- Eltern und Kind
Resiliente Eltern – so kann es funktionieren
8 Minuten
Wenn ein Kind Diabetes bekommt, ist nicht nur das Kind selbst dadurch belastet. Auch die Eltern müssen sich an die neue Herausforderung herantasten und lernen, wie sie gut damit umgehen können. Der Psychologe Dr. Berthold Maier vom Diabetes Zentrum Mergentheim gibt Informationen und Tipps.
Im Interview: Dr. Berthold Maier
Der Psychologische Psychotherapeut und Fachpsychologe Diabetes DDG, Dr. Berthold Maier, berät seit Jahrzehnten Menschen mit Diabetes und hilft ihnen und ihren Familien in ihrem Management. Er ist seit vielen Jahren am Diabetes Zentrum Bad Mergentheim tätig und engagiert sich in verschiedenen Organisationen und Verbänden für die Belange von Menschen mit Diabetes: „Das ist eine faszinierende Aufgabe, Menschen mit Diabetes zu begleiten und dabei zu erleben, wie unterschiedlich sie mit Diabetes umgehen und mit Herausforderungen im Alltag zurechtkommen.“

Diabetes-Anker (DA): Was bedeutet Resilienz?
Dr. Berthold Maier: Es gibt viele Definitionen von Resilienz. Grundsätzlich ist Resilienz die Fähigkeit, bei hohen psychischen Belastungen auf eigene Stärken und Talente zurückzugreifen. Resiliente Menschen finden Lösungen für Probleme, ohne von den Belastungen überwältigt zu werden. Sie wachsen an den Herausforderungen und entwickeln Zuversicht, auch künftige schwierige Situationen meistern zu können.
Resilienz ist keine genetische Eigenschaft, die man hat oder nicht, sondern etwas, das man sich aneignen kann. Das hängt maßgeblich von den gelernten Erfahrungen ab. An Resilienz muss man immer wieder aktiv arbeiten. Dazu gehört, sich immer wieder selbst zu reflektieren, und der Mut, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Es gibt Zeiten im Leben, in denen man mehr, und solche, in denen man weniger resilient ist.
DA: Weshalb ist Resilienz von Eltern von Kindern mit Diabetes ein wichtiges Thema?
Dr. Maier: Der Diabetes hält für Eltern besondere Herausforderungen bereit. Ein Großteil der Eltern empfindet die Herausforderungen des Diabetes als psychisch belastend oder zumindest beanspruchend. Wenn Eltern ständig “unter Strom” stehen, kostet sie das viel Energie. Das kann sich auch auf die Bindung zwischen Eltern und Kind auswirken. Häufig registrieren Kinder mit Diabetes die Anspannung der Eltern. Manche Kinder entwickeln dann das Gefühl, wegen ihres Diabetes schuld an der bedrückten Stimmung der Eltern zu sein.
DA: Welche besonderen Herausforderungen kosten Eltern viel Kraft?
Dr. Maier: Eltern beschreiben häufig die Dauersorge, “hoffentlich alles richtig zu machen”. Sie äußern die Sorge vor Unterzuckerungen, haben jedoch auch Angst vor Folgeerkrankungen. Viele Eltern räumen ein, dass sie diese Angst jedes Mal dann erfasst, wenn sie auf dem Display einen erhöhten Wert erblicken. Die meisten Eltern berichten auch von Anspannung, wenn sie das Gefühl haben, den Glukoseverlauf des Kindes nicht steuern zu können. Besonders hoch ist das Stresserleben, wenn das Kind im Kindergarten oder in der Schule ist und die Eltern bei erhöhten oder tiefen Werten nicht unmittelbar eingreifen können. Die Belastung kann besonders hoch sein, wenn Eltern die Sensorwerte ihres Kindes an ihrem Smartphone live mitverfolgen können.
Eine wichtige Voraussetzung für einen resilienten Umgang von Eltern ist zunächst eine umfassende und einfühlsame Schulung und Begleitung durch das Diabetes-Team. Sie sollte den Alltag und die Bedürfnisse des Kindes und ihrer Eltern berücksichtigen. Ein gutes Diabeteswissen und viel Erfahrung vermitteln das Gefühl, den Diabetes meistern und kontrollieren zu können. Mit dieser Zuversicht schaffen es Eltern leichter, einen erhöhten Wert einmal auszuhalten, ohne ihn impulsiv zu korrigieren. Sicherheit ermöglicht Gelassenheit und hilft, Schwankungen der Werte als etwas Normales zu akzeptieren.
„Bedrückend finde ich, dass fast die Hälfte der Mütter ihre Berufstätigkeit reduzierte oder sie ganz aufgab – im Gegensatz zu den Vätern.“
DA: Was weiß man über die Lebensqualität von Eltern von Kindern mit Diabetes?
Dr. Maier: Eltern von Kindern mit Diabetes berichten insgesamt von einer geringeren Lebensqualität im Vergleich zu Eltern von Kindern ohne Diabetes. Schaut man genauer hin, ist die elterliche Belastung in den ersten beiden Jahren nach der Diagnosestellung besonders hoch. Das trifft besonders für Eltern von Klein- und Vorschulkindern zu. Sie klagen häufig über Erschöpfung und dauerhaften Schlafmangel, weil sie auch nachts die Glukosewerte überwachen und bei Alarmen reagieren müssen.
Vor allem bei Müttern zeigen sich im Mittel deutliche Einschränkungen der Lebensqualität. In einer deutschen Befragung von mehr als 1100 Eltern gaben fast zwei Drittel der Mütter an, infolge des Diabetes psychisch hoch belastet zu sein – deutlich mehr als die Väter. Bedrückend finde ich, dass fast die Hälfte der Mütter ihre Berufstätigkeit reduzierte oder sie ganz aufgab – im Gegensatz zu den Vätern. Das hat in den meisten Familien nicht nur finanzielle Folgen. Es bedeutet besonders für die Mütter einen erheblichen Einschnitt in ihrer Lebensplanung – bis hin zu geringeren Renten-Ansprüchen.
Viele Eltern beklagen auch, dass von außen kaum wahrgenommen wird, wie viel Kraft sie die Sorge um ihr Kind kostet – auch von Behörden oder Krankenkassen. Wenn zum Beispiel der Antrag auf Schwerbehinderung oder auf die Gewährung eines Pflegegrads abgelehnt wird, reagieren viele Eltern mit Verbitterung. Worauf kommt es also an? In der Begleitung durch das Diabetes-Team ist es daher wichtig, immer wieder die Belastung der Eltern zu erfragen und nach Erleichterungen zu suchen.
Denn Eltern brauchen ihre Kräfte ja auch noch für die vielen anderen Aufgaben, die ein Familienleben mit sich bringt – etwa die Sorge um die Geschwisterkinder. Diese müssen ja auch mit dem Diabetes ihres Bruders oder ihrer Schwester zurechtkommen und brauchen ebenso die Aufmerksamkeit und Zuwendung der Eltern. Ältere Untersuchungen zeigen, dass besonders die Umstände in der ersten Zeit nach der Diagnose das Wohlbefinden der Eltern lange Zeit prägen. Eine gute psychosoziale Unterstützung am Anfang ist daher entscheidend für die spätere Lebensqualität der Eltern.
DA: Wie schaffen es Eltern, dass der Diabetes ein nicht so großes Thema wird?
Dr. Maier: Die Kunst besteht darin, die richtige Balance zwischen dem Diabetes und den Alltagsthemen in der Familie zu finden. Beispiel Abendessen: Wonach fragt man zuerst: nach den Glukosewerten oder, wie es in der Schule war? Das ist eine Kleinigkeit, die einen großen Unterschied machen kann. Eine gute Begleitung ermutigt die Eltern, zunächst das Kind zu sehen – und dann erst die Glukosewerte. Eltern sollten die Erfahrung machen, dass es sich lohnt, die normalen alltäglichen Themen ihres Kindes in Gesprächen aufzugreifen und diese genauso ernst zu nehmen wie die Beschäftigung mit dem Diabetes.
DA: Sind Diabetes-Schulungen auch darauf ausgelegt, Eltern Resilienz beizubringen?
Dr. Maier: Jein. Eine gute Schulung und einfühlsame Beratung bewirken letztlich eine Verbesserung der Resilienz. Durch Lernen, aber mehr noch durch praktisches Üben lernen Eltern, die Therapie umzusetzen und die Erfahrung zu machen, den Diabetes bei ihrem Kind steuern zu können. Das ist ein wichtiger Wirkfaktor von Resilienz, der auch als “Selbstwirksamkeit” bezeichnet wird. Bisher gibt es jedoch im deutschsprachigen Raum noch kein spezifisches Schulungsprogramm für Eltern mit dem Ziel, die Resilienz zu verbessern. Es würde sich lohnen, genau daran zu arbeiten!
DA: Wenn Eltern von Kindern mit Diabetes eine gute Lebensqualität beschreiben, welche Faktoren machen den Unterschied?
Dr. Maier: In einer australischen Studie konnten drei Faktoren bei Müttern gefunden werden, die trotz des Diabetes ihres Kindes eine gute Lebensqualität beschrieben. Erstens: Sie hatten das Gefühl von Selbstwirksamkeit, also das Erleben, den Diabetes beim Kind steuern zu können. Diese Mütter waren zuversichtlich, auch künftige Probleme mit dem Diabetes zu meistern. Der zweite Faktor: Mütter mit einer guten Lebensqualität waren sozial besser vernetzt und empfanden diese Kontakte als hilfreich für den Umgang mit dem Diabetes. Der dritte Faktor: Mütter mit einer guten Lebensqualität beschrieben eine hohe Zufriedenheit in ihrer Partnerschaft.
DA: An den Kontakten und der Beziehung der Eltern untereinander kann man arbeiten. Aber was ist, wenn der Diabetes keinen guten Anfang genommen hat?
Dr. Maier: Es gibt keinen Zeitpunkt, an dem es zu spät für Eltern wäre, anfängliche negative Erfahrungen durch positive zu ersetzen. Auch wenn Eltern eine lange Durststrecke hinter sich haben, können Begegnungen mit dem Diabetes-Team oder anderen Eltern positive Veränderungen bewirken. Je länger Belastungen andauern, desto stärker prägen sie Familien und die psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Aber es ist nie zu spät, auch selbst Einfluss darauf zu nehmen, diese Erfahrungen zu überschreiben.
DA: Welche Bewältigungsstrategien für schwierige Situationen gibt es für Familien?
Dr. Maier: Da es meist die Mütter sind, die in Familien am stärksten belastet sind, gilt es, zunächst einmal sie zu entlasten. Dafür können Familien zum Beispiel tägliche Aufgaben umverteilen – am besten immer so, dass sich alle dabei wohlfühlen.
Wichtig ist auch, sich ein gutes Behandlungs-Team zu suchen – auch wenn es weiter weg ist. Familien sollten nicht nur einen Crashkurs erhalten, sondern, wenn nötig, auch psychologisch begleitet werden. Das Team sollte Anleitung zur Selbsthilfe geben und ermutigen, die Dinge selbst auszuprobieren. Gute Teams kalkulieren auch Rückschläge ein. Natürlich haben wir bundesweit sehr unterschiedliche Situationen. In den Ballungsräumen finden sich leichter Praxen und Einrichtungen, die sich mit dem Diabetes bei Kindern auskennen. In anderen Regionen müssen Eltern jedoch teilweise über 100 Kilometer fahren, um einen Termin zu bekommen.
Wenn Eltern wissen, dass sie ihre Teams bei Fragen jederzeit anrufen können, macht sie das auch resilient. Wenn sie dagegen drei Monate bis zum nächsten Termin warten müssen, um ihre Fragen loszuwerden, führt das natürlich zu Stress. Daher brauchen Eltern unbedingt einen Stützpunkt und die Sicherheit, sich jederzeit dorthin wenden zu dürfen.
Eine weitere Empfehlung ist, in Stresssituationen zu versuchen, den Blickwinkel auf die Herausforderung zu ändern. Eltern können zum Beispiel versuchen, sich in ihr Kind hineinzuversetzen, und sich einmal fragen, wie es sich zum Beispiel für die 15-jährige Tochter anfühlt, wenn die Eltern ständig per WhatsApp ans Messen und Insulinabgeben erinnern. Man kann lernen, nicht gleich dem ersten Impuls zu folgen, sondern innezuhalten und sich zu fragen, was dem Kind gerade wirklich helfen würde.
„Es ist wichtig, positive Erfahrungen und Erfolgserlebnisse zu sammeln und sich immer wieder zu vergegenwärtigen.“
DA: Wie schafft man es, an Herausforderungen zu wachsen?
Dr. Maier: Vieles müssen Eltern einfach immer wieder üben. Erfahrungen und Erfolgserlebnisse stärken die Zuversicht, schwierige Situationen meistern zu können. Dafür muss man Dinge ausprobieren, statt sie von vornherein als unmöglich abzulehnen. Am besten setzt man sich kleine Ziele. Statt beispielsweise auszuschließen, dass das Kind auch mal allein bleiben kann, können Eltern es erst einmal für eine Stunde probieren und dann sukzessive steigern.
Es ist wichtig, positive Erfahrungen und Erfolgserlebnisse zu sammeln und sich immer wieder zu vergegenwärtigen. Entlastend kann es auch sein, wenn sich Eltern zwischendurch immer wieder ihre Stärken vor Augen führen und sich fragen, wie sie andere Krisen im Leben erfolgreich gemeistert haben. Sie können überlegen, was früher bei Herausforderungen geholfen hat und inwiefern sie diese Stärken jetzt für den Diabetes des Kindes nutzen können.
Zu Resilienz gehört außerdem immer auch das Feedback von außen. Eltern können sich dafür andere Personen suchen, die ihnen ab und zu ein konstruktives, wohlwollendes Feedback geben, um sich diese Stärken bewusst zu machen. Es kann auch hilfreich sein, sich Vorbilder zu suchen.
Diese Konzepte stammen aus der “Positiven Psychologie”. Sie befasst sich damit, was Menschen zufrieden macht und innerlich wachsen lässt. Martin Seligman, ein Vertreter dieses Ansatzes, betont zum Beispiel, dass wenige gute Erfahrungen viele schlechte ausgleichen können. Wenn Eltern wieder einmal das Gefühl haben, dass alles schiefläuft und nichts klappt: Wäre es dann nicht eine Idee, sich auf die Ausnahmen und die kleinen Erfolge zu konzentrieren?
DA: Welche Rolle spielen Entspannung und Selbstfürsorge für Eltern von Kindern mit Diabetes?
Dr. Maier: Das ist ein ganz wichtiges Thema. Viele Eltern sind mehrfach belastet. Sie haben Jobs, es gibt Geschwisterkinder, pflegebedürftige Eltern und sonstige Themen. Die amerikanische Diabetes-Kinderpsychologin Marisa Hilliard ermutigt Eltern immer wieder, sich zwischendurch auch um sich selbst zu kümmern und Kraft zu schöpfen. Es ist sogar Voraussetzung dafür, dass sie sich überhaupt gut um den Diabetes ihres Kindes kümmern.
Anders ausgedrückt: Einem Kind mit Diabetes geht es dann gut, wenn es den Eltern gut geht. Eltern sollten sich nicht immer für alles zuständig fühlen, sondern auch den Mut aufbringen, um Unterstützung zu bitten oder unnötige Aufgaben abzugeben. Es hat nichts mit Egoismus zu tun, wenn Eltern immer wieder darüber nachdenken, welche Bedürfnisse sie selbst gerade haben. Martin Seligman rät, “einen Knopf darum zu machen” und Aktivitäten, die Kraft geben, gleich in den Terminkalender einzutragen.
Ich habe kürzlich mit einem Vater gesprochen, der wegen der Diabetes-Diagnose seines Sohns den Radsport aufgegeben hat. Er kam ins Nachdenken und räumte ein, dass er sich seither angespannt und unzufrieden fühlte. Nun hat er wieder angefangen, jeden Tag eine Strecke zu radeln, und ist wesentlich ausgeglichener. Dabei bemerkte er, wie sich die Beziehung zu seinem Kind verbesserte. Bei Glukoseanstiegen konnte er gelassener reagieren, was sich sogar positiv auf die Werte auswirkte.
Bildlich gesprochen, kann man Resilienz bei Eltern mit einer Wippe vergleichen. Auf der einen Seite drücken die Belastungen durch den Diabetes des Kindes. Auf der anderen Seite überwiegen jedoch Dinge, die den Eltern guttun und ihnen Kraft und Zuversicht geben. Damit lassen sich auch künftige Herausforderungen, die der Diabetes des Kindes bereithält, besser bewältigen.
Schwerpunkt: „Resilienz – Diabetes die Stirn bieten“
- Erfolgreich den Diabetes bewältigen
- Resilienz ist erlernbar
- Resiliente Eltern – so kann es funktionieren
Interview: Verena Schweitzer
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2023; 72 (8) Seite 30-33
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marina26 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 1 Tag, 5 Stunden
Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!
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wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 2 Tagen
Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!
Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.
Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.
LG Wolfgang
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 2 Tagen, 20 Stunden
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 2 Tagen, 18 Stunden
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 2 Tagen, 15 Stunden
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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wolfgang65 antwortete vor 2 Tagen, 1 Stunde
Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.
Gruss Wolfgang
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michatype3 antwortete vor 2 Tagen
Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.
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