Kinder mit Typ-1-Diabetes brauchen flächendeckend Schulgesundheitspflegekräfte

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Kinder mit Typ-1-Diabetes brauchen flächendeckend Schulgesundheitspflegekräfte

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) fordert für Kinder mit Typ-1-Diabetes flächendeckend Schulgesundheitspflegekräfte, die erkrankte Kinder in Gemeinschaftseinrichtungen unterstüzten.

Etwa 17.500 Kinder unter 14 Jahren in Deutschland haben Typ-1-Diabetes. Sie müssen auch in der Kita oder Schule täglich Blutzucker messen und Insulin spritzen. Manchmal brauchen sie noch weitere Unterstützung, um am Unterricht teilzunehmen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) fordert für diese Aufgabe flächendeckend Schulgesundheitspflegekräfte. Ihre Finanzierung sollen die Krankenkassen übernehmen.

„Wir brauchen endlich eindeutige gesetzliche Regelungen“

Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte: “Die Zahl junger Diabetiker steigt mit jedem Jahr. Eine Klarstellung, wer die zusätzlichen Kosten für die Betreuung junger Diabetiker in Kitas und Schulen zu tragen hat, ist dringend nötig. Denn zur Zeit weigern sich viele Kindergärten und Schulen, ein Kind mit Diabetes aufzunehmen. Erzieherinnen und Lehrer sagen, dass sie die Verantwortung nicht übernehmen können. Dass sie nicht dafür geschult seien und dass sie Angst haben, für eventuelle Fehler haften zu müssen.

Wir brauchen endlich eindeutige gesetzliche Regelungen, die festlegen, wer den Mehraufwand in Kita, Schule oder Hort zu tragen hat, der über die Blutzuckermessung und die Insulingabe hinausgeht. Wir können nicht zulassen, dass Eltern ihren Beruf aufgeben müssen, weil sie beim Diabetesmanagement ihres Kindes in der Kita oder Schule gebraucht werden. Die derzeitige Regelung in Paragraf 14 Sozialgesetzbuch IX ist unscharf, verschiedene Kostenträger schieben sich gegenseitig die Zahlungspflicht zu und Familien bleibt oft keine andere Wahl als sich die Leistungen auf dem Klageweg zu erkämpfen.

Der Bundesrat hat nun angeregt, eine gesetzliche Klarstellung an das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) anzudocken. Das Gesetz soll Mitte November erstmals im Bundestag beraten werden und könnte voraussichtlich im März 2017 in Kraft treten. Wir appellieren an die Länderkammer, nicht nur die Finanzierung endlich eindeutig zu regeln, sondern auch für die nötige gesetzliche Grundlage für die Implementierung von Gesundheitspflegekräften in Kitas und Schulen zu sorgen.”


Quelle: Pressemeldung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V.

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  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 3 Wochen

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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