Eddie erreicht als Erster den Wendepunkt der POInT-Studie

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Eddie erreicht als Erster den Wendepunkt der POInT-Studie

Kinder, die an der Studie „POInT“ zur Prävention von Typ-1-Diabetes teilnehmen, wechseln von der ersten in die zweite Phase der Studie, wenn sie drei Jahre alt werden. Nun hat Eddie als erster Teilnehmer aus dem Studienzentrum des Zentrums für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) diesen persönlichen Meilenstein erreicht. Wie geht es weiter?

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Eddie aus Sachsen ist in diesem Monat drei Jahre alt geworden. Damit ist er das erste an der Typ-1-Diabetes-Präventionsstudie POInT teilnehmende Kind, das die Beobachtungsphase beginnt. In dieser Phase ist die tägliche Einnahme der Studienmedikation nicht mehr notwendig. Die Studienmedikation besteht entweder aus Insulinpulver oder Placebo, das die jungen Teilnehmer einmal täglich mit der Nahrung erhalten, bis sie drei Jahre alt sind.

Die Idee dahinter? Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Zentrums für Regenerative Therapien Dresden CRTD arbeiten im Rahmen einer internationalen Plattform (“The Global Platform for the Prevention of Autoimmune Diabetes” oder GPPAD) mit anderen Forschungsinstitutionen zusammen, um einen Weg zu finden, den Ausbruch von Typ-1-Diabetes bei Kindern mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko zu verzögern oder gar zu verhindern. Das oral verabreichte Insulinpulver soll das Immunsystem trainieren, die insulinproduzierenden Betazellen im Körper nicht anzugreifen – ein Hauptgrund für das Auftreten von Typ-1-Diabetes.

Bis zum 7.Geburtstag: weitere Untersuchungen

Die Tatsache, dass Eddie das Medikament nicht mehr einnehmen muss, bedeutet jedoch nicht, dass die Studie für ihn zu Ende ist. „Die Kinder werden bis zu ihrem 7. Geburtstag oder bis zum Abschluss der Studie weiterhin regelmäßig untersucht“, erklärt Prof. Reinhard Berner, der gemeinsam mit Prof. Ezio Bonifacio die POInT-Studie in Dresden leitet. „Auf diese Weise stellen wir sicher, dass wir Typ-1-Diabetes frühzeitig erkennen, wenn er sich entwickelt, und wir brauchen die Daten auch, um zu sehen, ob unser Ansatz zur Prävention erfolgreich war. Deshalb sind wir unseren teilnehmenden Familien sehr dankbar, die ein so wichtiger Teil unserer Arbeit für eine Welt ohne Typ-1-Diabetes sind“.

Eddies Mutter ist froh, an der POInT-Studie teilzunehmen: „Wir hatten vom ersten Tag an ein sehr gutes Gefühl, dass unser Kind hier an der Dresdner Uniklinik in besten Händen ist“, sagt sie. „Die Wissenschaftler der TU Dresden haben uns immer bestens beraten und sind stets ansprechbar.“

Von rechts: Angela Hommel, Nicole Zubizarreta, Prof. Berner, Ruth Blechschmidt, Sari Arabi, Eddie und seine Eltern © Stephan Wiegand

Sie interessieren sich für die POInt-Studie?

Um an der POInT-Studie teilnehmen zu können, werden Neugeborene und Säuglinge bis zum Alter von vier Monaten auf ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Typ-1-Diabetes untersucht. Für das Screening werden nur wenige Tropfen Blut benötigt. Eltern haben die Möglichkeit, ihre Kinder kostenlos testen zu lassen. Hier können sich Eltern informieren, die sich für eine Teilnahme Ihres Kindes an der POInT-Studie interessieren. Auch die Kontaktadressen der Studienzentren sind dort zu finden.

Global Platform for the Prevention of Autoimmune Diabetes (GPPAD) – was ist das?
GPPAD ist eine der größten Forschungszusammenschlüsse in Europa mit dem Ziel, Typ-1-Diabetes bei Kindern zu verhindern. Das Immunsystem der Kinder mit einem erhöhten genetischen Risiko soll durch die orale Gabe von Insulin trainiert werden, wodurch Typ-1-Diabetes verhindert werden könnte. Studienzentren in fünf europäischen Ländern (Deutschland, Belgien, Polen, Schweden und Großbritannien) haben im November 2017 mit dieser innovativen klinischen Studie begonnen. Bis zum Jahr 2021 sollen insgesamt 1.040 Säuglinge mit einem erhöhten genetischen Diabetesrisiko in die Studie eingeschlossen werden. GPPAD wird vom The Leona M. and Harry B. Helmsley Charitable Trust gefördert.

Quelle: GPPAD

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  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 3 Wochen

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
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