Max – wie geht es ihm heute?

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Max – wie geht es ihm heute?

„Wir brauchten eine ganze Weile, bis wir nicht mehr mit dem Kopf am Boden standen, sondern wieder mit den Füßen“, sagte Hanna Barat vor eineinhalb Jahren im Interview mit dem Diabetes-Eltern-Journal über die erste Zeit mit dem Diabetes ihres Sohnes Max. Wie geht es der Familie heute?

Im Jahr 2014 bekam Max, damals vier Jahre alt, die Diagnose Diabetes. Natürlich ein Schock und schwer zu akzeptieren. Max’ Schwester war damals gerade ein Jahr alt, und Hanna Barats Mann musste sehr viel arbeiten. „Ich war eigentlich zur Diagnose schon so weit, dass ich nicht mehr konnte; eine Mutter-Kind-Kur war schon genehmigt, die musste ich absagen“, erzählte Hanna Barat damals (siehe DEJ 2/2017).

Diabetes als „drittes Kind“, der „gehegt und gepflegt“ gehört

Der Diabetes wurde für Familie Barat zum „dritten Kind“, sagt Max’ Mutter, „ der gehört gehegt und gepflegt, der wächst irgendwie und man wächst auch selbst mit der Situation. Der Diabetes ist natürlich immer da, aber es ist auch so, wie man es uns immer gesagt hat: Irgendwann ist es wie Zähneputzen.“

Durch den Diabetes von Max hat Hanna Barat beruflich neu angefangen. Die Modedesignerin hat zunächst nur für Max und seine Freunde Bauchbänder entworfen und genäht, in der die Insulinpumpe sicher verwahrt werden kann. Dann wagte sie den Sprung ins kalte Wasser und gründete Mellitus One. Inzwischen gibt es bei ihr auch Kleidungsstücke für Erwachsene mit Diabetes zu kaufen.

Im Sommer 2017 kam bei Max die Diagnose Zöliakie hinzu

Und sonst? Hanna Barat erzählt: „Max ist im Mai acht Jahre alt geworden, geht jetzt in die dritte Klasse und regelt seinen Diabetes in der Schule ziemlich selbständig. Er ist immer noch mit Pumpe und FreeStyle Libre eingestellt.

Leider hat Max im Oktober 2017 die Diagnose Zöliakie bekommen. Er würde von seinen, wie er immer sagt, beiden Krankheiten, gerne eine abgeben – und das ist nicht der Diabetes, sondern die Zöliakie. Er hat sich seine Freiheit gut ‚erkämpft’. Der Diabetes schränkt ihn nicht (mehr) ein, die Zöliakie schon, weil er nicht das essen darf, was die anderen essen.

Den Weihnachtsmarkt haben wir so kurz nach dieser Diagnose nur einmal besucht. Natürlich haben wir alle nur einen Punsch getrunken, dann ging es wieder heim, und ich habe mich wie bei der Manifestation des Diabetes gefühlt. Damals sind wir in den ersten Monaten auch eher zu Hause geblieben, um dem ganzen Thema ‚Essen‘ aus dem Weg zu gehen.

Der Optimismus bleibt trotzdem bestehen in der Familie Barat

Trotzdem: Das Glas ist bei uns immer noch halb voll und nie halb leer. Ich glaube, es ist ganz wichtig, positiv zu denken, und wir versuchen immer noch, alles möglich zu machen und Max zu zeigen, dass es auch mit einem weiteren Handicap weitergeht und es immer eine Lösung gibt.

Wir leben nach dem Motto: einer für alle, alle für einen und tragen die Zöliakie als Familie mit. Das bedeutet auch, dass wir mittlerweile einen glutenfreien Haushalt haben, denn wir möchten einen Ort in unserem Alltag haben, wo es kein ‚Nein‘ gibt …“


von Hanna Barat
Kontakt über: redaktion@diabetes-online.de

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2018; 10 (4) Seite 21

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  • uho1 postete ein Update vor 3 Tagen, 10 Stunden

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂