. Ganz wichtig ist sicher auch ein starkes Team im Hintergrund.
Habt ihr Erfahrungen mit solchen speziellen Situationen im Beruf? Würdet ihr beim Vorstellungsgespräch auf euren Diabetes aufmerksam machen? Ich bin gespannt auf eure Antworten!
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thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 4 Wochen, 1 Tag
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße