Kinderklinik Ravensburg

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Kinderklinik Ravensburg

An der Kinderklinik des Krankenhauses St. Elisabeth in Ravensburg begleitet das Dia-betesteam fast 200 Kinder und ihre Familien. Besonders wichtig ist dem Team die intensive Schulung – für große Sicherheit von Anfang an.

Das Diabetesteam der Kinderklinik in Ravensburg ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Mit drei Ärztinnen, zwei Diabetesberaterinnen, einer Ernährungsberaterin, einer Kinder- und Jugendpsychiaterin, Sozialarbeitern, Physiotherapeuten und engagierten Krankenschwestern betreuen wir fast 200 Kinder und deren Familien. Die meisten haben einen Diabetes mellitus Typ 1, nur wenige einen Diabetes mellitus Typ 2 oder Sonderformen wie einen CF- oder MODY-Diabetes.

Da wir Patienten aus vier Landkreisen versorgen, haben die Familien teilweise eine lange Anreise. Umso wichtiger ist es uns, bei Manifestation des Diabetes nach Möglichkeit auch ein Elternteil für den gesamten Schulungszeitraum mit aufzunehmen. Die intensive Schulung der gesamten Familie in Theorie und Praxis auf Station sowie die persönliche Begleitung schaffen große Sicherheit von Anfang an.

Arbeit Hand in Hand

Fast alle Patienten werden anschließend in unserer Diabetes-ambulanz weiter betreut. Über die routinemäßige Quartalskontrolle hinaus erhalten Patienten Termine bei den Diabetesberaterinnen, wenn ambulante Nachschulungen zu bestimmten Themen gewünscht werden oder eine engmaschigere Begleitung nötig ist. Erschweren psychosoziale Probleme die Diabetesbehandlung, bieten wir den Familien einen zeitnahen Gesprächstermin mit unserer Kinder- und Jugendpsychiaterin an. In wenigen Fällen, wenn eine ambulante psychologische Begleitung nicht ausreicht, werden die Kinder in unserer psychosomatischen Abteilung behandelt, die mit dem Diabetesteam Hand in Hand arbeitet.

Angebote im Überblick
  • Manifestationsschulungen
  • ambulante und stationäre Nachschulungen und Neueinstellungen
  • Insulinpumpenschulungen
  • Schulung im Umgang mit kontinuierlichen Glukosemesssystemen
  • ambulante psychologische Gespräche
  • stationäre psychosomatische Behandlung in enger Zusammenarbeit mit dem Diabetesteam

Etwas mehr als die Hälfte unserer Patienten trägt eine Insulinpumpe, mit weiter steigender Tendenz. Drei- bis viermal im Jahr bieten wir Termine zur Umstellung auf eine Pumpentherapie als Gruppenschulung an. Zwölf Kinder sind aus diversen Gründen mit einer hochmodernen sensorunterstützten Pumpentherapie versorgt.

Mit viel Engagement und großer Freude versuchen wir, jedes Kind und seine Familie auf ihrem Weg des Großwerdens mit Diabetes zu begleiten und individuell zu unterstützen.


Dr. C. Ludwig-Seibold
Diabetes-Eltern-Journal, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90, E-Mail: redaktion@diabetes-online.de

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2015; 8 (3) Seite 26

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  • thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße